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    Alles, was wir geben mussten
    Durchschnitts-Wertung
    3,5
    128 Wertungen - 10 Kritiken
    Verteilung von 10 Kritiken per note
    2 Kritiken
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    10 User-Kritiken

    PaddyBear
    PaddyBear

    User folgen 26 Follower Lies die 107 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 14. April 2011
    Never let me go ist kein klassisches Drama, es ist eher eine Mischung aus Dystopie und Drama. Der Film wurde von Mark Romanek inszeniert und besitzt mit Carey Mulligan, Keira Knightley und Andrew Garfield ausgezeichnete junge Darsteller die alles in allem die perfekte Besetzung sind. Über die Geschichte an sich erzähle ich ja sowieso nie etwas in meinen Kritiken aber hier mach ich eine kleine Ausnahme. Auch wenn ich inhaltlich nicht viel verraten werde. Die Story ist im Grunde relativ genau aus der Romanform übernommen worden. Kazuo Ishiguro hat einen hochinteressanten und durchaus teilweise anspruchsvollen Roman verfasst. Da ich diesen gelesen habe, bot sich mir natürlich an diese beiden Werke zu vergleichen. Beide Elemente können aber für sich alleine stehen. Eine Thematik wie Klonen ist ja immer ein relativ gewagtes Unterfangen aber Ishiguro zeigt in seinem Roman eine ganz neue Seite aus. Was wäre, wenn die Klone wüssten das sie nur dazu geschaffen wurden um als lebendes Ersatzteillager zu dienen? Wie würde man sich selbst fühlen? Die meisten würden wahrscheinlich darauf schließen das die Klone rebellieren und ihre Freiheit erlangen oder so etwas. Aber genau das tut Ishiguro nicht. Er lässt seine Charaktere dahin vegetieren. Das macht die Faszination des Buchs aus. Natürlich ist es schwer solche intimen Gedankenstrukturen wie die die im Buch herrschen filmisch darzustellen. Aber ich denke Romanek gelingt dies durchaus gut. Zwar schafft er es nicht die Intensität des Buches zu erreichen aber ihm gelingt es (zum Großteil wegen der großartigen Schauspieler) einen ähnlich ruhigen, lethargischen Film abzuliefern. Carey Mulligan ist, wie immer, einfach unglaublich gut. Sie spielt ihren Charakter genau so wie ich mir das vorgestellt hab. Sehr feinfühlig aber auch ruhig und zurückhaltend. Auch Andrew Garfield ist sehr sehr stark. Sein Charakter ist ein wenig problematisch. Aber Garfield glänzt mit verschiedenen Fassetten. Nur zum Ende hin gibt es eine Szene in der er ein wenig übertreibt. Keira Knightleys Rolle ist nicht so groß wie ihr Name aber sie macht ihr bestes aus der Sache. Im Buch wird ihrer Person deutlich mehr Freiraum gegeben. Alles in allem ist der Film wirklich gut geworden, aber sicherlich nicht für jeden geeignet. Wer sich schwer damit tut eine Dystopie zu akzeptieren wird mit dem Film nichts anzufangen wissen. Alle anderen sehr hier ein wirklich gutes Drama.
    Dirk Dreizehn
    Dirk Dreizehn

    User folgen 1 Follower Lies die 2 Kritiken

    1,5
    Veröffentlicht am 10. Februar 2013
    Ein Film mit einer grandiosen Ausgangssituation, eine tolle Idee.....leider schauspielerisch schwach umgesetzt. Aber das ist nicht das, was mich bei diesem Film ärgert. Geradezu nervtötend schlimm ist das schwache Buch. Wer glaubt schon, dass die gezüchteten Menschen sowenig Lebensmotivation, so wenig Leidenschaft entwickeln? Warum fliehen sie nicht, warum gibt es keine Ausreißer? Darüber hätte man einen Film drehen sollen, nicht über dieses gähnend langweilige und somit total unrealistische Leben der Protagonisten.
    Dieser Film ist eine totale Enttäuschung, da war selbst das Ende von "Truman-Show" realistischer und das soll schon etwas heißen. 3von 10 Punkten
    Luke-Corvin H
    Luke-Corvin H

    User folgen 201 Follower Lies die 474 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 25. Januar 2015
    Manche Filme die so eine Handlung haben geht es dann um eine Revolution ein Widerstand (wie Tribute von Panem oder das Buch Vollendet), der Film erzählt eher mehr wie die Menschen darunter leiden.
    Alles, was wir geben mussten ist wirklich eine Traurige Geschichte die aber durch etwas Langeweile zu knabbern hat, aber die wunderbare Besetzung gleicht es ein wenig aus. Wer die Geschichte versteht wird auch sehr viel darüber Nachdenken müssen!
    Lamya
    Lamya

    User folgen 592 Follower Lies die 801 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 1. Mai 2011
    Der Film ist leider nicht ganz so gut geworden, wie ich es erwartet habe. Das soll nicht heißen, dass der Film schlecht ist, allerdings hat der Film mich nicht wirklich stark berührt. Die Geschichte ist sicher traurig, aber man hätte da sicher noch viel mehr rausholen können. Trotzdem im ganzen ein guter Film. Kann man sich ansehen.

    6/10
    Jimmy v
    Jimmy v

    User folgen 240 Follower Lies die 506 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 19. Dezember 2013
    Ich muss auch sagen, dass die sehr interessante Ausgangsidee von "Alles, was wir geben mussten" nicht konsequent ausgenutzt wird, und hier mehrheitlich nur für ein Liebesdreieck dient. Sicherlich auch nicht auf eine schlechte Weise, oder von den jüngsten wie jungen Darstellern schlecht verkörpert. Aber wenn es heißt das Buch sei viel genauer, fragt man sich schon, ob man sich nicht genauer an dieses hätte halten sollen. Es ist eine Sache vieles nur anzudeuten und der Fantasie des Zuschauers zu überlassen: in der Kinderzeit klappt das, bedingt durch das Gelände es Internats, noch sehr gut. Aber später fragt man sich dann zwangsläufig einfach warum die Klone ihr Schicksal so bereitwillig akzeptieren, wenn sie sich der Außenwelt ausgesetzt sehen, die sie zum Frage-stellen einlädt. Ein solches Motiv gibt es in jeder Geschichte über die Andersartigen in einer Gesellschaft. Wie "Alles, was wir geben mussten" diese ignoriert, ist entweder pur gewollt, um die Eigenartigkeit der Protagonisten zu erklären, oder aber schwerwiegend vernachlässigt. Leider spricht es eher für letzteres.
    Das ist, wie gesagt, schade. Denn formal stimmt alles. Zu loben sind insbesondere noch die sehr schönen, poetischen und unaufgeregten Bilder. Ja, schlichtweg auch dieser ruhige Atmosphäre ist schon ein großer Pluspunkt. Aber irgendwie bleibt es, in Kombination mit dem Rest, schal.
    Fazit: Nichts gegen eine offene, den Zuschauer zum Nachdenken einladende Erzählweise! Doch "Alles, was wir geben mussten" wirkt wie eine große, verpasste Chance. Übrig bleibt nur ein Liebesfilm.
    aeylino
    aeylino

    User folgen 2 Follower Lies die 29 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 5. August 2015
    Großartiger und bewegender Film der zum Nachdenken anregt. Mir gefällt die entspannte und ruhige Erzählweise. Ausnahmsweise wird diesmal nicht über die Ausreißer oder Rebellen erzählt, sondern um die, die sich mit ihrem Schicksal versuchen abzufinden. Das betrifft im Film nämlich auch die Mehrheit der Menschen.
    Die Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Traurigkeit kann einem nicht entgehen und ich schätze genau das war die Absicht des Regisseurs.
    Wertschätzung und Dankbarkeit wird vermittelt, was mir gut gefällt. Wer hier einen Film mit Action oder Helden erwartet wird enttäuscht.
    Die Schauspieler sind gut gewählt und verkörpern die Charaktere sehr glaubhaft. Am besten finde ich die darstellerische Leistung von Keira Knightley, weil sie besonders authentisch wirkt.
    Fazit: Sehr sehenswert und regt zum Nachdenken an!
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 4904 Follower Lies die 4 493 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 20. August 2017
    Da muß ich jetzt mal schwer nachdenken … die Story von Menschen die als Klone zusammenleben und irgendwann „ausgeschlachtet“ werden hab ich schon mal irgendwo gehört … RICHTIG! So wäre „Die Insel“ geworden wenn sie eine Handlung gehabt hätte! Aber der Unterschied ist: „Die Insel“ war ein fetter Blockbuster mit Stars und sehnerverschütternder Action – dies ist die intellektuelle Fassung in der zwar auch ein paar prominente Gesichter auftauchen, aber das Ganze sit dann eher ein bleischweres Drama. Zumal es keine Flucht gibt sondern die Betroffenen ganz genau wissen was ihr Leben und ihr Schicksal ist und so sind die Folgen mehr ein paar Eifersüchteleien und unerfüllte Liebesgeschichten untereinander. Dem muß man aufmerksam folgen, was mir leider so nicht gelungen ist: ich fand den Streifen bleischwer und anstrengend, hab auch die tiefere Bedeutung so nicht aufgeschnappt. Das wird anderen sicherlich viel besser gelingen, darum mache ich die Nummer nicht restlos runter. Nur weil sie mir nichts gegeben hat kanns bei anderen ja durchaus anders sein. Zumal Carey Mulligan und Keira Knightley eigentlich nie verkehrt sind.

    Fazit: Trist, bleischwer und ungemütlich, aber emotional gespielt und mit tragischer Komponente!
    Nella31091
    Nella31091

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    5,0
    Veröffentlicht am 12. Mai 2013
    Einer der besten Filme die ich gesehen habe.
    Absolutes must have!
    Alleine diese Theatralik die den ganzen Film herrscht.. Diese Hoffnung und dann dieses traurige Ende... Ein Verlauf gegen den man nichts machen kann
    Henri B.
    Henri B.

    User folgen 1 Follower Lies die Kritik

    2,5
    Veröffentlicht am 4. Dezember 2013
    Nachdem ich bereits Ishiguros Buch "Never Let Me Go" gelesen hatte waren meine Erwartungen an den Film sehr hoch. Das Buch bietet eine berührende mehrdimensionale Story die den Leser mit den Protagonisten mitfühlen lässt und zum Nachdenken Anregt. All das fehlt leider im Film. Während der Film nur das Liebes-Dreieck zwischen Kathy, Tommy und Ruth beleuchtet und jegliche Spannung aus der Handlung nimmt hat Ishiguro es in seinem Buch geschafft mit dem leser das selbe zu tun, das auch mit den Protagonisten geschieht. Bis zum letzen drittel des Buches hat man zwar eine ungefähre Ahnung weshalb die scheinbar Idyllische Umgebung des Internats von einem schlechten Bauchgefühl überschattet wird, es wird aber nichts genaues verraten. Der Film nimmt nicht nur die spoiler: Klon und Organspende
    Thematik bereits nach 15 Minuten vorweg, sie wird auch noch vollkommen vernachlässigt, so dass aus Ishiguros brillant geschriebenem Werk über Liebe, die Probleme der modernen Gesellschaft, der Wissenschaft und über uns als Menschen ein langweiliges Liebesdrama mit flacher Story wird, die das Potenzial der Buchvorlage bei weitem nicht nutzt.
    "Alles, was wir geben mussten" wird so zu einem Film den man sich zwar gut an einem Sonntag nachmittag zum Zeit totschlagen ansehen kann, was vor allem dem grandiosen Cast zu zu schreiben ist! , zum nachdenken wird hier aber kaum angeregt und von Spannung fehlt jede Spur, Schade.
    Belbo
    Belbo

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    5,0
    Veröffentlicht am 30. August 2020
    Nun, viele finden den Film langweilig oder schlecht. Aus dem einzigen Grund heraus, dass ihre Erwartungshaltung nicht erfüllt wird. Ein Reisser will der Film dabei gar nicht sein. Er lebt von der, manchmal gespenstischen, Realität, die er schildert..

    Kinder werden so indoktriniert, dass sie aus ihrem Verhalten und ihrer "Lebensrechtfertigung" nicht mehr heraus kommen. Aber das ist nur einer der gezeigten Mechanismen. Der gesellschaftliche Konsens über die Nützlichkeit der Klone. Die Absprechung des Menschseins und die Betonung der Anders- und Minderwertigkeit der Klone. Selbst die sogenannten "Gutmenschen" wollen den Klonen nicht helfen, nur forschen, ob sie eine Seele haben und daher eine gute Aufzucht brauchen. -Und sie sind furchtbar stolz auf dieses Engagement...

    Gezeigt wird eigentlich eine Gesellschaft. Die Klone sind lediglich die Aufhänger, ein Beispiel, wenn auch brillant dargestellt.

    Warum sich die Klone nicht wehren, warum sie keinen Aufstand beginnen (natürlich siegreich, damit es dem Zuschauer gefällt)? - Weil genau das die Realität ist, die wir auf's Brot geschmiert bekommen, und diese Erkenntnis zu vermitteln, ist der Sinn des Films oder des Buchs. Wie ist es gesellschaftlich möglich, einen Teil dieser Gesellschaft zu unterdrücken. Absprechen der Menschlichkeit, Betonung der Minderwertigkeit, die gesellschaftliche Übereinstimmung ihrer Nützlichkeit, aber auch die Hilflosigkeit der Unterdrückten durch Indoktrination, Ohnmachtslosigkeit der Gefühle und Trägheit der Massen. Einzelne "Rebellen" mag es immer geben.

    Unrealistisch? Wie lange war in Europa Sklaverei selbstverständlich, wie lange in der Neuzeit die Sklaverei in den USA? Wie lange wurden Menschen im Mittelalter in ihren hineingeborenen Stände gezwungen? Wie lange waren Arbeiter zweitklassige Menschen, in den Augen anderer natürlich? Wie lange waren es Frauen, die eingeschränkt wurden? - Auf die Juden will ich gar nicht mal eingehen, das würde in seiner Gesamtheit den Rahmen sprengen.
    Sicher gab es da Aufstände, aber angesichts der langen Zeit in denen diese Unterdrückungen existierten, sehr sehr wenige.
    Warum? -Lest das Buch oder schaut den Film mal unter diesem Aspekt.
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