Habe mir seit langem mal wieder den Film angeschaut, und nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass dies einer der Besten Filme aller Zeiten ist. Selten gibt es Filme die so komplett stimmig sind und einfach nur gute Laune in einem verbreiten. Allein schon von der Story ist er ein Meisterstück. Der Film hat einfach alles was einen guten Film ausmacht bzw. ein guter Film braucht, witzige Momente, dramatische und nachdenkliche aber auch lehrreiche. Aber vorallem diese typische Art und Weise der amerikanischen Filmemacher, wo man eigentlich weinen möchte und auf der anderen Seite aber lachen möchte.
Außerdem zeugt es von Intelligenz, die einzelnen Geschichtsereignisse so gekonnt um eine Figur wie die von Forrest zu spinnen, und wie der zum Teil ohne es eigentlich mitzubekommen immer wieder den richtigen Weg einschlägt, und das eigentlich nur weil er seinen eigenen Prinzipien treu bleibt und sich von niemandem von seinem Weg abbringen läßt.
Aber nicht nur die Story stimmt auch die Schauspieler sind stimmig und kommen glaubhaft rüber. Allen voran natürlich Tom Hanks, einfach ein Genuß ihm zuzusehen. Ohne Zweifel, war der Oscar für seine Leistung berechtigt.Aber auch die Leistung von Robert Zemeckis ist beachtlich. Einfach herrlich wie er dem Film Leben einhaucht und Ihm somit den letzten Schliff gibt.
Ich denke auf Lange Sicht wird es keinen Film geben, der das durch Forrest Gump aufgestellte Niveau erreichen wird bzw. es überbieten wird. Für mich persönlich ist er meiner Lieblingsfilme.
Mich beeindruckt besonders die eigentümliche Erzählweise von Tom Hanks im Off, die sich durch den ganzen Film zieht. Dabei sagt er seine Lebensgeschichte - und ganz nebenbei die Geschichte der 60-er und 70-er Jahre der Vereinigten Staaten - so schlicht und aus seinem eigenen Microcosmos heraus, daß man sich in einer anderen Welt glaubt. Es war für mich wirklich schön jemanden schlicht erzählen zu hören,der einfach nur erzählt und nicht bewertet oder analysiert. Obwohl viele brisante Ereignisse (Hippies, Vietnamkrieg, Eifersuchten, Beziehungen, ...) mitspielen, wagt man auch selbst nicht zu analysieren und zu kategorisieren. Obwohl doch Themen für Streitgespräche wie der Vietnam-Krieg oder die Yippie/Black Panther-bewegung vorkommen. Man wußte am Anfang auch nicht welche Wende der Film nehmen wird, alles schien möglich (z.B. daß er und Jenny eine Beziehung und ein Kind haben würden). Einer der besten Filme der 90-er Jahre und ein unkonventionell gedrehter dazu, finde ich. Lob verdient auch die Musikauswahl von 1958 bis 1974. Das Interesse an den 50-ern, Sechzigern und 70-ern bei der jungen Generation ist scheinbar sehr stark und läßt das eigene Jahr (wer weiß z.B. auf Anhieb was 1996 wichtiges passiert ist) verblassen. 1996 bei den ersten Vorstellungen schien am Ende (Jennys Tod) der ganze Kinosaal in Tränen zu stehen. Auch einem eher unemotionalen Menschen wie mir passierte das. Genial fand ich auch, daß Jennys Krankheit (Aids, Drogen??) nur angedeutet war dem Besucher Spielraum für eigene Phantasien lies und das Mädchen in guter Erinnerung behalten konnte. Ich finde es gibt zu wenig bekannte Filme die mit schönen ruhigen Bilder und knappen Sätzen so viel bewirken wie dieser. Seit dem Ende der Stummfilmzeit wird in den Streifen zu viel gequasselt, analysiert und bewertet. Warum sind eigentlich im Medium Film die Werke häufig so gleich, warum scheuen sich die erfolgreichen Regisseure vor Experimenten und neuen Erzählformen. Dieser Film beweist, daß auch nicht konventionell gestaltete große Kassenerfolge werden können. Andere Medien wie Musik oder Malerei sind experimentierfreudiger und finden dennoch ihr Publikum. Ich wünsche mir mehr Filme wie diesen.
Robert Zemeckis' ''Forrest Gump'' erweist sich als eine emotional sehr fesselnde Tragikomödie, die zwar angesichts der zeitweisen Belanglosigkeit einzelner Episoden nicht perfekt ist, aber durch Tom Hanks' umwerfend sympathische Darstellung ein wunderbarer Film voller Komik und Tragik wird.
Ich finde den Film und die Story super. Mich verwirrt aber der FIlm leicht.
Wenn man ein guter Amerikaner ist wie Forrest, die Regierung nicht kritisiert, alles tut was sie sagt, seine sinnlosen Kriege kämpft, gottfürchtig ist (für all das muß man in USA warscheinlich wie Forrest geistig leicht zurückgeblieben sein), kann man alles schaffen und Millionär werden.
Wenn man aber wie Jenny genau das Gegenteil ist, fällt man im Leben ab. Drogen Gewalt und Mißbrauch ist Folge. Und am Ende wird man mit AIDS bestraft und stirbt daran.
Das Tragische ist die Liebe und Vereinigung der Gegensätze und als Ergebnis eben ein Gemeinsames Kind.
Trotzdem macht der Film Spass und rechnet mit der jüngeren USA Geschichte ab.