Illuminati
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Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich gebe zu, dass ich mit etwas gemischten Gefühlen ins Kino gegangen bin, da mich "Sakrileg" seinerzeit nicht wirklich überzeugen konnte.

Die anfängliche Skepsis verflüchtigte sich allerdings relativ schnell, denn "Illuminati" unterhält den Zuschauer von der ersten Minute an und hat trotz seiner Länge nur wenige Momente, in denen die Handlung etwas schleppender verläuft.

Wer Thriller mag wird hier solide und auch lange unterhalten, wer hingegen eine eins zu eins Kopie des Buches sucht, der wird hier nicht fündig.
René81
René81

5 Follower 26 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Zu allererst einmal, kann ich immer noch nicht verstehen, warum die Fortsetzung Sakrileg zuerst abgedreht wurde und dann der eigentliche erste Teil Illuminati.



Aber mal zum Film:



Wer wie ich selbst das Buch gelesen hat, wird von dem Film enttäuscht sein, da einfach nciht diese Spannung und Atmospähre aufkommt, was aber nicht allein die Schuld der Produzenten ist, da sich die Katholische Kirche mal wieder lächerlich anstellt und keine Drehgenehmigungen erteilt (wirklich traurig, aber da merkt man mal wieder woran man bei der Kirche ist) vorallem, da die in dem Buch so toll beschriebenen Bauwerke etc. nicht annähernd zu erkennen sind. Hinzukommt das der im Buch doch sehr dunkle und Charismatische Attentäter leider kaum eine tragende Rolle spielt. Allerdings ist auch die Länge des Films ein Problem, obwohl mit 140 Minuten schon überlänge erreicht ist, kommt es einem vor, als wären es geradr mal 50-60, da der Film ein ständig hohes Tempo hat, und man gar nciht richtig die Storyline geniesen kann. Aber wer die Vorlage nicht kennt, dem sei der Film empfohlen, da er schon recht solide aufgebaut ist.
peter01
peter01

19 Follower 112 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
für einen dvd abend hätte der film gereicht, mehr war das nicht. vielleicht war ich im vorteil, weil ich das buch nicht kannte aber dafür im nachteil wenn ich nicht alles verstanden hab :S trotzdem, so schlecht wie alle sagen, war er dann nun doch nicht!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Eine Romanverfilmung ist meistens gleichwertig oder schlechter als ihre Romanvorlage. Selten sind Verfilmungen besser. So verhielt es sich wahrscheinlich auch mit „The Da Vinci Code“, wo die Filmemacher besonders mit den Dialogszenen zu kämpfen hatten und wirklich alles mit in den Film transportieren wollten. Bei „Illuminati“ haben sie dann doch einen besseren Weg gewählt.



Das fängt schon damit an, dass sich das Team neben Drehbuchautor Akiva Goldsman, der auch das Drehbuch für „Sakrileg“ verfasste, auch den herausragenden David Koepp („Krieg der Welten“ „Spider-Man“ „Echoes“) mit ins Boot holten, der Goldsmans Version erneut überarbeitete. Und zu anderen war Dan Browns „Illuminati“ von der Spannung her, besser konzipiert als „Sakrileg“. Das Drehbuch steht für sich, nimmt sich gelungene Freiheiten und ist kein bloßer Abklatsch eines Romans. Doch haben sich hier und da einige kleine Mankos eingeschlichen. Im ersten Akt steigt der Spannungsbogen, aber um dann wieder im zweiten Akt zu fallen. Nur die Angriffe auf die Heilligen besitzen eine ausgeklügelte Dynamik. Im letzten Akt jedoch werden mächtig viele Hebel in Bewegung gesetzt. Und das nicht nur beim Drehbuch sondern auch bei der Inszenierung.



Das Team um Regisseur Ron Howard hat aus seinen Fehlern gelernt. Zwar hat auch dieser Film inszenatorische Schwächen, aber die werden durch das furiose und atemberaubend spannende Finale auf und über dem Petersplatz wieder wett gemacht. Diese Sequenz gehört zu den besten im ganzen Film. Gelungen sind die Angriffe auf die Papstanwärter, der „Besuch“ in Cern und die Szene in der Bibliothek.



Besonders erwähnenswert ist auch der Score von Hans Zimmer. Er verwendet als Hauptthema das Motiv aus „Chevaliers de Sangreal“ und fügt den Illumati Theme, der bereits im Teaser Trailer zu hören war. Besonders das Opening verursacht Gänsehaut. Auch das Gesamtpaket hat sich im Vergleich zu „Sakrileg“ verändert. Zimmer brilliert mit seinen typischen Elementen des Action Soundtracks, das aber sehr angenehm. Im großen und ganzen ist die Musik dem Score aus „Sakrileg“ qualitativ gleichgestellt.



Tom Hanks ist Robert Langdom. Eben ein Routinier. Ein hoher Wiedererkennungswert. Erwähnenswert ist die Performance von Ewan McGregor. Die anderen Schauspieler fügen sich angenehm in den Film ein.





Fazit: Der Film adaptiert die Vorlage in einer sehr straffen und somit angenehmen Erzählweise. S ist nicht ganz so viele unnötige Längen. Das Drehbuch ist über weite Strecken gelungen, die Inszenierung in den Schlüsselszenen gewagt und der Score ist herausragend.





Lamya
Lamya

1.384 Follower 801 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Der Film ist genau so, wie ich es erwartet habe. Er ist okay. Religion und der kram interessiert mich nicht. Somit hat mich auch der Film eigl. nicht so angesprochen. Ist dennoch ganz nett gemacht. Kann man sich mal anschauen, denke ich.



6/10
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Das Thema eines jeden Thrillers ist die Angst, und Ängste ändern sich.

In den Fünfzigern hatte man Angst vor grünen Männchen, Ende der Sechziger beschwor man die bösen Geister der Technik und in den Neunzigern wetterte man auf die Gespenster der Ökonomie. Die Liste ist lang.



Nun kommt - mal wieder - die Naturwissenschaft. Natürlich müssen unheimliche - weil unverstandene - Experimente herhalten.



Dass in diesen Romanverfilmungen Fiktion und "Wirklichkeit"  verknüpft werden ist blanker Unsinn, wohl eher ein schönes Beispiel paranoider Pseudowissenschaft. Man beruft sich hier auf falsche Quellen und irgnoriert sämtliche Fakten, die der hier verbreiteten Idee zuwiderlaufen würden.





Nun zur bösen Antimaterie:

Im Film wird ein Viertelgramm Antimaterie hergestellt, die beim Kontakt mit Materie alles im Umkreis von rund einem Kilometer vernichten soll. Hier beginnt das Reich der Fiktion: Ein Viertelgramm Antimaterie in einer Flasche kann niemand bauen. Und es wird niemand bauen können,nicht weil es technisch noch nicht möglich ist, sondern weil es prinzipiell nicht funktioniert. Die Schranken setzt die Natur, nicht Technik.



Die Physiker im CERN produzieren sehr, sehr kleine Mengen, die völlig ungefährlich sind für einen extrem kurzen Zeitraum. Während eines Jahres produzieren am CERN die winzige Mengen von ca. 1 Nanogramm Antimaterie, für die im Film erzeugten Viertelgramm würden wir also ca. 250 Millionen Jahre benötigen. Zudem bleibt die Antimaterie nicht erhalten und verschwindet wieder, weil sie wieder zu Energie wird. Zu viel dazu.



Zudem hat man sich in dieser Story wohl verrechnet: Um die Sprengkraft von Antimaterie zu berechnen, setzt man E=mc2 ein.  Allerdings muss man diese Formel „richtig“ anwenden. Sie entspricht ca. 10 Kilotonnen des Sprengstoffs TNT, damit könnte man allerdings ganz Rom und Umgebung pulverisieren. Hinzu kommt, dass Antimaterie als Energie der Zukunft - grundsätzlich - unmöglich ist. Da es in unserer Galaxie keine natürlichen Vorkommen gibt (das ist gesichert), muss jedes Antiteilchen mit ungeheuer viel Energie herstellt werden. Und zwar mit viel mehr Energie, als man dann aus der Materie-Antimaterie Vernichtung wieder gewinnen könnte. Übrigens ist CERN kein militärisches Projekt, sondern ein ziviles. Dort arbeiten (und arbeiteten) mehrere tausend Menschen aus vielen Ländern.



In dem Film wird diese gewaltige Menge (und Energie) in einem Reagenzglas festgehalten und mittels einer Batterie (1) am Ausbruch gehindert. Das ist so flach, dass man es nicht einmal als Metapher durchgehen lassen könnte.





Ich habe nichts gegen Fiktionen, ganz im Gegenteil. Den Anschein zu erwecken, es handle sich um "fundiertes Wissen" ist Volksverdummung aller erster Güte. Viele Leser glauben inzwischen, der Verfasser der Romanvorlage sei Historiker.





Natürlich kann ich in die Bibliothek gehen, wenn ich Fakten will, das ist richtig. Darum geht es aber nicht.



Es geht um die breite Masse und darum was sie glaubt. Es geht darum, dass Pseudowissenschaften immer populärer werden, weil sie einfacher sind und schnellere (aber falsche) "Erklärungen" liefern; und es geht darum, dass die Leichtgläubigkeit der breiten Masse durch solchen Unsinn gefördert wird.





Vielleicht - und das hoffe ich - kommt ihr auch dahinter,  dass hier Geheimnisse offenbart werden, die keine sind.



Und die filmische Umsetzung? Sie hat gerade mal Serienformat. Die Szenen im CERN erinnern sehr an Serien wie CSY Miami oder 24. All die angstvoll-hektischen Menschen, bunt flackernden Bildschirme und die rasanten Kamerafahrten suggerieren den Eindruck, als ginge es im CERN zu wie in einer bondmäßigen CIA Schaltzentrale.





P.S. In einem Interview zu seinem Roman Sakrileg sagte Mr. Brown: „Ich begann als Skeptiker. Als ich mit den Recherchen für den Da Vinci Code begann, dachte ich, dass ich eine Menge von dieser Theorie über Maria Magdalena und das Heilige Blut und diese ganzen Sachen widerlegen würde. Aber ich wurde ein gläubiger Mensch.“







Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Zu erst mal muss ich sagen, dass ich vom Buch nur das erste Drittel kenne; die Story war mir ehrlich gesagt zu abstrus - deshalb hatte ich mich bei einem Film schon auf derartiges eingestellt. Als ich dann aber den Trailer sah, war ich richtig angetan und dachte, einen wirklich guten Thriller geboten zu bekommen (zumal ich von der Sakrileg-Verfilmung eigentlich ziemlich begeistert war!).



Aber wie hier schon mehrmals erwähnt wurde, ist der Film bis an die 40 min Marke sterbenslangweilig! Nach dem ersten Akt kommt der Film dann aber richig in Fahrt und ist spannend, action- und wendungsreich inszeniert. Leider zieht er aber im direkten Vergleich zum Da Vinci Code den eindeutig Kürzeren. Tom Hanks spielt unglaublich gelangweilt, seine hiesige Gefährtin verkommt zum blanken Eye-Catcher und der "Killer", der uns in Sakrileg als Hünenhafter Albino noch gute Schauer über den Rücken jagte ist in Illuminati ein einziger Witz! Am positivsten ist mir Ewan McGregor aufgefallen der scheinbar ein wenig Spaß an seiner Rolle hatte.



Am ärgerlichsten finde ich aber, das im Prinzip nie richtige Stimmung aufkommen will. Der Film ist rasanter und auch actionreicher als sein Vorgänger - aber wo dieser von Anfang bis Ende eine unglaubliche Athmosphäre aufkommen lies, sieht man Robert Langdon in "Illuminati" von einer Kirche zur nächst sprinten ohne dass auch nur einen Hauch von Verschwörungs-/Entdecker-Stimmung zu versrpühen...Schade!



Außerdem War ich vom Score Hans Zimmers mehr als enttäuscht: dieser besteht eigentlich entweder nur aus ganz leisem Geklimper oder oder Ohrenbetäubendem Krach - nur ganz selten schafft er durch eingängige Themen Gänsehautmomente. Ein einziges Mal lief mir ein wohliger Schauer über den Rücken und das war im (wohlgemerkt!) Abspann der Fall, wo uns eine unglaublich ergreifend-melancholische Varition des Sangreal Themas entgegegenhallt - wunderbar!



Was aber im Endeffekt bleibt, ist ein unterdurchschnittlicher Thriller, der zwar durch handfeste Inszenierung (tolle Kamera, guter Schnitt, super Effekte) besticht und auch über weite Teile sehr gut unterhält, aber schon wenige Stunden nach Kinobesuch wieder vergessen wird...
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Ich bin kein The Davinci Code Fan, obwohl ich die Thesen durchaus interessant finde und mich damit auseinandersetzte. Sakrileg hatte für mich eher ruhige Töne, gemächtliche Bilder. Illuminati habe ich mir nur zu liebe eines Freundes angesehen und bin wirklich positiv überrascht. Der Film ist von Anfang an spannend. Was hier als großes Manko, das Tempo, angeführt wird ist bei mir ein großes plus. Dadurch konnte sich keine Sekunde Langeweile aufbauen, ich jagte mit Langdon durch Vatikanstadt. Keine Ahnung wie hoch mein Puls in den Sekunden war. Störend waren eher die ruhigen Sequenzen dazwischen wo ich immer wieder überrascht war wie gelassen sie alle blieben, wie langsam alles von statten ging, obwohl die Zeit davon rannte. Ich hatte den SPOILER ANFANG Camelengo schon bei der ersten Begegnung im Visier der Täter zu sein, weil er zu viel von den Illuminatis wusste. Doch der Film schaffte es von ihm wieder abzulenken, in dem er ihn als wahrlich bestürzten "Sohn" darstellte, stattdessen fielen andere unter Verdacht (Kardinal, Schweizer Garde)SPOILER ENDE Wer ist Freund und wer ist Feind? Atemberaubend waren die Hetzjagd, die Bilder von den Kirchen und dem Petersplatz. Ich litt mit all denen mit, die leider in letzter Sekunde doch ums Leben kamen. Der Profikiller war für mich ernstzunehmend unsympathisch gleichgültig. Das er angeheuert war war schon wegen seinem ständigen Internetkontakts klar. Fehler sind meiner Meinung nach in dem beleuchtetem Geiheimgang zu finden und darin dass der Camalengo ein viel zu großer Sympathieträger ist. Auch scheint er wohl nicht sicher zu sein wofür er nun ist. Erst meint er Wissenschaft und Glauben sollen von ihm den Menschen als Sachen nähergebracht werden, die Hand in Hand gehen. Dann sieht er die Antimaterie plötzlich als Ketzerei? Die Geschichte um die Antimaterie ist abstruss, auch dass die Kälte die Wirkung der Batterie nur um eine Minute verkürzt haben soll... Der Camalengo wird eher als gefallener Engel wahrgenommen... Tom Hanks überzeugte auf ganzer Linie. Ein total sympathischer Held ohne all diesen Heldenschnickschnack. Ihm kauft man ab ein Symbologe aus Harvard zu sein. Der Film ist sehenswert.
udo43
udo43

10 Follower 46 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Das Thema eines jeden Thrillers die Angst, und Ängste ändern sich.

In den Fünzigern hatte man Angst vor grünen (oder den Roten?) Männchen.

Ende der Sechziger beschwor Michael Crichton die bösen Geister der Technik und in den Neunzigern wetterte John Grisham auf die Gespenster der Ökonomie.



Die Liste ist lang.



Nun kommt die Vergangenheit. Und natürlich müssen unheimliche - weil unverstandene - Religionen herhalten.



Dass in Browns Romanen Fiktion und "Wirklichkeit" verknüpft werden ist blanker Unsinn. Wohl eher ein schönes Beispiel paranoider Geschichts-"Wissenschaft". Er beruft sich auf falsche Quellen und irgnoriert sämtliche Fakten, die seiner "These" zuwiderlaufen würden. Wohl aus diesem Grund.



So ist es beispielsweise im Spätmittelalter und in der Frührenaissance üblich gewesen, Johannes den Jünger besonders kindlich-feminin darzustellen. Ein kleiner Blick in die Kunstgeschichte reicht aus, um dutzende Werke dieser Art zu sehen. Den Grund findet man in der Bibel (vielleicht mal lesen!), die ja nun eine der wichtigsten Inspirationsquellen war. Dort steht sogar, dass Johannes der Jünger der Mann war, den Jesus am meisten liebte! War Jesus schwul? Daraus ließe sich wieder eine noch neuere "These" schmieden.



Verfügten etwa all die Künstler dieser Zeit über brownsches "Geheimwissen"? Mysteriös! In Browns populistischen pseudo-historischen Romanen tauchen solche Fakten natürlich nicht auf. Warum auch - die Kasse muss klingeln! Bravo.





Noch ein Irrtum: Die Gralslegende ist erst im Mittelalter entstanden und der einzige Bezug zum biblischen Text ist der von Josef von Arimathäa, der das Blut Jesu in einer Schale aufgefangen haben soll. Selbst wenn man die Schale mit dem Heiligen Gral gleichsetzt, hätte da Vinci

keinen Grund gehabt, diese Schale beim letzten Abendmahl darzustellen, da sie zur Kreuzigungsszene gehört.



Solch einen dumpfbackigen Fehler hätte sich solch ein brillanter Geist nicht erlaubt.





Noch mehr Unsinn: Die Göttlichkeit Jesu wird bereits im Neuen Testament mehrfach angesprochen und wurde in der kirchlichen Orthodoxie nie in Frage gestellt. Das erste Konzil von Nicäa entschied nicht darüber, ob Jesus als Gott oder als Mensch anzusehen sei, sondern stellte fest, dass er mit Gott-Vater „wesensgleich“ und nicht, wie die Arianer behaupteten, nur „wesensähnlich“ sei. Die These, Jesus sei nur als Mensch anzusehen, stand nicht zur Debatte. Brown gibt fälschlich an, die Abstimmung auf diesem Konzil sei äußerst knapp ausgefallen – in Wahrheit gab es nur drei Gegenstimmen zum Konzilsentscheid, während der Rest der anwesenden Bischöfe zustimmte.







Nun zu Illuminati und der bösen Antimaterie:



Im Roman wird ein Viertelgramm Antimaterie hergestellt, die beim Kontakt mit Materie alles im Umkreis von rund einem Kilometer vernichten soll. Hier beginnt das Reich der Fiktion: Ein Viertelgramm Antimaterie in einer Flasche! Zum Glück kann (und wird) so etwas niemand bauen.



Stattdessen produzieren die Physiker im CERN sehr kleine Mengen, die völlig ungefährlich sind. Während eines Jahres produzieren am CERN winzige Mengen von ca. 1 Nanogramm Antimaterie, für die im Film erzeugten Viertelgramm würden wir also ca. 250 Millionen Jahre benötigen. Zudem bleibt die Antimaterie nicht erhalten und verschwindet wieder, weil sie zu Energie wird. So viel dazu.



Zudem hat sich Brown verrechnet: Egal - die Kasse muss klingeln. Um die Sprengkraft von Antimaterie zu berechnen, setzt man E=mc2 ein. Allerdings muss man diese Formel „richtig“ anwenden. In der Tat scheint Brown die Sprengkraft der Bombe um einen Faktor 2 zu klein berechnet zu haben. Sie entspricht in Wirklichkeit ca. 10 Kilotonnen des Sprengstoffs TNT, damit könnte man allerdings ganz Rom und Umgebung pulverisieren. Hinzu kommt, dass Antimaterie als Energie der Zukunft – grundsätzlich (!) unmöglich ist. (Wir sind heute-im Gegendsatz zu "früher" -in der Lage solche grundsätzlichen Erkenntisse zu erhalten.) Da es in unserer Galaxie keine natürliche Vorkommen von Antimaterie gibt (das ist gesichert), muss jedes Antiteilchen mit ungeheuer viel Energie herstellt werden. Und zwar mit viel mehr Energie, als man dann aus der Materie-Antimaterie Vernichtung wieder gewinnen könnte. Übrigens ist CERN kein militärisches Projekt, sondern ein ziviles. Dort arbeiten (und arbeiteten) mehrere tausend Menschen aus vielen Ländern der Welt. Sie gehören natürlich alle einem Geheimbund an, oder die meisten sind nur Handlanger ohne es zu wissen. Na klar, hatte ich vergessen.





Hätte jetzt noch einen Haufen brownschen Unsinn aufzählen können - erspare es mir aber an dieser Stelle.





Ich habe nichts gegen Fiktionen, ganz im Gegenteil, aber den Anschein zu erwecken, es handle sich um "fundiertes Wissen" ist Volksverdummung aller erster Güte. Viele Leute glauben inzwischen, Dan Brown sei Historiker! Danke.



Ein Zusatz wie: "Alle Überlegungen und Thesen sind frei erfunden, nicht fundiert und dienen ausschließlich zu Unterhaltungszwecken" hätte ich vernünftig gefunden.



Wie sagte einst Kant: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen...





In diesem Sinne: Habt Mut und denkt nach - die wirkliche Historie ist übrigens viel spannender!



Vielleicht - und das hoffe ich - kommen einige Leute mal dahinter, dass Dan Brown Geheimnisse offenbart, die keine sind.



Über die filmischen Umsetzungen brauche ich hier nicht zu schreiben, sie haben höchstens Serienformat.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Also, ich habe das Buch gelesen und bin deshalb von dem Film recht enttäusch aber zuerst mal zu den guten sachen.

Also ich fande das der Film sehr gut gemacht wurde also mit Kamara einstellungen und Atmosphäre und dem ganzen Zeug halt. Es wurde auch tels mehr tels weniger erfolgreich versucht spannung aufzubauen. Die Schauspieler waren (fast) immer gut ausgewählt.

Jetzt die schlechten Sachen

also 1. Wurde arsch viel weggelasen und stattdessen sau viel dazu gedichtet. Am enttäuschendsten war der Anfang da sehr viel fehlt vor allem in genf in diesem Labor. 1. Der Robert Langdon ist zu keinem Augenblick in der Anlage selbst drinnen nicht so wie im Buch 2. Der Kohler (Chef der Firma) kommt auch zu keinem Moment vor obwohl er ja eigentlich sehr wichtig ist.

ich könnte da noch richt viel schreiben was alles fehlt/ schlecht umgesetzt wurde aber ich muss jetzt leider Essen gehen xD

ciao mfg Metzger
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