Neueste Kritiken: Death Sentence - Todesurteil - Seite 3
Death Sentence - Todesurteil
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Anonymer User
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Veröffentlicht am 25. Februar 2010
....diese Frage möchte man Kevin Bacon stellen. Zweifellos ist er ein sehr guter Schauspieler, der sich für so einen B-Movie zu schade sein sollte.
Ich muss gestehen, dass ich klassische Revenge-Movies mag und zuletzt von Liam Neesons Darbietung in "Taken", trotz mangelndem Anspruchs, sehr begeistert war. Das fiese bei "Death Sentence" ist, dass man nach recht vielversprechendem Beginn immer noch die Hoffnung hat, dieser Film wolle etwas aussagen und nicht lediglich Gewaltszenen zeigen.
Das Problem ist der Regisseur James Wan, der mit "SAW" einen Filmhit landete, was dem grandiosen Ende zu verdanken war. Ansonsten dient die Saw-Reihe lediglich dazu gewaltgeile Unterbelichteten zum "Hua Geil"-Schreien zu animieren, wenn wieder einmal die Gliedmaßen über die Leinwand fliegen.
Abgeschossene Hände und Beine dürfen natürlich auch in "Death Silence" nicht fehlen.
In der zweiten Filmhälfte vollzieht Bacon eine Wandlung zum Überkiller, der plötzlich mit perfekt mit Waffen umgehen kann und eine wahre Kampfmaschine ist. Dazu kommt, dass sein Outfit, seine Waffen, selbst seine eigenen Schussverletzungen ein bißchen zu stark an das Finale "Taxi Driver" mit Robert de Niro erinnern...... wirkt also ein bißchen sehr geklaut, Mr. Wan!!!
Fazit: Ein vielversprechender Anfang wird durch eine desaströse zweite Filmhälfte zerstört, welche zudem auch noch in absolutem B-Movie-Style daherkommt.
"Death Sentence" ist ein durch und durch solides Action-Drama, aus dem man jedoch noch etwas mehr hätte machen können. Die Story selbst ist zwar nichts Neues, wirkt jedoch trotzdem recht interessant und wurde von Regisseur Wan ganz gut umgesetzt. Sie zeigt wie ein Vater den Glauben an das Rechtssystem verliert und Gerechtigkeit in Selbstjustiz sucht. Gut in Szene gesetzt lässt Wan den Vater mit seiner inneren Verzweiflung kämpfen bis er sich schließlich zur Rache entschließt und das erste Gangmitglied tötet. Ebenfalls sehr glaubwürdig wurde der erste Kontakt des Familienvaters mit Schusswaffen umgesetzt und zeigt, wie er anfangs selbst erst mit den Waffen zu Recht kommen muss bis er schließlich damit umgehen kann. Weit weniger gut gelungen ist eindeutig die Rolle der Polizei. Viel zu sehr auf den moralischen Apostel eingefahren, wirkt sie recht unauthentisch und das Verhalten lässt sich oftmals nicht nachvollziehen. Schade, das ist ganz klar einer der größten Schwächen des Films. Generell sind einige Klischees im Film enthalten, die wohl unbedingt sein müssen, aber nicht unbedingt fördernd für die Geschichte und deren Handlung sind. Der Showdown selbst ist zwar etwas übertrieben ausufernd und sehr gewaltsam, lässt sich aber dennoch sehr unterhaltsam anschauen, wie der ganze Film an sich. Auch Atmosphärisch ist "Death Sentence" recht gelungen und hält die Geschichte gut zusammen. Die Schauspielerleistungen befinden sich auf solidem Niveau, wobei jedoch keiner von ihnen besonders herausragen kann, alle spielen mehr oder weniger das was man von ihnen verlangt.
Fazit: "Death Sentence" ist ein recht ordentlicher Film geworden, dem aber manche Klischees und einige Logiklücken letztendlich das Rückrad brechen. Der Film kann den Zuschauer zwar problemlos die knappen 2 Stunden durchgehend unterhalten, aber für einen Top-Film fehlt dennoch einiges. Für einen spannenden Filmabend und Kevin Bacon-Fans jedoch durchaus zu empfehlen!!
Ein wirklich gelungener Selbstjustiz-Actioner mit einem gut aufgelegten Hauptdarsteller.
Die Story von „Death Sentence“ ist relativ simpel: Der älteste Sohn des Familien-Vaters Nick wird vor dessen Augen getötet. Da der Mörder nur ein paar Jahre Gefängnis bekommen soll, tötet Nick ihn, da es seiner Meinung nach zu wenig ist und zieht somit die Aufmerksamkeit einer Gangster-Bande auf sich. Die restliche Story folgt weitestgehend den üblichen Konventionen, weißt aber hier und da ein paar ungewöhnliche Wendungen aus, durch die der Film seine ohnehin schon pessimistische Atmosphäre weiter verstärkt. Die darstellerische Leistung ist über weite Strecken sehr gut. Vor allem Kevin Bacon kann als verzweifelter Vater, der auf Rache sinnt, voll und ganz überzeugen. Seine Darstellung ist wirklich großartig und sorgt dafür, dass der Zuschauer vom Geschehen wirklich gefesselt wird. Die Action-Szenen sind allesamt ziemlich hart, erreichen aber nie die Intensität von „96 Hours“. Dafür spritzt hier deutlich mehr Blut. Die Inszenierung ist die meiste Zeit über relativ einfallslos. Viele Kameraeinstellungen kommen einem bekannt vor und alle scheint schon mal da gewesen zu sein. Einzig die sehr lange Kamerafahrt bei der Verfolgung durch das Parkhaus sticht positiv hervor. Hier wurde wirklich gute Arbeit abgeliefert.
Für Freunde von Selbstjustiz-Filmen ist das ganze durchaus ansehnlich, aber nichts wirklich Besonderes.