Neueste Kritiken: Lawless - Die Gesetzlosen - Seite 2
Lawless - Die Gesetzlosen
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MrFits
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Veröffentlicht am 22. Juli 2013
"lawless" ist einer dieser (gangster) filme, die gerne mehr wären als sie letztendlich sind. der film krankt leider an so vielen ecken, dass die doch recht solide inszenierung untergeht. zum einen liegt das an den sehr flachen charakteren und das obwohl sich der auf dem papier großartig lesende cast mehr als nur die nötigste mühe gibt um den figuren leben einzuhauchen. leider spielen einige von ihnen eine arg untergeordnete rolle. bestes beispiel hierfür ist gary oldmans rolle des großstadt gängsters, diese figur wird nur angerissen und bleibt dabei für den weiteren verlauf komplett außen vor. der großartige tom hardy gibt seiner figur kaum mehr als eine dimension, dennoch macht gerade seine präsenz einiges her. jessica chastain mimt die geliebte hardys. ganz schlimm ist allerdings, dass es keinerlei logischen sowie nachfühlbaren grund für die anbandelung gibt. dies ist widerum auch zurückzuführen auf die viertelseitig ausgearbeiteten figuren: chastains rolle sollte eine tragische frau ohne ziel darstellen, davon is nichts zu sehen und das liegt definitiv nicht an chastain. gleiches gilt für die 08/15 romanze zwischen shia labouff und mia wasichowski. die "liebe auf den ersten blick" nummer zieht leider gar nicht und wird im rest des films auch nicht plausibler. positiv hervorzuheben ist dennoch, dass wenigsten labouff endlich schauspielerisches talent zeigt und seine zappelige art und weise die aus "transformers" bekannt ist stecken lässt. hart an der grenze zum lächerlichen findet sich guy pierce wieder. eine so unglaubwürdig -obwohl brillant an der karikatur schrammenden figur hat man lange nicht gesehen. als anwärter des "bösewichts mit der bescheidensten frisur" ist er ganz vorne mit dabei. aber wie auch bei den anderen handelt es sich bei seiner figur um eine einschichtige figur - eine phrase in menschengestalt. nachdem die figuren im gesamten recht wenig bieten können, was hat die geschichte auf lager? sagen wir es so: der stempel "based on a true story" funktioniert immer wieder um den zuschauern den gedanken einzubrennen, das was auf der leinwand passiert kann unmöglich wahr sein, so faszinierend ist das gesehene. leider ist die geschichte der darabound brüder (jedenfalls in der form dieses films) relativ unspannend, als das sie als erzählenswert gelten könne. hätte man dem drehbuch ein paar seiten sowie dem film vielleicht eine stunde mehr geliehen, so hätte der verlauf der geschehnisse der gebrüder, besonders des jack (labouff) mehr tiefe bekommen und man hätte besser nachvollziehen können warum gerade diese anekdote der amerikanischen prohibition erzählt werden musste. schön ist aber zumindest der zusammenwuchs des gangster sowie western genre. so ist das hinterwäldliche szenario um die destille und der bar der gebrüder dem western optisch sehr ähnlich. wo hingegen die gelegentlichen ausflüge in die städte mit automobilen und der übliche gebrauch von tommy-guns darauf schließen lassen, dass man sich in den frühen 30ern befindet. FAZIT: "lawless" ist leider(!) einer dieser filme, denen man einfach viel mehr zugetraut hätte. so beeindruckt zwar der cast, dieser kann aber nicht über das halbgare endprodukt hinweg täuschen.
Die Gangsterballade spielt Anfang der 30er Jahre zu Zeiten der Prohibition und des Alkoholschmuggels. Der Streifen hat seine Höhen und Tiefen. Ist er stellenweise spannend , recht unterhaltsam und wird die gute Story top umgesetzt , so ist er auch manchmal etwas zäh und langatmig. Mit als positiv zu erwähnen wäre da die Top Besetzung , u.a. Tom Hardy , Gary Oldman , Shia LaBoeuf , Guy Pearce.
Schließe mich der Redaktionskritik an. "Lawless" ist in seinem Fundament sicher ein launiger kleiner Gangsterfilm über die Prohibiton. Der Film weiß besonders mit seinen Kamerabildern, realistischen Actionsequenzen, einem tollen Soundtrack sowie schließlich mit einem überraschend differenziert aufspielenden Shia LaBeouf zu überzeugen. Letzterer ist wirklich gut, der Haken liegt hier aber vor allem, zu seinen Gunsten, beim Drehbuch: Sein Jack ist der vielschichtigste Charakter - und damit leider der Einzige. Alle anderen Charaktere machen nicht wirklich eine Entwicklung durch und sind, was sie sind. Bei Guy Pearces schmierigem Cop funktioniert das durchaus gut, Gary Oldman und Tom Hardy machen hingegen nur eine solide Arbeit und schließlich die Frauen, die wirklich nur Bewierk sind - einfach, weil ihre Figuren aber auch nicht mehr hergeben können. Es stimmt, dass der Film einfach zu sehr auf Seiten seiner Protagonisten ist. Als eine Reflexion über Gewalt und Schmuggel und Gesetz taugt der Film nur bedingt, auch, weil die Charaktere letztlich alles ausstehen. Es wirkt schon etwas lächerlich, wenn Forrest gleich zwei Mal Verletzungen erleidet, die ihn töten sollten und er's dann doch überlebt. Klar, die Legende der Bondurants. Doch irgendwie sagt das einfach nicht viel aus, finde ich. Am Ende könnte man meinen der Strudel von Gewalt sei sinnlos. Aber auch das wird dann einfach abgehakt. Fazit: "Lawless" ist solide, aber er vermittelt nicht viel. Man hat das alles schon einmal gesehen. Ich liebe die Arbeit von Nick Cave (der hier auch grandios den Soundtrack meistert), aber das Drehbuch hier, welches unverkennbar seine Markenzeichen von Southern Gothic, Groteske und Gewalt beinhaltet, gibt nicht viel hier - oder man muss, wie so oft bei ihm mehr schauen. So würde ich aber definitiv den Western "The Proposition" empfehlen, der deutlich mehr Tiefe besaß.