Die Mumie
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Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 9. Juni 2017
Die Schauspieler:

„Die Mumie“ bietet Mega Star Tom Cruise – physisch nach wie vor in Topform - wieder die Bühne, welche er gewohnt ist. Als heroischer Einzelgänger im „Ethan Hunt Modus“ kann er als Sergeant Nick Morton seine Stärken ausspielen und bringt, solide wie eh und je, ein gutes Gespür für Action und Comedy Timing mit. Seine Kollegin Sophia Boutella macht die ihr zugeschriebene Rolle der „Mumie“ Prinzessin Ahmanet zwar ganz brav, kann aber nicht wirklich die Bösartigkeit, welche diese Figur eigentlich mitbringen soll, nicht so ganz replizieren. Annabelle Wallis ist in ihrer Rolle der Archäologin Jenny Halsey schwer zu beurteilen, da ihre Figur an Eindimensionalität kaum zu unterbieten ist und bekommt neben Tom Cruise wenig Möglichkeiten, ihre darstellerischen Qualitäten zu zeigen. „New Girl“ Star Jake Johnson trifft ein ähnliches Schicksal, da dieser Schauspieler ganz sicher Qualitäten mitbringen würde, um vielleicht sogar die Hauptrolle zu stemmen, bleibt aber auch hoffnungslos eindimensional. Einmal mehr ist neben Tom Cruise der mimische Höhepunkt des Streifens, der Darsteller des Dr. Jekyll / Mr. Hyde – Russel Crowe.

Der Film:

Regisseur Alex Kurtzman, der auch schon im Star Trek Universe seine Remake Erfahrungen machte, hatte bei „Die Mumie“ die recht schwierige Aufgabe, den appetitanregenden Einstieg ins, von Universal erst vor kurzem betiteltem, „Dark Universe“ zu erschaffen. Wer sich einen fulminanten Auftaktfilm erwartet, wird wahrscheinlich nicht voll befriedigt aus dem Kino nach Hause gehen. Ein Monster-Film wie dieser steht und fällt mit der Zeichnung und Darbietung des Antagonisten – der Mumie. Sophia Boutella ist zwar, wie sie schon in z. b. „Star Trek: Beyond“ gezeigt hat, eine recht coole und gewitzte Schauspielerin, kann aber als Mumie nur mäßig überzeugen. Im direkten Vergleich mit den charismatischen Imhotep-Vorgängern - Arnold Vosloo aus den Filmen mit Brendan Fraser und vom genialen Boris Karloff aus dem Jahr 1932 gar nicht zu reden - bleibt ihre Figur blass und bekommt von den Autoren Jon Sphaihts und Christopher McQuarrie, eine recht uninteressante Vorgeschichte zugeschrieben, welche nicht wirklich mitzunehmen vermag. Insgesamt sind die massivsten Schwächen des Films hauptsächlich im Drehbuch zu finden. Manche Situationen haben wir schon in den Vorgängern der Mumie Filme gesehen, einiges mutet wie eine Episode aus der TV Serie „The Walking Dead“ an und die Charakterzeichnungen bleiben eindimensional. Die Figur der weiblichen Hauptdarstellerin Jenny Halsey wird mit einer emotionslosen Aneinanderreihung von Szenen, die dann nur noch Tom Cruise einigermaßen bereinigt, in die Ecke gedrängt und beinahe zum Sidekick degradiert. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern will über die Laufzeit von 2 Stunden hinweg nicht zünden und bleibt weit hinter der charmanten Kooperation zwischen dem Vorgängerpärchen Brendan Fraser und Rachel Weisz zurück. Ebenso bleibt die Figur des eigentlichen Sidekicks - gespielt von Jake Johnson – weitgehend als ungenutztes Potential auf der Strecke. Tom Cruises Figur Nick Morton hätte in einem hier angehenden Universe, vielleicht eine einweisende Story benötigt, welche im Zuseher das Bedürfnis weckt, sich mit ihm ins Abenteuer zu stürzen, doch außer der Info dass er ein hochdekorierter Soldat sei, bleibt sein Charakter recht unkreativ. Angenehm zu beobachten ist aber, dass Nick Morton nicht der unfehlbare Held der Geschichte, sondern ein Typ mit Ecken und Kanten ist dessen Ziel es nicht ist, nur die holde Maid, sondern auch mal die eigenen vier Buchstaben zu retten. Der Streifen hätte einige Möglichkeiten gehabt, tolle Jumpscares einzubauen, welche gut in einen Mumie-Monsterfilm gepasst hätten, doch trotz des phasenweise hohen Tempos, bleibt die Handlung, mit einem regelmäßig langsamen Szenenaufbau, unschlagbar vorhersehbar. Trotz der inhaltlichen Schwächen, bleibt „die Mumie“ dann aber, aufgrund seiner optischen Schauwerte doch noch unterhaltsames Popcornkino. Handwerklich einwandfrei gemacht, sieht man dem Projekt seine 125 Millionen Dollar Budget sehr wohl an und bietet in manchen Szenarien genau den umwerfenden Bums, der von einem IMAX Blockbuster erwartet wird. Im letzten Drittel steigert sich auch die Qualität der Handlung und es kommt dann doch noch der Hunger auf weiterführende Kapitel des „Dark Universe“ auf, in dem wir noch klassische Figuren wie Frankensteins Monster, den Unsichtbaren, den Wolfman oder Dracula zu sehen bekommen werden. Die Lacher des Films, auf welche ein klassischer Horrorfilm eigentlich nicht angewiesen wäre, funktionieren, aufgrund eines guten Gespürs von Tom Cruise, da besagte Lacher sonst etwas zu komödienhaft gewirkt hätten. In einer Szene ist sogar ein Detail für die Fans der Horrorkomödien mit Brendan Fraser zu finden, also – Augen auf! Wer also einen kurzweiligen, zwar nicht übermäßig anspruchsvollen, aber dennoch unterhaltsamen Abend im Kino verbringen will, kann sich guten Gewissens mumifizieren lassen.

Fazit:

Handwerklich „monstermäßig“ gut produzierter Streifen mit tollen Schauwerten, der ein Horrorfilm sein will, aber eigentlich ein Abenteuerfilm geworden ist und, zwar durch ein relativ schwaches und uninspiriertes Drehbuch viel an Attraktivität einzubüßen hat und nicht der Steinwurf ist den Universal Pictures als Auftakt zum „Dark Universe“ gebraucht hätte, jedoch aber mit den exzellenten Schauspielern Tom Cruise und Russel Crowe im Ensemble punkten kann.
komet
komet

86 Follower 179 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 9. Juni 2017
positiv: es passiert andauernd was. dauert der film wirklich 1std+50 minuten? mir kam er viel kürzer vor. man ist sehr schnell in der handlung drin und es gibt quasi keine szenen, die in die länge gezogen wurden und in denen nichts passiert. negativ: obwohl (oder gerade weil) dauernd was passiert, habe ich überhaupt nichts von dem verstanden, was genau denn da gerade sp passiert. - - - - - - - - - - - - - - o.k., eine mumie wurde erweckt / befreit und die mumie sucht jetzt einen geeigneten körper für den todesgott, mit dem sie einen pakt geschlossen hatte. soweit ist es klar, aber der begriff "mumie" ist schon irreführend. der film spielt nämlich die meiste zeit in london und daher ist der zauber oder die mystik von alten pharaonen und dem alten persien quasi nicht vorhanden. alte götter, alte zauberkräfte und sowas sucht man vergebens. stattdessen laufen die leute viel in londoner tunneln rum und kämpfen oft gegen untote. statt einer mumie hätte man also auch irgendeinen x-beliebigen dämonen nehmen können. - - - - - - - - - - - - - die handlung ist also absolut austauschbar. das macht den film nicht schlecht, aber ich hatte mir beim anschauen mehrmals einen brendan fraser und eine beeindruckende kulisse im stil des alten persiens herbeigewünscht. da im film dauernd irgendwas passiert, was jedoch total uninteressant und unwichtig ist, hat man mehr zeit, sich von der nicht eindrucksvollen kulisse ablenken zu lassen, die oftmals an andere filme erinnert. - - - - - - - - - - - - so kam ich mir mehrmals vor, als ob ich eigentlich in einem ganz anderem film sitzen würde. bei den londoner tunneln hätte auch jederzeit sly stallone aus dem film "daylight" durch die gegend laufen können. so, wie mit den vielen untoten umgegangen wird, hätten jederzeit simon pegg und nick frost aus "shaun of the dead" oder brad pitt aus "world war z" durchs bild laufen können. und eigentlich habe ich nur darauf gewartet, dass gleich jack sparrow ins bild stolpert und irgendeinen spruch zum thema verfluchte untote aufsagt. - - - - - - - - - - - - - mein tip: den film einfach nicht ernst nehmen. o.k., das fällt recht schwer, wenn man vorher über 13 euro an der kasse abgedrückt hat und man fühlt sich ein bischen verarscht für das wenige, was man dafür geliefert bekommt. aber den film keinen deut ernst zu nehmen kann das lindern. es ist halt ein spass, ein klamauk in dem t.cruise die meiste zeit recht ahnungslos durch die gegend stolpert und man an "shaun of the dead" oder ähnliches erinnert wird. auch die dialoge und sprüche sind so unterirdisch, da kann man eigentlich nur drüber lachen. wer das schafft, die dämlichkeit des film an sich abprallen zu lassen und darüber lachen zu können, ist hier gut aufgehoben. es ist aber ziemlich schwer, das zu schaffen.
Alex M
Alex M

135 Follower 262 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 9. Juni 2017
Die Mumie mit Tom Cruise ist rotenierte Blockbuster-Unterhaltung die keinerlei Überraschungen bietet dafür aber kurzweiliges durch die Bank gut gemachtes Action- und Abenteuerkino. 7/10
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 8. Juni 2017
Willkommen im Franchise: dieser Film ist zwar eine Neuauflage der „Mumie“ Filme mit Brendan Fraser und all den anderen Versionen davor, vorrangig geht es Universal aber darum ein neues Filmuniversum zu etablieren in dem all die klassischen Horrorwesen herumlaufen können. Nach „Dracula Untold“ folgt nun also die Mumie und funktioniert nur auf wenigen Ebenen. Als kurzweiliges Actionfilmchen geht der Streifen klar, aber auch da kann man schon bemängeln daß die meiste Action in sehr düsteren Umgebungen stattfindet und man oftmals von der Action kaum was richtig sieht. Tom Cruise und Sofia Boutella machen ihre Parts ganz brauchbar, darüber hinaus sind außer den kurzen Auftritten von Russel Crowe keine nennenswerten Figuren oder Darsteller dabei. Die Story um die böse Mumie ist ok, aber eben auch nur ein Sampler alter Versatzstücke. Probleme bereitet mir dabei Cruises relativ unklare Figur die eigentlich ein ziemliches Charakterschwein ist und zumindest für mich keinen ordentlichen Helden ergibt. Letztlich wärs ok wenn der Film mit dem albernen Ende nicht zu gewalthaft weitere Filme etablieren würde – das hat mir den ohnehin sehr durchschnittlichen Film auf der Zielgerade nochmal so richtig verdorben.

Fazit: Nicht langweilig und einige recht aufwendige Szenen, aber am Ende ein austauschbarer Kracher dessen Andeutungen auf weitere Filme nur nerven!
Marcel P.
Marcel P.

133 Follower 251 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 15. Juli 2017
Das geht definitiv nach hinten los. Das ist doch kein Reboot sondern ein X - Beliebiger Fantasy-Horror. Als ich damals gelesen habe das Die Mumie neu aufgelegt wird war ich sehr erfreut und nach diesem Trailer ist alles dahin. Ich bin ein großer Fan von "Die Mumie" aus den 90ern da dieser viel Charme , Witz und eine super Kulisse hatte aber der neue hier.......in meinen Augen schrott!!!!! Und das liegt nicht an der weiblichen Mumie oder den guten Darstellern
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 2. November 2016
Bin ein großer Fan von die Mumie in der Version mit Rachel Weisz. Als ich hörte, daß er neu verfilmt wird freute ich mich schon. Aber mit dem egomanen Tom Cruise, dessen Filme ich mir nie reinziehe war ich sehr enttäuscht. Bah, ich hoffe, die Schauspieler werden noch ausgetauscht, sonst sehe ich schwarz...weil ich den Vorhang noch vor Beginn des Films runterlasse.
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