Die Geschichte ist an sich nicht schlecht, das Hauptproblem ist allerdings, dass sie viel zu behäbig und schwerfällig erzählt wird. Die Charakterexposition funktioniert noch ganz gut, man findet die Jungs alle einigermaßen sympathisch – obwohl es gewalttätige Kriminelle sind. Hier läuft also alles erstmal ganz gut. Nur dann passiert halt einfach nichts, bzw. das, was passiert wird so lahm inszeniert, dass der ganze Film stellenweise stark narkotisierend wirkt. Zudem wirkt diese konstruierte Liebesgeschichte auch sehr aufgesetzt und wenig authentisch.
Dennoch liefert uns der Regisseur starke, eindrucksvolle Bilder, die so ihre ganz eigene Ästhetik haben und irgendwie der einzige Grund sind, dass man den Film überhaupt bis zum Ende schaut. Auch wenn kein echtes 80ies-Feeling rüberkommt, so sind doch die Settings und die Setpieces sehr ansprechend, oft sehr farbenfroh und in jeglicher anderer Beziehung einfach bunt. Was allerdings wirklich nervt, ist die musikalische Untermalung: Bis auf ganz wenige Situationen sind die ausgewählten Songs dermaßen unpassend, dass es fast schon schmerzhaft ist. Keine Ahnung, wer da für die Musik verantwortlich war, aber hier stimmt wirklich gar nichts, die gezeigte Stimmung hat überhaupt nichts mit der Musik, die wir hören, zu tun. Aber vielleicht ist das auch Absicht und diese Dissonanz hart irgendeinen künstlerischen Mehrwert...?? (naja, glaube ich eigentlich nicht!)
FAZIT: Mit über 2 Stunden Laufzeit unfassbar langweilig erzählte taiwanesische Gangsterballade, die außer schönen Bildern eigentlich nicht wirklich etwas zu bieten hat. Eher nervig, als interessant, eher blöde als gut. Keine Empfehlung von mir, auch nicht für die hartgesottenen Asia-Kinofans.