Trust - Die Spur führt ins Netz
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Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 17. November 2024
"Trust" von David Schwimmer aus 2011 behandelt ein leider immer noch aktuelles Thema: Das Internet als Plattform für Pädophile, Kontakte mit Minderjährigen herzustellen. Es wird die Geschichte von Annie (14) erzählt, die sich im Netz in den 16-jährigen Charly verliebt, der sich bei einem Blind Date als 35-jähriger Mann entpuppt. Das Treffen gipfelt in einer Vergewaltigung von Annie.
Ein überaus ernstes und unappetitliches  Thema, von dem ich dachte, dass es der anfänglich als Highschool/College-Film konzipierten Inszenierung, an Tiefe und Konsequenz mangeln könnte. Dem ist jedoch nicht so, die Vergewaltigung stellt eine absolute Zäsur nicht nur im Leben des Opfers dar. Schwimmer legt den Fokus auf die psychologischen Auswirkungen der Tat. Was macht das mit einer intakten Familie?
Dank der sehr überzeugenden schauspielerischen Leistungen von Clive Owen (Vater), Catherine Keener (Mutter) und insbesondere Liana Liberato (Annie) gelingt es, ein fesselndes Drama entstehen zu lassen.
Das etwas abrupte Ende ist an bösem Zynismus kaum zu überbieten und schließt den Film für mich hervorragend ab.
Brave Albar
Brave Albar

16 Follower 240 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 14. November 2024
Schwieriges Thema langweilig umgesetzt (auch wenn sich die Darsteller gut in Szene setzten), so dass eher eine hilflose Milieustudie einer kranken Gesellschaft entstand.
KritischUnabhängig
KritischUnabhängig

110 Follower 216 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 4. Januar 2012
Das Kinojahr 2011 war prall gefüllt mit starken Dramen. Exemplarisch dafür seien nur einmal "Black Swan", "The Kings Speech", "The Fighter", "Brothers" und "Rabbit Hole" erwähnt. In diese Riege von Filmen reiht sich nahtlos auch "Trust" ein, wie ich finde. Dieser Film erzählt sicher nicht die ganz große Geschichte und hat auch nicht die Publicity, aber er punktet mit einer Thematik, die heutzutage allgegenwärtig und deshalb immens wichtig ist. Regisseur David Schwimmer widmet sich dem Thema "Internetkontakte" intensiv und glaubwürdig. Der weitere Verlauf der Handlung wird zunehmend emotional und dramatisch. Dass diese Atmosphäre auch den Zuschauer erreicht, liegt vor allem an den Darstellern, die ihre Sache gut bis hervorragend machen. Besonderes Lob verdient Liana Liberato, die das 14-Jährige Opfer Annie bemerkenswert authentisch verkörpert. "Trust" gehört für mich zu den besten und wichtigsten Filmen 2011 und hat etwas mehr Öffentlichkeit verdient.
aeylino
aeylino

5 Follower 30 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 13. Juli 2015
Spannender und aufregender Film über Bekanntschaften im Internet und deren mögliche Folgen.
Clive Owen spielt überzeugt den Vater im Film. Durchgehend hält die Spannung an, allerdings steht nicht die Jagd nach dem Täter im Fokus sondern das Verhalten des Mädchens und dessen Beziehung zu ihren Eltern.
Das Ende des Films hat mich etwas enttäuscht, weil das Mädchen zwar endlich begriffen hat aber der Täter weder gefasst noch irgendein finales Update gegeben wurde. Es schien mir unvollständig.
blutgesicht
blutgesicht

174 Follower 292 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 26. November 2011
Mir war der Film ein wenig zu lahm und ich bin auch kein Fan von dieser Art von Problematik in unserer heutigen kranken Welt.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 16. September 2017
Das dürfte so ziemlich der Film sein den man am wenigsten von David Schwimmer erwartet hätte – der Mann scheints wie Ben Affleck zu machen. Als Darsteller brauchbar, aber nicht unbedingt der facettenreichste Akteur, erweist aber im Stillen einen großartigen Sinn für die Arbeit auf dem Regiestuhl. Wobei der Film in den Videotheken oder bei jedem der ihn in die Finger bekommt ohne den konkreten Inhalt zu kennen vollkommen falsche Erwartungen wecken kann was insbesondere am Cover liegt welches Clive Owen mit angelegter Wumme zeigt. Es gibt zwar wirklich eine Szene wo er in einen Waffenladen geht, aber das wars auch schon damit. Nein, ansonsten zeigt der grausig realistische Film wie ein junges Mädchen sexuell missbraucht wird und die Folgen dessen Umfeld zu zerstören drohen. Dabei ist auch keine schwarz weiß Malerei zu finden: die Tochter verhält sich widersprüchlich indem sie den Täter in Schutz nimmt, der Vater meint es zwar eigentlich nur gut, aber sein rasender Zorn entfernt ihn zunehmend von der Tochter und auf ein konventionelles Finish bei dem der Täter gestellt wird oder sich gar einen Kampf mit dem Vater liefert wartet man ebenso vergebens. Hier hat man eben nur das Portrait des Scherbenhaufens, gefühlvoll und sehr lebensecht eingefangen. Daher kein Unterhaltungsfilm für den erholsamen Feierabend, aber sehr wohl intelligentes, spannendes Dramakino welches hierzulande nur auf DVD erscheint.

Fazit: Schmerzhaftes Drama, sensibel gespielt und bedrückend nah an der Realität!
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2012
Dieser Film ist ein starkes und intelligentes Drama, das von David Schwimmer (TV-Serie "Friends") nicht nur eindrucksvoll inszeniert wurde, sondern durch ein fantastisches Skript glänzt. Die Geschichte schafft es, dem Zuschauer in den letzten paar Minuten den Boden unter den Füßen wegzuziehen und ihn beispiellos zu beeindrucken. Ein Film, der in unsere Zeit gehört und dringend ein Publikum benötigt.
Auch auf der Schauspielerseite ist alles in bester Ordnung. Catherine Keener als Mutter Lynn und Viola Davis als Sozialarbeiterin sind überzeugende Schauspielerinnen und Liana Liberato macht als Annie eine durch und durch authentische und eindrucksvolle Figur. Nur Clive Owen enttäuscht in emotionalen Szenen, kann aber Wut, gepaart mit Verzweiflung herausragend darstellen.

"Trust" ist ein wichtiges und stimmig inszeniertes Drama geworden. Sehr zu empfehlen für nen gemütlichen Filmabend ;)
StevesLounge
StevesLounge

6 Follower 23 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. Januar 2012
Der Schein trügt:
Aus dem Cover und der Rückseite geht ein Rachefeldzug gegen einen Kinderschänder hervor. Die Waffe auf dem Bild lässt angesichts der Story ein Blutbad erwarten. Denn die junge Tochter des Hauptdarstellers wird von einer Internet-Bekanntschaft erst hinter's Licht und dann ins Bett geführt. Doch aus dem erwarteten Action-Thriller wurde ein Melodram, in dem die zu zerberstende Familie und die zerrüttete Seele des Mädchens in den Fokus rückt.
Der Eindruck des Covers ist nur in wenigen Sekunden real: In einer 20-sekündigen Sequenz einer Traumvorstellung des rachelosen Vaters.
Als Thriller zu fad, als Action zu lahm, als Drama genau richtig.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 18. Januar 2012
Für mich, neben dem deutschen "Homevideo" ein guter Film zur aktuellen "Kinder/Jugend/Internet"-debatte. Was mich allerdings unheimlich stört ist dieses auf Action getrimmte "Owen mit Knarre" Cover was einfach nur reisserisch wirkt und dem Film definitiv nicht gerecht wird. Besonders der innere väterliche Konflikt wird sehr gut deutlich.
Stylomagic
Stylomagic

2 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 23. Juni 2025
Der Film hat bei Amazon nur eine Bewertung und das trotz Starbesetzung. Die Bewertung hat vier Sterne. Es ist ein sehr schweres Thema und ich vermute, dass der Film deshalb recht wenig bekannt und gesehen wird.

Ich habe mir hier sehr viel Zeit genommen für die Beschreibung des Films, denn ich finde er verdient seine fünf Sterne. Es gibt in dem Film kein Happy End, genau wie im echten Leben, wenn es um pädophile Straftäter geht. Wir sehen wie Chalie außerhalb seiner ungeheuren Taten den Familienvater, Ehemann und Lehrer spielt. Er wird als rechtschaffender Bürger gezeigt. Dieses Ende ist es, was die meisten wohl nicht verstehen. Aber genau das ist, was ich persönlich so gut finde. Dieser Film beschöhnigt nicht, er zeigt wie es in Wirklichkeit abläuft. All das was wir uns bei der Thematik wünschen, nämlich, dass Chalie gefasst wird und eins auf die Fresse kriegt und auch wie sehr sich Annie gewehrt haben muss, als sie vergewaltigt wurde, sehen wir in den Phantasien ihres Vaters, aber eben nicht im realen Leben. Was wir jedoch sehen, sind immer wieder Bilder von jungen Frauen, die in knapper Kleidung lasziv posieren. Sowohl auf den Bildern, die der Vater in der Werbebranche vor sich hat, als auch auf einem Plakat in der Mall. Der Zuschauer soll nur als Beobachter zusehen und verstehen, dass Annies Leid schon weit früher angefangen hat, als bei der Vergewaltigung. Der Vater segnet die Bilder ab, mit dem Spruch: "Das ist doch eine Bekleidungsfirma, wieso trägt da keiner ein Hemd?" Aber er segnet es ab. Annie kriegt auch ein Top von ihrem Bruder geschenkt, das sehr aufreizend ist zu ihrem 14. Geburtstag. Dieses trägt sie auch zum Treffen mit Charlie. Sie sagt zu ihm im Hotelzimmer als sie die Dessous trägt, die er ihr mitgebracht hat: "Hoffentlich bist du nicht enttäuscht." Der Film zeigt genau auf, wieso sich junge Mädchen so verletzlich fühlen. Sie sind mit einer Ladung an Bildern konfrontiert, die den weiblichen Körper als ein Objekt zeigt. Sie sagt zu Charlie, dass sie ihren Körper komisch findet. Das objektivieren des weiblichen Körpers, führt zu Verunsicherung, ob der eigene Körper auch schön genug ist und ein Mann, der das Objekt betrachtet, darf ihn bewerten. Und Charlie bestätigt ihr, dass ihr Körper schön ist. Die Tat an sich läuft friedlich ab, Annie sagt nein, doch Chalie flüstert auf sie ein. Als sie von ihrer Freundin, die sie beide in der Mall gesehen hat, konfrontiert wird, gesteht Annie dass sie Sex mit Charlie hatte. Sie sagt, sie haben miteinander geschlafen. Sie ist sich sicher, dass es sich dabei um Sex mit beidseitigem Einverständnis handelte. Erst als ihr Bilder von anderen Mädchen gezeigt werden, andere kleine Mädchen wie sie, die von Charlie genauso hintergangen und benutzt wurden, erkennt sie was wirklich passiert ist. Sie fährt zu ihrer Therapeutin und bricht zusammen und das ist wohl die bewegendste Szene im Film.

Ihr Vater macht auch eine Wandlung durch. Zuerst voller Wut auf Chalie und nach eigenen erfolglosen Ermittlungen, schlägt er einen anderen Vater, weil dieser seine eigene Tochter beim Volleyballspiel filmt. Zum Schluss des Films sehen wir das Gespräch zwischen Annie und ihrem Vater. Zum ersten Mal, ein ehrliches Gespräch, indem der Vater nicht mehr Annie die Schuld daran gibt mit Chalie mitzugehen, sondern sich selbst, weil er sie nicht beschützen konnte. Und nun ist es Annie, die ihn tröstet.

Der Film endet mit einer Froschperspektive, der Sohn von Charlie hält die Kamera, während Charlie seinem Schüler, einem 14 jährigen Jungen und deren Eltern seine Frau und Sohn vorstellt. Die Froschperspektive, so wie die Datum und Uhrzeitanzeige auf der Kamera sind identisch mit denen als Annie im Hotel von Charlie vergewaltigt wird. Auch dort sehen wir die Kamera von unten filmend, während Charlie sich über Annie auf dem Bett beugt und sie unter seinem Körper begräbt. Diese Szene, auch wenn sie den Schluss bildet und wir zusehen wie Charlie davonkommt, ist jedoch nicht so entscheidend wie die Szene davor, in der Annie ihre Stärke unter Beweis stellt und ihren Vater tröstet.
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