Wenn ich mir die bisherigen Leserkritiken so anschaue, fällt auf, dass viele den Film als absoluten Flop bezeichnen, merheitlich aus folgenden Gründen: 1. der Film sei nur noch krank (Schwangere als Opfer...), 2. voller Logikfehler und 3. ohne Handlung. Nun möchte ich hier den Film gegen die (teilweise übertrieben) negativen Kritiken verteidigen, denn ich betrachte Inside als einen der besten Horrorfilme überhaupt.
Zu Punkt 1: Entweder man mag Gewalt (genauer gesagt: Splatter) in Filmen, oder eben nicht. Wieso gibt es dann aber einige die wahrscheinlich in zweite Kategorie gehören, sich den Film aber dennoch anschauen und ihn dann als krank abstempfeln (und dann dennoch sagen, sie hätten schon einige brutale Filme gesehen. Welche denn? So viel brutaler war dieser Film auch nicht im Vergleich zu anderen). Oft werden dann auch diejenigen, welche solche Filme mögen, als krank bezeichnet. Purer Schwachsinn, sag ich da nur. Der Film ist eben Fiktion, die Möglichkeit in eine andere Welt zu tauchen und hat nichts mit der Realität zu tun. Es soll jedem sein Ding sein ob er (viel) Blut sehen möchte oder nicht. Um wieder zum Thema zu kommen: Splatterfans werden den Film mögen, der Rest logischerweise nicht.
Zu Punkt 2: Welcher Horrorfilm ist schon logisch und überzeugt mit einer durchdachten Story? (das trifft übrigens auch auf andere Genres zu, so sind zum Beispiel viele Actionfilme sinnfrei) Mein erneuter Ratschlag: Wer Horrorfilme mag, wird diesen Film lieben und kann über (die nicht allzu groben) Logikfehler hinwegsehen, wer nicht, soll die Finger davon lassen.
Zu Punkt 3: Gerade was die Motive der Psychopathin betrifft, wird Neues geboten. Wieso alle auf dem Ende herumhacken, verstehe ich auch nicht. Viele wünschten sich ein Happy End. Dabei würde das die ganze unglaublich dichte und düstere Atmosphäre in der Schlussszene vernichten. Ich habe selten einen so ausdrucksstarken Schluss gesehen wie bei Inside. Man sitzt da und ist schockiert und völlig aufgewühlt. Endlich mal ein Film der nachwirkt und beschäftigt. Dabei sollte es doch nicht negativ gewertet werden, wenn das durch die Brutalität erreicht wird, womit wir wieder bei Punkt 1 wären.
Inside ist so gesehen alles in allem ein (sehr) blutiger Horrorfilm, der nichts Neues erfindet, der aber durch seine düstere, verstörende und packende Inszenierung (mit einer genialen Geräuschkulisse, die enorm viel zu dieser Atmosphäre beiträgt) sich von den anderen Horrorfilmen hervorhebt.
Fazit: Für (die meisten) Horrerfans ein Meisterwerk, denn Inside ist wirklich Terrorkino! Deshalb aber gleichzeitig auch die Bitte an alle die Horrorfilme nicht mögen: Ihr müsst ihn euch nicht anschauen, v.a. nicht um dann zu bemerken, dass (Splatter)Horrorfilme immer noch nicht euer Ding sind.