The Drop - Bargeld
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Jimmy v
Jimmy v

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4,0
Veröffentlicht am 17. Februar 2015
Es ist so eine tolle Atmosphäre in "The Drop" - das zeichnet den Film aus. Man weiß nicht, wohin das alles geht, und selbst als das dann klar ist, kann der Film immer noch spannend sein, obwohl er recht langsam erzählt ist und manche sonderbaren Situationen bietet. Eben auch aufgrund der tollen Stimmung, die hier herrscht. Ich liebe einfach diese Geschichten, die es schaffen mit einigen Pinselstrichen (hier: Dialogen und Szenen) ein Panorama zu entwerfen, ohne sich groß in irgendwelche Namen oder Erklärungen verlieren zu müssen. "The Departed" war da ähnlich gut, aber "The Drop" macht das irgendwie fast wie ein Schütteln aus dem Arm.
Der zweite große Pluspunkt sind die Figuren. Insbesondere Cousin Marv, gespielt von Gandolfini, ist eine sehr vielschichtige und durchtriebene wie auch melancholische Figur. Und obwohl es formal nur eine Nebenrolle ist, bekommt man den wundervollen "Sopranos"-Darsteller sehr oft zu sehen. Noomi Rapace, sowie die übrigen Nebendarsteller, erledigen einen routinierten Job. Was nun Tom Hardys Figur angeht, ist Vorsicht angesagt: Vielfach agiert dieser Kerl hölzern und unfreiwillig komisch. Drehbuch wie Hardys Schauspiel gehen in dem Fall nicht unbedingt schlechte Wege, aber doch merkwürdige. Erst gegen Ende, besonders mit dem Off-Text (der beim ersten Hören sehr kitschig anmutet), gewinnt man ein klares Bild des Hunderetters. Und das war irgendwie wuchtig, tief, bedeutungsvoll. Freilich hätte man es etwas anders regeln sollen.
Fazit: "The Drop" ist ein sehr gutes Thrillerdrama mit dem richtigen Pace, einer schönen Atmosphäre und tollen Darstellern. Die Hauptfigur ist allerdings etwas merkwürdig, bis sich auch das gut auflöst.
papa
papa

182 Follower 319 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 21. Januar 2015
Um den Film so richtig scheisse zu finden, war er zu gut und um ihn absolut genial zu finden, auch wieder zu actionarm und zu ruhig. Der viel zu früh von uns gegangene James Gandolfini (Die letzte Festung) legt mit dieser Rolle einen unspektakulären, aber souveränen Abschied hin. :/ Tom Hardy (The Dark Knight Rises) und Noomi Rapace könnten eigentlich auch mehr, doch das hat der Film einfach nicht hergegeben. Insgesamt gesehen war es ein äußerst lautloser Krimi/Drama/Thriller, der dennoch eine kleine aber feine und angenehme Stimmung zu transportieren wusste.
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 19. Januar 2015
Roskams The Drop entwickelt sich unerwartet leis und frei von blutiger Gewalt, baut dabei erfolgreich auf eine hohe innere Spannung, die den sich anbahnenden Konflikten der Hauptfiguren entspringt. Wenngleich sich der Film gewohnter Twists bedient und bei manchen Handelnden die Zwielichtigkeit zu offensichtlich ist, tut diese leichte Vorhersehbarkeit dem Filmvergnügen keinen Abbruch, da die Geschichte in jedem Fall glaubwürdig ist und eindrucksvoll seinen Protagonisten auf ethische Proben stellt.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 19. Januar 2015
The Drop brilliert mit einem super gut durchdachten Drehbuch und Schauspielern, die einfach perfekt in ihre Rollen schlüpfen. Neben Hardy und Gandolfini liefert Schoenaerts eine brilliante Leistung als unsympathischer Gegenspieler der Protagonisten.

Der Film ist durch seine Echtheit und die top gecasteten Schauspieler absolut sehenswert und regt, nach einmaligem sehen, direkt zum wiederholen an. Der Zuschauer taucht in die Atmospäre der Stadt, der Gewalt, der Menschen an sich ein und wird gefesselt von all diesem.

Ein Meisterwerk, fern von Trash und sinnlosem Aktionfeuerwerk für mich.
Zach Braff
Zach Braff

339 Follower 358 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 4. Januar 2015
"The Drop" ist ein ultra-intensiver, grandios gespielter Thriller mit perfekter Besetzung. James Gandolfini in einer seiner letzten Rollen verkörpert den in der Klemme steckenden Barbesitzer wirklich klasse. Überragt wird er jedoch noch von Tom Hardy, der nach "Locke" nun schon seine zweite Bombenperformance im Kinojahr 2014 hinlegt. Zwar hat er hier keiner One-Man-Show zu geben, aber er ist mindestens genauso präsent und überzeugend. Die Spannung baut sich langsam auf und wird bis zum Showdown in der Bar bis zum Bersten gespannt. Hinzu kommt noch eine absolut unaufdringliche, und gerade deshalb so wunderbar stimmige, Romanze, bei der ein kleiner Hund eine große Rolle spielt. Extrem starke Kamera, stimmige Atmosphäre und wunderbare Schauspieler machen "The Drop" zu einem der besten Filme des Jahres.
Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 10. Dezember 2014
Der belgische Regisseur Michaël R. Roskam hat mit „The Drop - Bargeld“ einen US-amerikanischen Gangster-Thriller geschaffen. Sein Landsmann Matthias Schoenaerts bekam eine Nebenrolle im gut besetzten Cast.

Cousin Marv (James Gandolfini) betreibt eine gleichnamige Bar mit seinem weichherzigen Neffen Bob (Tom Hardy) in Brooklyn, die seit 10 Jahren von der Tschetschenen-Mafia kontrolliert und gelegentlich als sogenannte Drop-Bar zum Einsammeln von illegalen Geldern genutzt wird. Als Bob einen misshandelten Hund findet, trifft er auf Nadia (Noomi Rapace) und kommt wenig später in Konflikt mit dem psychopathischen Hundebesitzer Eric Deeds (Matthias Schoenaerts). Marv, früher ein gemachter Mann im kriminellen Wettgeschäft, passt die Herrschaft der Tschetschenen schon lange nicht mehr. Als die Bar überfallen wird, möchten die Tschetschenen das Geld zurück.

Willkommen in der Welt der handgemachten Kinofilme. Die Funktion einer Drop-Bar und die Charaktere werden vorgestellt, der Alltag der Hauptfiguren ist anfänglich nur kurz beschrieben, weil die oben genannten Störungen sehr baldauftreten. Die Härten halten sich in Grenzen, aber die Einstufung FSK 12 ist bis an die Grenze ausgereizt und nicht deutlich überschritten wie beim Alpen-Western „Das Finstere Tal“. Unsere 12-Jährigen (und 6-Jährige in Begleitung der Eltern) müssen heutzutage eben mehr aushalten. „The Drop - Bargeld“ ist aber nicht nur deswegen kein Film zum Ausruhen, das Publikum muss ein wenig aufpassen: Kleine Details und Andeutungen in ansehnlichen Szenen werden gestreut. Wer diese aufnimmt, kann spüren, wo die Spannung in Roskams Werk mit seiner realitätsgetreu generierten, halbschmuddeligen Kneipenumgebung liegt. Und das ist mehr als ein Thriller von der Stange liefert, wobei allerdings der Score genauso klingt. Die Tschetschenen bauen Bedrohlichkeit auf und die Zuschauer entdecken allmählich Marv’s rücksichtslose Schlitzohrigkeit, die neben dem nicht so ganz hellen Bob ihre Wirkung entfaltet.

Der im Juni 2013 verstorbene James Gandolfini spielt den Marv mit seiner ganzen Gangster-Routine. Matthias Schoenaerts, der mehrmals mit Roskam zusammengearbeitet hat und in „Der Geschmack von Rost und Knochen“ brillierte, liefert eine exzellente Nebenleistung ab. Und der vielseitige Tom Hardy gibt seinem Bob den Habitus und die vernuschelte verbale Ausdrucksweise eines Naiven mit Hilfsbereitschaft. Überzeugend ist ebenso Noomi Rapace, die seit der schwedischen Verfilmung der Stieg-Larsson-Trilogie in Hollywood gern gesehen ist. Interessant ist John Ortiz („Silver Linings“), der als religiöser Ermittler Detective Torres den Kneipiers auf den Leib rückt.

Die Suspense nimmt im Verlaufe der Handlung ordnungsgemäß zu, der Hundeplot stört, aber nicht den Film, sondern andere Vorhaben der Geschichte und verwebt sich anschließend mit diesen zu einem geschickt konstruierten Ganzen.
Bob’s Leichtgläubigkeit hat Grenzen und dann präsentiert Roskam einen Überraschungstäter, weil er einen Überraschungstäter präsentieren wollte. Das rundet zwar die Story ab, führt aber beinahe zur Unglaubwürdigkeit dieser Figur, da sie in allen vorherigen Einstellungen so anders beeindruckte, nicht nur nach außen, sondern auch ganz allein im stillen Kämmerlein.

„The Drop - Bargeld“ ist ein pfiffig zusammengebauter, hervorragend besetzter Thriller mit Spannung und dürfte vor allem das Mainstream-Publikum begeistern, nicht jedoch empfindliche Beobachter.
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