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Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 16. April 2010
Ich wurde in meinen Erwartungen an den Film völlig bestätigt, es würde kein Film mit Pocher sondern um Pocher. Im Grunde spielt er keine Rolle eines "Vollidioten" sondern er benutzt seinen bekannten "Charme" um einen Film zu füllen. Die Geschichte ist im Jahre 2007 bereits als abgedroschen zu bezeichnen und wenn man den Tiltel des Stückes vor die Geschichte legt, sehr geradlinig und vorhersehbar. Es geht um die kleinen Spitzen über gesellschaftspolitische Geschehnisse, die spontanität und einfachkeit seiner Person, welche den Reiz aus macht ihn zu mögen. Wer es nicht tut, der tuts eben nicht. Das der Film sehr unterschiedlich bewertet wird, liegt also nicht an der schauspielerischen oder darstellerischen Leistung des ganzen, sonder einzig und allein um die Person, Standup-Komödianten, Moderator und "Schauspieler" Olliver Pochers. Die Gags sind teils sehr gelungen und ich als ein Kind alter Traurigkeit konnte mal wieder herzlich lachen.
Ich habe den Film gestern in der offizilen Premiere in Köln gesehen und habe schon das Schlimmste erwartet, nachdem ich einige "Expertenmeinungen" gelesen habe.
Wie Psychoteddy bereits angedeutet hat, ergibt sich in dem Film kein richtiger Spannungsbogen, aber -hallo- das ist eine Komödie und einen derartigen Spannungsverlauf erwarte ich daher auch nicht. Fakt ist jedoch, dass der Film die peinlichen Alltagssituation eines Single-Manns größtenteils sehr genau auf den Punkt bringt. Oliver Pochers "Live-Kommentare", z.B. während seines ersten Filmdates sind sogar sehr erfrischend.
Natürlich sind nicht alle Gags wirklich überzeugend, z.B. wirken Herbert Feuersteins Auftritt oder Ollis "Selbstfindungsphase" kurz vor Ende des Films sehr aufgesetzt und gekünstelt, hier muss ich Psychoteddys Meinung widersprechen. Auf der anderen Seite sind jedoch z.B. die Telekom-Persiflage oder die n-tv Beiträge mit sehr viel Liebe zum Detail entwickelt, wirklich witzig und erzeugen durch immer wieder neue Anspielungen einen Wiedererkennungswert. Darüber hinaus bietet Pochers Freund "Flik" eine schauspielerisch sehr gute Leistung.
Fazit: Zumindest in unserem Kino wurde viel gelacht, der Film ist einfach nahe am Leben dran und ich habe mich um einiges besser amüsiert als bei "Wixxer 2" oder "Mr. Bean".
"Vollidiot" ist eine lustige und freche Komödie aus deutschem Lande. Voraussetzung für diesem Film ist aber ganz klar, dass man die Art und den Humor von Oliver Pocher mag, ansonsten wird man es sicherlich schwer haben, Gefallen an diesem Film zu finden. Die Geschichte um den trotteligen Verlierer Simon Peters ist recht witzig erzählt und kann einige Lacher aufweisen. Vor allem in der ersten Hälfte kann "Vollidiot" viele lustige Treffer landen. In der zweiten Hälfte verliert dann der Film jedoch etwas an Fahrt aufgrund der sich aufbauenden Liebesgeschichte bzw. seines Liebeskummers. Schade, da hätte man noch etwas mehr draus machen können! Oliver Pocher spielt dabei in seiner ersten großen Rolle sehr solide und kann einigermaßen überzeugen. Man nimmt ihm die Rolle des tolpatschigen Losers einfach ohne zu Zögern ab. Die Rolle passt halt irgendwie zu ihm!
Alles in allem ist "Vollidiot" eine echt witzige und unterhaltsame Komödie, die vor allem für Fans von Oliver Pocher zu empfehlen ist! Alle anderen werden vielleicht nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen.
die wertung der redaktion ist schon ein wenig hart. natürlich ist der film keine glanzleistung der kinokunst, aber für oberflächliche unterhaltung taugt er allemal...
...und viel mehr sollte man von einer komödie auch erst mal nicht erwarten. komödien mit anspruch und durchgehend guten gags sind doch recht selten.
ich habe das buch gelesen und fand es ganz in ordnung, aber es war auch kein meisterwerk. ebenso wie der film.
grundsätzlich tendiere ich eher dazu die qualität des films nicht vom buch abhängig zu machen und deshalb gibt es von mir sechs punkte.
die gags sind ok bis gut, seltener wirklich gut. viele origenelle einfälle (wurden oben schon genannt) und pochers leistung fand ich besser als erwartet und ich habe einen heidenrespekt davor, dass er sich einen kompletten spielfilm zugetraut hat. anke engelke stellt ihr schauspielerisches talent unter beweis, was nach ihren diversen sketch-shows eigentlich niemand mehr in frage wundern sollte (auch wenn die sketche nicht immer witzig waren).
mehr kann man zum film kaum sagen, denn kamera, schnitt, usw. sind bei so einem streifen wohl zu vernachlässigen.
Fazit: ins kino muss man nicht unbedingt gehen, aber auf dvd kann man ihn sich schon anschauen
Zugegeben: Romanverfilmungen haben einen schweren Stand. Abgesehen von der Kritik des Films an sich, ist in aller Regel die Nähe zum Roman ein eigenständiges Kapitel. Bei "Vollidiot" stelle ich allerdings fest, dass der Film aus jeder Perspektive enttäuscht. Wer das Buch nicht kennt, darf sich über das miese Schauspiel Pochers und die viel zu hektische Inszenierung ärgern. Buchkenner werden verärgert feststellen, dass der an sich sensible, sympathische Chaot Simon im Film nichts weiter als ein nerviger Trottel ist. Hinzu kommt, dass der Film die gesellschaftssatirischen Elemente des Romans kaum aufnimmt. Statt des Versuchs einer vernünftigen Charakterzeichnung beschränkt sich der Film nur auf die Aneinanderreihung möglichst vieler Zoten und Klamauksituationen. Ja, gelacht habe ich natürlich auch. Wer aber richtig lachen will, dem empfehle ich weiterhin das Buch. Dessen Stärke gegenüber dem Film liegt vor allem in der Möglichkeit, die Gedankengänge Simons in aller Ausführlichkeit darzustellen, was noch viel Lustiger ist als die aberwitzigen Situationen, in die sich Simon immmer wieder hineinmanövriert. Schade, dass ausgerechnet Drehbuchautor Tommy Jaud das komplett übersehen hat.