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    Mandela: Der lange Weg zur Freiheit
    Durchschnitts-Wertung
    3,4
    56 Wertungen - 6 Kritiken
    Verteilung von 6 Kritiken per note
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    6 User-Kritiken

    Max H.
    Max H.

    User folgen 53 Follower Lies die 153 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 30. Januar 2014
    Wirkt das Beglückwünschen der Produzenten und Macher zu einem filmischen Porträt über einen kurz vor Kinostart Verstorbenen arg pietätlos? Auf jeden Fall. Trotzdem ist der doch nicht ganz so überraschende Tod von Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela ein finanzieller Glücksgriff für den Film „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“. Doch was lässt sich nun zum Endprodukt sagen? Es ist viel mehr geworden als typisch taktiertes Kalkül um den Heilsbringer der Südafrikaner, „Mandela“ ist ein stark gespieltes Biopic mit starken Themen, aber nichtsdestotrotz kleinen Längen und minimalen Schwächen. Dass dieser Mann glorifiziert wird, muss die Einleitung in den Film, das mystische Dorfritual zur Mannwerdung, gar nicht zwingend verdeutlichen. Südafrika ist – bzw. war für eine lange Zeit Nelson Mandela. Trotzdem werden keine längeren unnötigen Momente auf seine Jugend oder gar Kindheit verschwendet, im Grunde hält sich Regisseur Chadwick mit logischen Lebensstationen auf. Aus dem missverstandenen Jurist wird mit der Zeit ein großer Redner, sowie leidenschaftlicher Widerstandskämpfer mit dem goldenen Herzen am rechten Fleck. Seinem Bildnis Schrammen zuzufügen, wie man bei einem kleinen Hauch häuslicher Gewalt andeuten will, wirkt da in fast schon unaufrichtiger Art und Weise deplatziert. Lediglich einige Liebschaften verzerren etwas glaubhafter das Bild von Mandela, trotzdem findet er in Winnie, gespielt von der formidabel aufspielenden Naomie Harris, schnell seine Partnerin, die selbst politisch tätig wird. Vor allem der weitere Verlauf wird durch die Beziehung zwischen Winnie und Nelson intensiviert und dient als gelungene Variante zu den schnell abgeklapperten politisch – geschichtlichen Szenen. Chadwick kann seine eigenen inszenatorischen Stärken erst in den Zeiten der Gefangenschaft offenbaren, denn ansonsten gleitet ihm die Souveränität zwischen Beziehungen, politischen Auftritten und zeitgeschichtlichem Hintergründen etwas aus der Hand, wodurch gegen Ende auch einige Längen auf das Konto des Films geraten. Atmosphärisch trumpft Chadwick im Gefängnis allerdings auf, inszeniert einige typische Steinbruchszenen, neben cleveren Taktikspielchen zwischen Mandela und den Wärtern. Gerade hinter Schloss und Riegel offenbart Mandela mehr Menschlichkeit und Humor, was seine im weiteren thematisierte pazifistische Grundhaltung nachvollziehbarer macht. Nachdem die Zeit im Gefängnis zur Farce verkommt und durch die Reaktionen aus aller Welt beendet wird, bekommt der Film Alterserscheinungen, passend zu Elba’s, und es tut mir leid, dass ich das sagen muss, aber das ist meine Empfindung, lausigem Alters – Makeup. Natürlich ist „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ die große Idris Elba Show und es kommt nicht von ungefähr, dass Elba, letzten Endes zwar unerfüllte, Oscarchancen eingeräumt wurden. Er besitzt ungemein authentische Gesichtsmimik, die nicht einmal das Makeup ruinieren kann und bleibt dem Geist Mandelas in jeder Minute treu. Neben gelungenen Nebenschauspielerin spielt vor allem Mandela’s unkontrollierbare Ehefrau, verkörpert von Naomie Harris, einen enorm tatkräftigen sowie ansprechenden Part. Fazit: „Mandela“ ist weit mehr als noch irgendein Biopic, sondern eine äußerst lehrreiche sowie in weiten Teilen unterhaltsame Geschichtsstunde über die wichtigsten Stationen eines wahrlich bedeutenden Mannes, das zwar deutlich unkritisch ausfällt, aber mit einigen Ideen und einem wirklich großartigen Idris Elba aufwartet.
    Zach Braff
    Zach Braff

    User folgen 170 Follower Lies die 358 Kritiken

    3,0
    Veröffentlicht am 15. Januar 2014
    Gute Biografie über das Leben Mandelas. Besonders die Einblendungen der echten Szenen von den Aufständen haben mir gut gefallen. Oft dann auch mit einem passenden Soundtrack hinterlegt. Leider streckt sich der Film im Mittelteil extrem in die Länge. Etwas kürzer, prägnanter und packender und es hätte ein besserer Film werden können. Außerdem hat mir Naomi Harris als Mandelas Frau überhaupt nicht zugesagt. Insgesamt handelt es sich um einen soliden Film, nicht mehr und nicht weniger.
    papa
    papa

    User folgen 58 Follower Lies die 319 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 19. August 2014
    Nelson Mandela ist mit Sicherheit einer der größten Persönlichkeiten der letzten fünfzig bis hundert Jahre. Sein Leben inspirierte Millionen und ermöglichte das Ende der Apartheid in Südafrika. Der Film spiegelt dies mMn gut wieder, auch mit den originalen Szenen die zwischendurch eingeblendet werden. Im Mittelteil etwas langatmig, was jedoch durch die gute schauspielerische Leistung von Idris Elba wettgemacht wird.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 4233 Follower Lies die 4 450 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 27. August 2017
    Da bin ich wohl von mir selber sehr negativ überrascht: Nelson Mandela ist mir durchaus ein Begriff und ich weiß sehr wohl daß dieser Mann eine unfassbar wichtige historische Gestalt war und kann den Gedanken daß mir dieser Mann und sein Leben ein wenig filmisch näher gebracht werden nur begrüßen. In der Realität sah es aber so aus daß ich den Film auf dem PC gesehen habe und ständig andere Sachen gemacht habe und mich letztlich garnicht so richtig tief in die Sache und die Thematik vertiefen konnte. Schande über mich. Darum steht es mir auch kein Stück zu diesen Film wirklich und ernsthaft zu rezensieren und zu kommentieren. Ich kann nur sagen: 140 Minuten wird das Leben des Mannes, insbesondere seine Gefängniszeit ausgiebig porträtiert und dem Umstand das Mandela selbst diesen Film „genehmigt“ hat kann man wohl als Gütesiegel sehen. Die historische Korrektheit ect. Müssen andere beurteilen. Fazit: Hab zu wenig mitbekommen um es wirklich gut zu beurteilen – denke aber das es das Interesse und einen Blick definitiv wert ist!
    Christian Latussek
    Christian Latussek

    User folgen 1 Follower Lies die 6 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 2. Februar 2015
    Das erste Mal nahm ich Notiz von Südafrika als ich 1982 das Lied "BIKO" von "Peter Gabriel" hörte... Wer war dieser Mann? Was war das für ein Land? Als ein Zusammenschluß von mehreren anerkannten Musikern 1985 als "Artists United Against Apartheid" laut und erfolgreich den Song "SUN CITY" perfomten war ich noch mehr interessiert! Zeitgleich erschien "FREE NELSON MANDELA" von "The Special AKA"... Da war dieser Mann natürlich schon ein Begriff, eine Ikone des Kampfes um Gleichheit, Menschlichkeit und gegen Apartheid, ein bekannter unbekannter Held in meinem Land. Ich saß 1988 wie gebannt vorm TV, als diverse Künstler live im Wembley Stadion in London auftraten, um ein giganntisches Tribut-Konzert zu Ehren des 70. Geburtstages von Nelson Mandela der Welt zu präsentieren. Wie wir heute wissen, dauerte es ab da nicht mehr lange bis zu seiner Freiheit! Wo kam dieser Mann her, was hat ihn geprägt und zu dem gemacht, der er war? Dieser grandiose Film beleuchtet all diese Fakten und schafft ein tolles und nie langweiliges Portrait eines der Größten unserer Zeit. Vor allem Idris Elba ist eine beeindruckende Darstellung über all die Jahre gelungen, aber auch Naomie Harris spielt die Winnie in ihrer Verzweiflung großartig und glaubwürdig!
    Andreas F.
    Andreas F.

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    3,0
    Veröffentlicht am 4. Februar 2014
    Wenn ich einen Film über Mandelas Leben sehe, erwarte ich vor allem einen spannenden Politischen Film. Mandelas Leben ist schließlich gezeichnet durch politische Prozesse, vom Kampf gegen die Apartheit bis hin zur friedlichen Koexistenz und natürlich seine langen Jahre in Gefangenschaft. Ich hätte niemals erwartet, dass man diese brisanten Themen so unspektakulär, ohne Spannung und ohne Dramatik erzählen kann. Während des Gefängnisaufenthalts von Mandela passiert so unglaublich viel in Südafrika, doch wird dies nur in kurzen Sequenzen abgebildet. Die Unruhen, die Kämpfe gegen die Weiße Oberschicht und schließlich auch gegen sich selbst, all dies wird nur am Rande erwähnt und nicht in der nötigen Ausführlichkeit. Stattdessen bleibt die Kamera den gesamten Film stets bei Mandela und bei seiner Liebe zu seiner Ehefrau. Natürlich ist die Liebe zur Ehefrau wichtig für die Entwicklung der Frau. Doch die Entwicklungen Mandelas vom kämpferischen aufrührerischen Jungen Mann hin zum vergebenden Friedensaktivisten ist durch entfernen der äußerlichen Einflüssen stellenweise sehr vage und man muss eine Menge hineininterpretieren. Alle die seine Geschichte nicht kennen haben hier und hatten auch während des Films ständig ein großes Fragezeichen im Gesicht. Daher bleibt der Film allenfalls Solide. Dieser Film ist nur für jene die absolut nichts über Mandela wissen oder jene die sich mehr für seine Frauen interessieren als für sein politisches Schaffen.
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