Megan Is Missing
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4,5
Veröffentlicht am 28. August 2025
Ach du scheisse! Da war ich jetzt nicht drauf vorbereitet!
Der Film geht relativ belanglos los, wir lernen die beiden Teenager Amy und Megan kennen, hauptsächlich über ihr Geskype und Amys Videkamera. Dabei werden die üblichen Teenie-Themen ausgetauscht, wobei schon schnell klar wird, dass die beiden Mädchen sehr unterschiedlich sind, aber durch eine sehr enge Freundschaft dennoch sehr verbunden. Die Gespräche (vor allem von Megans Seite) sind streckenweise sehr explizit, aber jetzt nicht völlig absurd oder an den Haaren herbeigezogen. Das Unverständnis so mancher hier ob der Direktheit von Megans Darstellungen (Vergewaltigung durch ihren Stiefvater, ihr erster Blowjob mit 10) kann ich nicht nachvollziehen, da sie für die Exposition des Films bedeutsam sind und uns die Lebenswelt der Mädchen näherbringen.

Dann tritt diese dubiose Person "Josh" ins Leben und ab da kippt der Film... Wir als Zuschauer werden natürlich ob des Titels schon misstrauisch und wundern uns, wieso der Typ sich nicht zeigt sondern nur ein Foto schickt...

Eins kommt zum andern, es kommt, wie es kommen muss... okay, so weit, so erwartbar. Dennoch führt uns der Film ab da immer tiefer hinab in die Abgründe menschlicher Bösartigkeit und dann kommt die letzte Phase, die letzten 22 Minuten. Ich hab ja in meiner Filmhistorie schon som einiges gesehen, aber was mir hier vorgesetzt wurde, habe ich in dieser Form, in dieser Intensität und in dieser Abartigkeit noch nicht gesehen... Holy shit!!! Ich hab selbst zwei 16-jährige Töchter und werd heute sicher eine schlaflose Nacht haben.

FAZIT: Sicherlich wurde der Film nochmal durch soziale Medien enorm gehyped und hat dadurch jetzt noch einmal eine gewisse Berühmtheit erlangt (nachdem er zur Veröffentlichun seinerzeit nahzu unbeachtet geblieben war!). Das ändert aber nichts daran, dass es sich um denn intensivsten, verstörendsten und schockierendsten Found Footage-Film handelt, den ich in den letten 15 Jahren gesehen habe! Zarte Gemüter sollten auf jeden Fall die letzten 25 Minuten weglassen oder gleich einen Bogen um den Film machen... Für hartgesottene Genrefans (bin ich einer?) aber eine unbedingte Empfehlung! Muss man gesehen haben!

.: Der Film wird eingeleitet mit "Based on true events", ist aber natürlich fiktional. Nichtsdestotrotz passieren diese Dinge auch in Wirklichkeit, das dürfen wir niemals vergessen! Manchmal braucht es solche Filme, um uns daran zu erinnern.
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