Hmmm.... der hat mich irgendwie nicht erreicht, obwohl ich solche Filme eigentlich ganz gerne sehe... Die Actionszenen waren mir zu lieblos hingeschlonzt. Da komt keine Spannung auf, außerdem sind sie schlecht inszeniert. Die Kamera ist viel zu statisch, das ganze Geschehen ist vollkomen undynamisch und die Kampfhandlungen wirken zu beleibig. Außerdem war der Ton viel zu dünn, das Geballer passt nicht zu den Bildern. Zudem ist dieser Krieg hier nahezu komplett blutleeer, es ist wirklich (außer den üblichen Schrammen an gut sichtbaren Körperteilen) kein einziger Tropfen Blut zu sehen... Muss ja auch nicht, fällt aber bei einem Film wie diesem extrem auf (immerhin FSK16!).
Zudem sind die Charaktere völlig austauschbar! Lediglich Djimon Hounsou, dessen Talent hier in dieser Rolle vollkommen verschwendet ist und der auch sichtlich unterfordert und gelangweilt wirkt, hat so etwas wie ein Profil, die anderen sind halt irgendwelche dahergelaufenen Söldner, da ist es einem dann auch schnell egal, ob da einer stirbt oder nicht. Und auch Diane Kruger ist jetzt nicht so die Charakterdarstellerin, die sie gerne wäre, obwohl - und ich räume das nur ungern ein - ihre Leistungen hier durchaus passabel sind.
Die Feinzeichnung der antagonistischen Masse, die manch einer hier sieht, ist mir nicht aufgefallen. Tatsächlich ist das Feld der Figuren hier so scharf wie nie voneinander abgegrenzt. Es gibt halt die Guten und die Bösen. Die Guten agieren stets besonnen und moralisch korrekt, die Bösen sind einfach Wilde ohne Kultur, die nicht selbständig aufs Klo gehen können und einfach nur Kanonenfutter.
Exemplarisch für den ganzen Film sei die Actionsequenz bei 0:53 genannt. Die Franzosen stehen einfach so im Feld (ohne Deckung ohne sonstwas) und ballern auf die anstürmenden Taliban, die nichts Besseres zu tun haben, als völlig planlos wie kopflose Hühner in diesen Kugelhagel reinzurennen. Dann, nachdem 20 oder keine Ahnung wie viele von denen gekillt wurden, drehen die übrigen ab, um ihrem Boss (der in der Synchro akzentfreies Deutsch spricht) in akzentbeladenem Deutsch (sic!) mitzuteilen "Das da sind Dämonen". Kurzerhand erschießt der Boss den Aufmüpfigen und schickt die anderen wieder zurück ins Gefecht. Tja, so läuft das eben heutzutage.
Aber grundsätzlich hab ich auch nicht mitbekommen, wieso von oberster Regierungsstelle ein mehrköpfiges Söldnerteam losgeschickt wird, um eine einzige Journalistin, die zudem durch eigenes Verschulden in Gefangenschaft gekommen ist, zu befreien. Was soll das? Wieso ist die Frau denn so wichtig? Kann aber auch sein, dass ich da einen Teil verpasst habe, ich fürchte aber, das ist nur ein weiteres Logikloch in diesem löchrigen Film.
FAZIT: Klischeebeladenes, belangloses kleines Söldnerfilmchen, dem es ebenso an Logik wie an überzeugenden Actionsequenzen mangelt. Schwache schauspielerische Leistungen und ein Drehbuch, das Handllung für 30 Minuten hergibt, aber auf 105 Minuten aufgebläht wurde, tun ihr Übriges. Daher gibt's von mir hier an dieser Stelle keine Empfehlung.