Nach „Unknown Identity“ folgt mit „Non-Stop“ die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur Jaume Collet-Serra und Hauptdarsteller Liam Neeson. Auch der Kameramann ist mit Flavio Martínez Labiano jeweils derselbe.
Bill Marks (Liam Neeson) ist Sky Marshall. Er hat ein Alkoholproblem und seine Tochter spukt ihm im Kopf herum. Zumindest beim Start eines Flugzeugs hat er trotz eines Schlucks aus der Pulle Flugangst, so auch bei einem Transatlantikflug, während seine Sitznachbarin Jen Summers (Julianne Moore) ihm gut zuredet. Marks erhält Kurznachrichten. Der Schreiber droht, alle 20 Minuten jemanden an Bord umzubringen, wenn nicht 150 Mio. Dollar auf ein bestimmtes Konto in der Schweiz überwiesen werden. Jeder an Bord ist verdächtig. Auch der Sky Marshall selbst, denn das genannte Konto läuft auf ihn.
Liam Neeson ist spätestens seit „96 Hours“ (2008) auch als Action-Held der heutigen Zeit gern gesehen. Gut gebucht war er schon lange, oft für historische Themen. Und den Sky Marshall spielt er, wie man ihn sich wünscht. Seine Entschlossenheit und die Momente voller Betroffenheit meistert Neeson mit Bravour. Da fährt die Kamera gerne näher heran, um alle Zuschauer zu überzeugen, dass der Ire, der inzwischen die 60 überschritten hat, z.B. Mel Gibson um einiges voraus ist. Ihm steht die gewohnt ausstrahlungsstarke Julianne Moore zur Seite. Und Michelle Dockery hinterlässt als Flugbegleiterin Nancy ebenfalls einen guten Eindruck.
Die Protagonisten sind in eine gut geschnittene Szenerie voller gelungener Handarbeit gesetzt worden. Ohne Schnörkel werden schon vor dem Flug durch Bill Marks Augen potentielle Verdächtige in Augenschein genommen, um den Kinobesucher auf Seiten des Helden teilhaben zu lassen. Das ist zwar etwas simpel, aber erleichtert das spätere Setzen von Verwirrungen. Dagegen ist der tödliche Kampf in der engen Flugzeugtoilette findig fotografiert. Die Texteinblendungen im Smartphone-Sprechblasen-Stil unterstützen das flüssige Ansteigen der Spannung und erfolgen in der synchronisierten Fassung in deutscher Sprache. Die Verzweiflung des Sky Marshalls wächst, denn der Erpresser hält sich an seine Vorgaben und bleibt unbekannt. Später sind auch bisher Unverdächtige wie Jen im Kreis der möglichen Täter. Die Kamera bleibt immer bei der Sache und meistens bei Bill Marks. Mit kleinen Logikfehlen gespickt, nimmt der packende Plot mit 20-Minuten-Takt einen Lauf, der ein Wettrennen zwischen Vertrauen und Diskreditierung wird und nicht zu Action-lastig inklusive Kinderbetreuung und passendem Soundtrack bis zum Ende fesselnd bleibt. Das Publikum zittert mit und mag nicht glauben, dass der Sicherheitsmann vielleicht doch selbst der Böse ist.
Nicht in klassischer Art und Weise wurde der purzelbaumschlagende Service-Wagen eingefügt, was leider jeder Zuschauer sehen kann. Wer einen weiteren Beweis haben möchte, dass das Budget der laut IMDb 50 Mio. Dollar teuren Produktion bezüglich der Visualisierung stellenweise falsch eingesetzt wurde oder nicht ausgereicht hat, muss nur auf den Moment nach dem Showdown warten.
Wer den Verwirr-Thriller „Unknown Identity“ mochte, wird auch hier gut unterhalten.
So muss Kino sein. Packend und spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Sicher man kann sich über das leicht überzogende Ende streiten...dennoch bleibt ein sehr positiver Gesamteindruck. Liam Neeson spielt gewohnt stark und glaubwürdig. Die Szenerie war sicher schon da, wirkt dennoch unverbraucht. Wenn man nicht einen anspruchsvollen Thriller im Kaliber Sieben oder Prisoners erwartet, sondern einfach einen spannenden Popcorn-Thriller, dann ist man hier genau richtig. Non Stop ist mal wieder der Beweis, dass man sich nicht ausschließlich auf (semi) professionelle Kritiker verlassen sollte und Liam Neeson stets ein Kinoticket wert ist.
Eine coole Handlung, die durch Ihre überraschenden Wendungen von Minute zu Minute spannender wird einen trotz (oder gerade wegen) Ihrer relativ ruhigen Erzählweise wahnsinnig fesselt. Die wohl dosierten Action-Sequenzen wirken dadurch um so besser. Tolle Schauspieler, gut gefilmt, sehr gute Musik: unbedingt ansehen!!
Sehr gut gemachter Film, der über die komplette Spielzeit kein bisschen an Spannung verliert. Liam Nesson überzeugt in seiner Rolle vollkommen. Sollte man gesehen haben ist keine Geldverschwendung .
Ich glaube, wir hatten schon beim vorspann herzrasen. .der film ist der hammer ! Spannend von der ersten minute an bis zum genialen schluss..was will man mehr ? Sehr zu empfehlen und note 1+
Spannung, Action - Liam Neeson :-) War einfach wieder ein super Kino-Knaller, danke! Bis zu letzt steht der Zuschauer im dunkeln und man spinnt sich die irrwitzigsten Theorien zusammen. Einfach nur super!