The First Avenger: Civil War
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Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 2. Januar 2017
Nach Hydra, Loki und Ultron habe ich mich gefreut und war so gespannt auf den neuen Teil. Ich war schnell ihm Kino und konnte es kaum erwarten. Doch ich wurde relativ schnell enttäuscht da man schon anfangs auf diese Trennung geachtet hat. Auch ging es immer wieder ohne Vorwarnung in die Vergangenheit was dann teilweise auch verwirrend war. Tonys Entscheidungen waren meiner Meinung nach schrecklich und in jeder Szene zeigte sich die verschiedenen Teams. Bis es schließlich zum Kampf kam wo dann mehrere Personen ohne Belang einfach dabei waren und weder was mit dem Film noch mit den Avengers zu tun hatten. Man hätte meistens das Gefühl das es kein wirklicher Captain America sondern mehr ein Avengers Film ist und obwohl ich sowohl Cap als auch Tony verstehe rechtfertigt es ihre Taten überhaupt nicht. Die letzte Szene in denen Steve die anderen aus dem Hochsicherheitsgefängnis holt ohne Schild, denn er ja bei Stark in Sibirien gelassen hat, und ohne Anzug zeigt dass es schon zu diesem Zeitpunkt keinen Captain America mehr gibt. An dem Brief von Steve an Tony merkt man auch schon dass es die Avengers nicht mehr gibt. Es ist zwar inzwischen bekannt das die Verträge vieler der Helden ablaufen aber dass ist kein Grund die Filme meiner Meinung nach zu ruinieren. Es ist nur Logisch dass Cap in Infinity War nicht auftauen wird und da Der Vertrag von Chris Hemsworth ausläuft und es noch Ragnarök gibt ist auch hier klar dass etwas bei Thor passiert. Ich als Marvel Fan bin wirklich enttäuscht wie es mit den Avengern und den einzelnen Helden weitergeht und ich wünsche es mir persönlich dass die Avengers zusammenbleiben und dass es aufgrund keiner großartigen Bösewichte oder andere Katastrophen es sich nicht lohnt weiter Filme über die zu drehen
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 25. November 2016
Diesmal wird’s persönlich – Die wohl bisher härteste Prüfung der Avengers

Auf welcher Seite stehst du? Dieser Frage konnte man sich nach der vergangenen Filmpremiere im April 2016 beim Kinobesuch zu „Captain America 3 – Civil War“ kaum entziehen. Schließlich schreit der neue Film geradezu nach einer parteiischen Positionierung. Wobei sich die Antwort auf diese brisante Frage hier nicht einfach auf Gut oder Böse reduzieren lässt, sondern schon etwas komplizierter ist. Aber beginnen wir doch erstmal ganz am Anfang.

Äußerst fulminant und ambitioniert lenkten die Marvel Studios damals schon mit dem ersten Iron Man Film aus 2008 ihr visionär geplantes Megaprojekt in eine klare Richtung. Als die Hintermänner Nick Fury und Phil Coulson derzeit mit knappen, kryptischen Andeutungen von der Geheimdienst-Organisation S.H.I.E.L.D. und dem Avengers Projekt, der sogenannten Rächer Initiative, faselten, ahnten die wenigsten, was für große Pläne man zu dem Zeitpunkt, mit dem 1963 von Stan Lee und Jack Kirby ins Leben gerufenen Comic-Franchise, noch so alles vorhatte. Erstrecht ahnte keiner, wie gut ihr Plan vier Jahre später aufginge und in welch unumstößlicher Stringenz das ganze gipfeln würde. Nach mehreren Solofilmen mit Thor, Captain America, Iron Man und Hulk wurden die ungleichen Superhelden 2012 mit „The Avengers“ spektakulär zusammengeführt und der kommerzielle Erfolg blieb mit einem weltweiten Einspielergebnis von ca. 1,5 Milliarden Dollar bei Weitem nicht aus. Abgesehen von den kundigen Comicsammlern wurden sich die meisten Zuschauer erst allmählich dem vielschichtigen und eng mit einander verwobenen Handlungskontext bewusst, der sich hinter dem effektgewittrigen Marvel Cinematic Universe (kurz: MCU)verbirgt. Durch die Produktion mehrerer Marvel TV-Serien wie Agents of S.h.i.e.l.d. oder der leider abgesetzten Agent Carter Miniserie, die in ihren Folgen regelmäßig Bezug zu den großen Spielfilmen nehmen, wurde das ganze sogar noch komplexer. Längst dürfte den meisten klar sein, welch riesigen Fundus die Marvel Comics für etliche grandiose Leinwandadaptionen zu bieten haben und dass es mittlerweile keinen Comicstoff mehr gibt, der sich nicht ordentlich verfilmen ließe. Dennoch tun viele die Marvel-Filme als übertriebene und sinnfreie Krawallparade ab oder betrachten sie einzig und allein als hübsch anzusehende State of the Art-Actionperle. Dies ist aber etwas zu oberflächlich und wird dem tollen Stoff einfach nicht gerecht.

„Ein Sieg auf Kosten unschuldiger Menschen ist letzten Endes doch kein Sieg!“ reichlich unverblümt kommentiert King T`Chaka, seines Zeichens König des fiktiven, afrikanischen Staates Wakanda, den letzten Einsatz der frisch zusammengewürfelten Avengers Heldentruppe in Lagos. Und beschreibt damit sehr treffend, dass selbst die noch so gut gemeinten Absichten einer so mächtigen Spezialeinheit auch eine große Gefahr für die zivile Bevölkerung darstellen und in einer regelrechten Tragödie enden können. Und so haben die Taten der Avengers nicht zuletzt durch den Vorfall von Sokovia in „The Avengers 2“ auf der Welt so ihre Spuren hinterlassen. Dies veranlasste die führenden Mitgliedsstaaten der Welt dazu, das selbstjustizielle Handeln der Superhelden nicht nur skeptisch zu hinterfragen, sondern auch zukünftig maßgeblich darauf Einfluss zu nehmen. Mit dem sogenannten Sokovia-Abkommen sollen die Avengers dem Regierungsapparat der Vereinten Nationen unterstellt werden und so dem zweifelhaften Ruf einer unberechenbaren Privatorganisation entledigt werden. Repräsentiert wird dieses Vorhaben unter anderem durch Außenminister Thaddeus Ross, gespielt von William Hurt. Da diese gravierende Maßnahme jedoch auch gewisse Risiken birgt und schlimmstenfalls auch für niedere Zwecke missbraucht werden könnte, stößt sie unter den Helden nicht gerade auf allgemeine Befürwortung. Vielmehr wirft sie einige höchst kontroverse Fragen auf und macht die angespannte Situation dadurch noch deutlich komplizierter als sie es eh schon ist. Diese brisante Ausgangslage ist somit schon spannend genug und regt die Zuschauer durchaus zum Diskutieren und Nachdenken an. Zu allem Ärgernis ergeben sich im Verlauf der Story aber noch weitere interne Differenzen, welche die Helden schließlich unabwendbar in zwei Lager aufspalten und das einstige Gespann zu unfreiwilligen Kontrahenten machen. Team America und Team Iron Man werden geboren und ein erbitterter Kampf (der sogenannte Bürgerkrieg)um die Zukunft der Avengers entbrennt.

Im Vergleich zu den stark überzeichneten Konfliktthemen aus „Batman v Superman“ kommt „Civil War“ aber weniger bedeutungsschwanger daher und schafft es wesentlich glaubhafter die Beweggründe von Cap und Co. mitreißend zu erzählen. Die sich unvermeidbar hochschaukelnde Antipathie beider Teams wird durch plausible Gründe greifbar und spitzt sich sehr viel dramatischer zu als dies bei der Konkurrenz der Fall war. Man fiebert förmlich mit den Figuren mit, wobei man sich niemals wirklich für eine Seite entscheiden kann (was auch nicht nötig ist) und es gelegentlich schon fast weh tut die einstigen Freunde aufeinander losstürmen zu sehen. Damit kann „Civil War“ abstandslos als wohl emotionalster Teil der Reihe bezeichnet werden. Hier nutzen die Macher auch den klaren Vorteil gegenüber DC, auf wichtige Ereignisse und Figuren aus der mühsam aufgebauten MCU-Chronologie zurückgreifen zu können, deren Zusammenhang vor Allem die Fans der ersten Stunde begreifen werden.

Wer die letzten Avengers Filme verfolgt hat, sollte mitbekommen haben, dass sich das Charakter-Line up im Laufe der Zeit sichtlich erweitert hat. Neben Iron Man und Captain America (Hulk und Thor sind im aktuellen Film nicht mit dabei) bekommen speziell Jeremy Renner als Hawkeye und Scarlett Johansson als Natasha Romanov gerade in den neuesten Filmen sehr viel mehr Bedeutung und Bühnenpräsenz zugesprochen. Was größtenteils Robert Downey Jrs. kameradschaftlichem Verhandlungseinsatz bei den Marvel Studios zu verdanken war. Das ging sogar soweit, dass er sich weigerte, ohne neue Vertragsbedingungen überhaupt noch einmal Iron Man zu spielen. Dies führte gerechterweise zu einer deutlichen Verbesserung der Gagen seiner Kollegen, welche vorher massiv unterbezahlt waren. Des Weiteren werden fast sämtliche, akribisch integrierte Helden vergangener Marvel Filme in diesem Teil vorbildlich zusammengeführt, was bei Insidern für freudige „Ah den kenn ich doch“-Momente sorgen dürfte. Während die telekinetisch begabte Scarlet Witch zusammen mit Black Widow für ordentlich verbale als auch physische Frauenpower sorgt, tauchen ebenso ein paar komplette Neuzugänge auf, welche sehr gut ins MCU eingeführt werden und höchst verheißungsvoll den Weg für weitere Solofilme ankündigen. Aber seht selbst! Zweifellos punktet „Civil War“ mit beachtlichem, topbesetztem Figurenzuwachs, wobei jeder Held respektabel porträtiert wird und so seine besonderen Auftritte bekommt. Die Russo-Brüder beweisen nach Mastermind Joss Whedon wieder mal, dass es durchaus möglich ist, trotz gigantischer Figurendichte jeden Charakter mit seinen persönlichen Eigenschaften erzählerisch eindrucksvoll unterzubringen.

Besticht der Film noch so sehr durch seine kritischen Untertöne handelt es sich dennoch um einen waschechten Actioner der obersten Klasse. Wo gerade die jüngsten Marvel Ableger längst das Stunt- und Inszenierungsniveau der aktuellen Bond Filme übersteigen, welche im Gegensatz zu früher immer bodenständiger daherkommen, ist selbst innerhalb der internen Marvel Filmreihe eine ständige Steigerung zu erkennen. Sei es alleine die starke Eröffnungssequenz in Lagos oder eine rasante Verfolgungsjagd durch einen Straßentunnel in Bukarest. All diese Szenen sind höchst turbulent, wirken aber niemals abgehackt oder unnötig gestreckt. Ganz im Gegenteil sind sie sehr ausführlich, was beim Actionfan für anhaltende Adrenalinausschüttung sorgt und den Puls freudig in die Höhe treibt. Neben den neuen schicken Gadgets sind auch die obligatorischen Team Attacken wieder mit dabei und nun sogar noch ein Tick weiter ausgearbeitet als noch in „The Avengers 2“. Es macht einfach Spaß zu sehen, über wie viel Kreativität die Stunt-Choreografen verfügen und wie gut das ganze Schauspiel vom Kamerateam eingefangen wird. Ein absolutes Highlight stellt die fast schon überbordende Kampfszene am Leipziger Flughafen dar. Ohne zu viel zu verraten sei gesagt, dass man ein derart bahnbrechend inszeniertes Spektakel mit diesem Ensemble noch nie zuvor gesehen hat.

Positiv fällt auch auf, dass sich an der Schauspielerfront über all die Jahre fast ausnahmslos nichts geändert hat. Abgesehen von den Hulk Darstellern und Terence Howard, der sich längst nach Iron Man 1 verabschiedete und die Rolle von War Machine, aufgrund von vertraglichen Unstimmigkeiten (ja, er wollte mehr Geld) an Don Cheadle weiterreichte, wurde nahezu jede Figur bis in die kleineren Nebenrollen mit denselben Darstellern der alten Filme besetzt. Diese strenge Konstante ist in solch großen Reihen nicht immer selbstverständlich und schafft eine gewisse Vertrautheit.

Da der bestehende Hauptcast und deren Rollen demnach größtenteils bekannt sein dürften und man sich auf gewohnt gutes Schauspiel freuen kann, bedarf es eher bei den Neuzugängen einer genaueren Ausführung. Eine besondere Hervorhebung verdient zum einen Newcomer Chadwick Boseman. Seine Performance des rachegetriebenen T`Challa, die er samt tollem afrikanischen Akzent mit wehmütiger Ernsthaftigkeit spielt ist authentisch und unterstreicht die Logik in den Motiven der unterschiedlichen Mitstreiter glaubhaft. Außerdem fügt er sich mit seiner exotischen Eigenständigkeit dennoch homogen in die bunte Riege der Protagonisten ein und wirkt gerade durch die kompetente Charakterzeichnung der Autoren niemals deplatziert.

Deutschlands Schauspielexport Daniel Brühl, der hier nicht zum ersten Mal mit den ganz Großen mitmischt, hat mit seinem geheimnisvollen Part das ganz große Los gezogen und ist sowas wie der heimliche Star im neuesten Marvel-Streich. Nachdem er sich in Filmen wie „Inglourious Basterds“ oder „Rush“ längst in die Traumfabrik Hollywoods hochgespielt hat, schlüpft er diesmal in die Rolle des intriganten Drahtziehers Baron Zemo. Auch wenn er hauptsächlich im Hintergrund taktiert, hinterlässt er durch seine gut akzentuierten Auftritte stets einen allgegenwertigen, undurchschaubaren Eindruck. Die gefährliche Präsenz die er zweifellos ausstrahlt definiert sich aber nicht durch seine Physis, sondern eher durch seinen genialen Verstand. Seine Besessenheit und die Bereitschaft zu jeglichen Methoden zur Erreichung seiner Ziele spielt er nicht zu überheblich sondern zurückhaltend finster und entgeht so dem Risiko eines Overactings.

Auch wenn es bis zum nächsten vollwertigen Avengers Zweiteiler „Infinity War“ noch über ein Jahr hin ist, werden uns die Marvel Studios schon vorher gewohnt hochwertig mit vielen weiteren MCU- Filmen versorgen und unterhalten. Welche Solos unter anderem das sein werden ergibt sich bereits aus dem aktuellen Film. Natürlich ist es wieder selbstredend den Abspann aufmerksam bis ganz zum Ende zu verfolgen, da diesmal sogar gleich zwei Post-Credit Szenen auf alle Insider warten.

Abschließend lässt sich sagen, dass „Civil War“ eine weitere Lücke im MCU großartig schließt und für jeden Marvel-Fan Pflichtprogramm ist. Gleichzeitig ist er deutlich emotionaler als seine Vorgänger, und stellt einen der besten Solo Spin-offs der Reihe dar. Unbestreitbar ist er sehr viel anspruchsvoller und tiefgründiger als sein Ruf ihm vorauseilt. Zuschauer ohne hinreichende Vorkenntnisse kommen aber bei den komplexen Figuren- und Storyhintergründen zumindest inhaltlich zu kurz.
Michael S.
Michael S.

301 Follower 415 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 5. Oktober 2016
Zwischen all den spannenden Kämpfen (unter anderem auf einem erstaunlich menschenleeren Flughafen Leipzig-Halle) bleibt sogar noch ein wenig Zeit für die Charakterzeichnung übrig. Man sollte zwar Vorkenntnisse aus mindestens drei bis fünf anderen Marvel-Filmen mitbringen, doch Spaß macht dieser dritte Captain-America-Film neben all den ernsten Themen, wie der staatlichen Kontrolle von Weltrettern, auf jeden Fall. Eigentlich könnte man ihn bei der noblen Auswahl an Gast-Superhelden gleich als nächsten Avengers-Film betiteln, was aber wohl nicht in die Veröffentlichungspolitik des Comicstudios passt, dessen massives Logo jede Art von Vorspann ersetzt. Erst am Ende läuft es auf eine tatsächliche Konfrontation von Captain America und Ironman hinaus, die schließlich in einem gnadenlosen Zweikampf gipfelt.

Bei all den Weltreisen, welche die mal vereinten und mal zerstrittenen Charaktere unternehmen, fühlt man sich mitunter wie in einem Bond-Film. Und es gibt noch mehr Parallelen: neben der einen oder anderen tatsächlich innovativen Kampfszene und reichlich Product-Placements (u.a. Audi, Nestlé, Dell und FedEx) spielt mal wieder ein Deutscher den Bösewicht, nämlich Daniel Brühl. Doch er macht seinen Job durchaus gut und muss dem All-Star-Cast nichts beweisen. Dass sein Charakter nur dürftige Hintergrundinformationen mitbringt ist eher der allgemeinen inhaltlichen Überfrachtung des Drehbuchs geschuldet, das neben all den spannenden Ereignissen ja auch noch mindestens drei neue Superhelden mit Potential für Einzelfilme einführen will.

Besonders Tom Holland überzeugt als jugendlicher Spiderman, dem Tony Stark erstmal beibringen muss wie man sich möglichst wenig peinlich verhält und in welchem Team man am besten (nicht) kämpft. Leider wird dieser Einstieg recht knapp abgehandelt und somit ist der sympathische Wandkrabbler nur eine von (zu) vielen toll besetzten Figuren, die sich nur bedingt entfalten können. Das ist nur einer der Gründe, warum neue Marvel-Filme oft so wirken, wie eine weitere Folge eine etwas größeren Fernsehserie ohne wiedererkennbare Titelmelodie. Der Look ist einheitlich, man weiß, dass noch irgendwas kommt und kann sich auf wiederkehrende Figuren verlassen, auch wenn es bis zur nächsten Folge noch ein Jahr dauert. Dafür hat der jeweils aktuelle Film immer nur ein vorläufiges Ende, denn Post-Credit-Szenen (ja, es gibt mehrere davon) öffnen die Türen für das, was noch kommen mag.

Damit bleibt dieser Film in erster Linie ein unterhaltsamer Actionspaß mit ernsten Untertönen, der sich aber stets willig der klaren Linie des Comicstudios unterordnen muss. Platz für eine eigene visuelle oder inszenatorische Handschrift der jeweiligen Regisseure bleibt da kaum, doch wenigstens verstehen sämtliche Darsteller ihr Handwerk, auch wenn sie, wie beispielsweise Martin Freeman, unverdient in kleineren Nebenrollen verheizt werden.
Jimmy v
Jimmy v

519 Follower 506 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 16. September 2016
Ganz klar: Das hier ist einer der besseren Filme des MCU - und eigentlich sogar ein ziemlich guter! Aber er leidet unter den bekannten Schwächen, die hauptsächlich wohl mit diesen Worten zusammengefasst werden können: konsequenzlose Kurzweiligkeit. Der Film ist eine Augenweide mit tollen Actionsequenzen, Sound, und, bei der Masse von Figuren, tatsächlich eine ziemlich gute Platzierung ebendieser. Auch mir gefiel Black Panther in diesem Ensemble ziemlich gut, sowie freilich der Rest. Dass man wirklich nicht wusste, welchem Team man die Daumen drücken sollte, weil beide gute Argumente auf ihrer Seite hatten, war dann aber auch die einzige Stringenz, die ich so erkennen konnte.
Wieso und warum? Mein Hauptkritikpunkt ist, dass der Bürgerkrieg ziemlich schnell wieder vorbei zu sein scheint, bevor er überhaupt loslegt. Es ist ein kurzer Konflikt, eine Meinungsverschiedenheit, die noch Auswirkungen haben KÖNNTE. Aber das verschiebt man schön aus diesem Film hinaus. Ein richtiges Abwiegen und mehrere Diskussionsrunden, wie man das erwarten dürfte, gibt es eigentlich nicht, die Fronten sind alsbald klar verteilt. Man fragt sich aber schon: Wirklich? Ginge es nicht anders?
Wiederum gefiel mir die Figur des Zemo gut, der aber, ähnlich wie bei BvS, einen Superplan entwerfen muss, der auch ziemlich einfach in die Hose hätte gehen können. Macht wohl nix - das Aufbauen der Kontrahenten ist gut gemacht.
Zu den Actionszenen muss ich allerdings sagen: Das ist alles nichts Neues. Und wenn gerade die Helden am Flughafen gegen Ant-Man ranmüssen, dann ist das doch nichts weiter als eine Reminiszenz an "Gullivers Reisen" und Ähnliches?! Also bitte! Gut war's ja, aber nicht sonderlich originell. Und das gilt für den ganzen Film.
Fazit: Ein gutes Aufeinandertreffen der Helden, aber es hätte - wie immer bei Marvel - tiefergehender, konsequenzreicher und bedeutungsvoller sein dürfen.
ToKn
ToKn

2.006 Follower 962 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 11. September 2016
Kann dem "Marvel Cinemativ Universe" erneut nichts abgewinnen. In mittlerweile 13 Filmen haben die Macher schon über 10 Milliarden $ eingenommen! Über 10 Milliarden $ hat die Weltbevölkerung dafür ausgegeben, um sich an solch sinnfreien Ballerorgien zu ergötzen. Finde ich schon ziemlich bemerkenswert (im negativen Sinn natürlich). Habe hier Kritiken gelesen, in denen was von "tiefgründigen Inhalt" steht. Manch einer moniert "zu viele Dialoge". Wer sich jetzt fragt, warum ich mir das dann anschaue..., ja..., dass ist eine durchaus berechtigte Frage. Zwischendurch phasenweise langweilig. Schauspielerisch ist das ein reines Abkassieren und "im Gespräch" bleiben. Meisterleistungen in Bezug auf schauspielerisches Handwerk sind nicht von Nöten, demzufolge verschenkt. Technisch und handwerklich ist der Film allerdings eine Wucht, dass will ich gerne zugeben, dafür die zwei Sterne.
SteveDuckpoint
SteveDuckpoint

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4,0
Veröffentlicht am 15. August 2016
Der Film war ganz ok, jedoch fehlt mir das typische Marvel-Feeling hier ein wenig. Also 4 Sterne für den Film.
Kino:
Anonymer User
2,0
Veröffentlicht am 9. August 2016
Ein Film vollgepackt mit Klischees, der es nicht einmal schafft Spannung aufzubauen. Bei jedem Kampf weiß man, dass jeder diesen überleben wird. Die einzige Person die sich schwer verletzt wurde von einem aus dem eigenem Team erwischt und das nur zufällig. Der Tod von Captain America bleibt aus obwohl er in der Comicvorlage das zeitlich segnet. Das Ende war uninspiriert und langweilig, fast schon ein Holly Wood Happy End. Wenigstens hatte er ein paar witzige Stellen, dann muss man den Film nicht ganz so ernst nehmen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 9. Juli 2016
MARVEL erlaubt sich in dem Superhelden-Marathon eine Verschnaufspause um allen Charaktären Gelegenheit zu geben sich weiter zu entfalten. Dazu eignet sich ein Registrierungsthema und eine alte Freundschaft, die neue zerstört, hervorragend. Geradezu genial werden alle Helden in zwei Lager geteilt und dürfen sogar gegeneinander kämpfen,"...bis einer weint!" (Zitat). Dabei kommt der Film ohne einen größenwahnsinnigen Schurken aus und lässt die "Superhelden-WG" anmutig und sogar tiefgründig wirken. Ein herrlicher Spaß für Fans und ein noch größerer Spaß für diejenigen, die bislang dachten, dass Comics Nerdkram ist.
Schönes Ding!
GamePrince
GamePrince

14 Follower 57 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 29. Juni 2016
Während einige der Meinung sind, dass es langsam mit den vielen Superhelden-Filmen reicht, bin ich der Meinung, dass es noch lange nicht reicht und weiß, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe. Denn wenn die Filme so gut sind, wie es „Civil War“ ist, kann man davon nicht genug haben.

Zur Geschichte brauch ich ja nicht viel sagen. Nach den Geschehnissen und Zerstörungen aus den letzten Teilen, möchte die US-Regierung die Kontrolle über die Avengers um diese nur auf Anweisung handeln zu lassen. Während Tony Stark aka Iron Man dieses Vorhaben unterstützt, musste Steve Rogers aka Captain America bereits miterleben, wie eine so mächtige Organisation missbraucht wurde und stellt sich dagegen.
Dadurch entsteht ein sehr tiefgründiger sowie spannender Konflikt, in welchem wir eine nie zuvor gesehene Seite der Avengers präsentiert bekommen. Statt miteinander, kämpfen sie gegeneinander, Captain America wird vom Held zum Verbrecher, Tony Stark ist traumatisiert und so ernst wie nie. Mit diesen und weiteren Zutaten verleiht man dem Marvel-Universum einen frischen Anstrich und wenn dann noch Antman und Spiderman zur Gruppe dazu stoßen, ist nichts mehr wie vorher.
Auch die Action ist nicht mehr wie in den vorigen Teilen, sondern besser als jemals zuvor – auch ohne zerstörte Städte. Ich werde jetzt gar nicht erst versuchen, irgendwelche Kampfsequenzen zu beschreiben, da keine Definition diesem Spektakel gerecht werden würde. Und wie auch bei der Geschichte, ist mir bei der Action mehrmals die Kinnlade runtergekippt und jedes Mal, wenn ich dachte das Highlight des Films gesehen zu haben, wurde noch einer draufgelegt. Ständig steigert sich der Film, übertrifft sich immer wieder selbst und gipfelt dann in einem spektakulären, spannenden sowie dramatischen Finale.
Wenn es gerade keine guten Dialoge oder explosive Action zu sehen gibt, wird man mit der üblichen Prise Humor sehr gut bei Laune gehalten und es kommt so gut wie nie Langeweile auf. Trotz einer Laufzeit von 148 Minuten, kam mir der Film nicht zu lang ja eher zu kurz vor, da ich gerne noch mehr gesehen hätte.

Fazit:
Das hier ist einer der besten Marvel-Filme aller Zeiten. Die Geschichte ist sehr spannend, die Action besser denn je, Schauspieler super wie immer, und der Film ist einfach durchgehend spannend und unterhaltsam. Besser geht’s kaum.
Selbst Nicht-Fans wird der Film gefallen.

Wertung: 4,5 von 5 Sternen
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 5. Juni 2016
Wie einige schon vor mir kritisiert haben: Der Film ist zunächst sehr langweilig. Es dauert eine Stunde bis endlich was passiert. Zu viele Dialoge zu Beginn, die nicht wirklich sinnvoll sind und die Story weiterbringen. Die zweite Hälfte des Films ist umso spannender und actionreicher mit einer Menge Superhelden. Spiderman und Antman waren für mich die Highlights. Für alle Comic Fans ein Muss!
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