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Örnywood
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3,0
Veröffentlicht am 31. August 2015
Low Budget Produktionen im Horror Genre sind ein Trend in Hollywood dem so langsam die Luft ausgeht. Nach grandiosen künstlerischen und Kommerziellen Erfolgen wie etwa "The Conjuring", "Insidious", "Sinister" oder "Paranormal Activity" beschleicht mich das Gefühl, der Trobs ist mehr als ausgelutscht und schmeckt einfach nur noch fad. Hin und wieder kann uns dann aber doch noch so eine kleine Genre Perle erreichen, und nachdem sich die Kritiker teilweise überschlagen haben (immerhin einen Metascore auf IMDb von 86) war ich mehr als gespannt auf den Australischen Beitrag zum Abklang des Billig Trends. Eines gleich mal vorweg. Atmosphärisch besticht der Film durch graue Töne und einer depressiven Grundstimmung, was dem Thema hilft und die richtige Emotion beim Zuschauer erzeugt. Ein klassischer Horror Streifen ist "Der Babadook" aber beim besten Willen nicht, eher ein Familien-Drama und Kammerspiel. Das ist erfrischend anders, jedoch verliert dieses Stilmittel nach und nach seinen Effekt und strapaziert ein ums andere mal die Geduld.
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, hat jeder seine eigene Methode damit umzugehen. Die einen gehen ständig aus unter Leute, andere verschließen sich und flüchten in ihre eigene Welt. Was passiert wenn eine junge Mutter ihren Mann verliert und plötzlich mit Haus und Kind alleine da steht? Dieser Frage geht Regisseurin Jennifer Kent mit viel Feingefühl und psychologischen Spielereien nach. Sind die Schwierigkeiten für einen Jungen eher die ohne Vaterfigur aufzuwachsen, durchlebt seine Mutter die Einsamkeit ohne Liebe und Berührungen, was in vielen Szenen auch gezeigt wird. So ein altes Haus kann sich dann auch schon mal als psychischer Overkill erweisen, wenn es nur noch mit dunklen Gedanken ausgefüllt ist. So baut der Film sehr gemächlich diese Stimmung auf und folgt den beiden durch ihren schweren Alltag. Dabei sind die Sympathien anfangs klar auf Seiten der Mutter, erweist sich das Kind doch als ADS Flummi der, so scheint es auch noch 3 Liter Energy am Tag zu sich nimmt. Der Junge heißt Samuel und flüchtet sich in eine Traumwelt, läuft mit einer selbstgebauten Armbrust durch die Gegend (um gegen Monster gewappnet zu sein), nörgelt, ist launisch und aufbrausend gegen seine Mitschüler. Das abendliche Lesen soll ihm das schlafen leichter machen, bringt meist jedoch nicht viel. Das Kinderbuch "Der Babadook" macht das ganze auch nicht gerade besser, fängt Samuel doch dann erst recht an zu Fantasieren und Amok zu laufen. Mit gruseligen Zeichnungen und Sprüchen man darf ihn nicht eintreten lassen, sonst wird man "ihn" nicht mehr los setzt es alsbald die Nerven der beiden gehörig unter Druck. Auch ein Medikament mit den Samuel einschlafen soll macht das ganze nicht besser, den schon längst ist das Monster im Haus angekommen....
Wer glaubt dann geht in der zweiten Filmhälfte eine nicht enden wollende Grusel Orgie los der irrt sich gewaltig. Jennifer Kent macht gar keine Anstalten am Tempo etwas zu ändern. Auch große Effekt Hascherein gibt es nicht. Es spielt sich alles im Kopf der Protagonisten und dem Zuschauer ab. Hin und wieder taucht der Titelheld zwar auf, doch meist wird sein Aussehen nur angedeutet und mit gruseligen Tönen untermauert. Im Schlussakt spielt die psychische Beziehung zwischen Mutter und Kind das eine zentrale Rolle, den nur gemeinsam können sie sich ihren Geistern stellen. Hier kippt dann auch die Sympathie ganz klar in Richtung von Samuel,bei dem das ganze nervige Verhalten langsam etwas verständlicher wird. Die beiden Hauptdarsteller Essie Devis und Noah Wiseman machen ihre Sache ordentlich,und erzeugen Kammerspiel-artig die Richtige Stimmung beim Zuschauer. Die Australische Regisseurin Jennifer Kent schaft mit wenig finanziellen Mitteln, einer guten Kamera Arbeit und dem richtigen Einsatz von Tönen eine psychisch depressive Stimmung, doch grusel will nicht so wirklich aufkommen, richtige Schreck Momente sind eigentlich nicht vorhanden, und andere Genre Brüder haben es mit ähnlichem Aufwand deutlich besser hinbekommen. So bleibt ein interessantes Duell zweier Menschen die auf ihre ganz eigene Weise mit dem Verlust klar kommen müssen. Angst, Schweißtropfen auf der Stirn und Panik hatte ich aber in keiner Minute und das ist schade, den mit dem Story Hintergrund und der Aufmachung wäre da deutlich mehr Thrill Faktor drin gewesen.
Fazit: "Der Babadook" ist ein Tiefen-psychologisches, atmosphärisches und Depressives Drama über Verlust und dem Umgang mit den eigenen Bedürfnissen. Grusel sucht man hier aber vergebens, und das behäbige Tempo strapaziert ein ums andere mal die Geduld!
Kleiner, aber guter Horror, der mit einfachen Urängsten spielt. Etwas nervig sind die Schauspieler sowohl die Mutter als auch der Sohn, der aber ein weiterer guter Gruselfaktor ist. Man kommt von einem Schocker zum nächsten und es gibt wenige Ruhemomente. Selbst das Ende ist gut gelungen, wenn auch etwas abgedroschen. Dafür ist die komplette Aussage des Films eine sehr gute, die auch wunderbar im Hintergrund gehalten wird, aber trotzdem deutlich dargestellt ist. Der Film regt, nachdem man sich von den reichlichen Schockmomenten erholt hat, auch gut zum Denken an.
Der Babadook war einer dieser Filme auf die ich mich sehr gefreut habe. Ich stehe sehr auf Horrorfilme und wenn noch eine unheimliche Figur ala der Boogeyman, Zahnfee, Slenderman oder der Babadook mit im Spiel ist umso besser. Ich erwartete eine Film mit starker Atmosphäre und einer unheimlichen Story. Leider wurde ich nach meinem Kinobesuch auf ein schlechteres belehrt. Weder die Story, noch die Schauspieler, noch die Atmosphäre waren zufriedenstellend. Mich erinnerte der Film eher an ein Drama mit einer gestörten Mutter, als an einen Horrorfilm. Auch wenn mir die Figur des Babadook sehr gut gefiel, tröstet es nicht über den miserablen Rest hinweg und deshalb 1 Stern für meine persönliche Filmenttäuschung 2015.
Beginnt sehr vielversprechend, aber leider kristallisiert sich der Film als riesengroßer Scheiß raus... Wird zum Ende hin immer skurriler und immer noch bescheuerter, sodass man am liebsten einfach ausmachen möchte... Doch man denkt sich, vielleicht wird das Ende ja noch gut, doch das Ende ist leider eine riesengroße Enttäuschung! Für mich ist der Film nicht zu empfehlen und würde davon abraten...
Guter intelligenter Drama-Psycho-Horror was auch immer. Die Hauptdarsteller (Mutter (Essie Davis) wie Sohn (Noah Wiseman)) großartig. Atmosphäre durchgehend beklemmend mit eingestreuten wundersamen Elementen. Jennifer Kent macht mit "The Babadook" genau das richtig, was ein Horrorfilm am Dringendsten nötig hat. Sie ist kreativ. Leider verliert sich der Film zum Ende hin etwas und der Ausgang selbst konnte nicht überzeugen. Trotzdem ein Film, den es lohnt zu schauen.
Es fing ja gar nicht schlecht an, die kindliche Nervensäge hätte sogar das Potenzial den Verkauf von Verhütungsmitteln anzukurbeln, aber das war vermutlich nicht das Motiv des Films. Der ahnungslose Zuschauer wird - wie so oft - von sehr talentierten Trailermachern in einen Film gelockt der dann doch irgendwie das Thema des Abends verfehlt hat. (btw ... es sollte einen Negativpreis für die "besten" Trailer geben, die die größten falschen Erwartungen wecken ...
Der Anfang war ich noch hoffnungsvoll. Ein glaubhaftes Setup, glaubhafte Schauspieler, ein wundervoll gemachtes Gruselbuch ... es schien solider Streifen zu werden. Aber dann lässt der Babadook den Zuschauer nach ein paar Schockeffekten und gähnender Langeweile nur völlig verwirrt und ohne logische Zusammenhänge ratlos auf dem Kinosessel zurück. Eigentlich ist in dem Film gar nichts passiert, zumindest nichts greifbares !
Ein guter Horrorfilm erschreckt den Zuschauer nicht nur ... er erklärt den Grusel und den Grund für das Böse ... macht ihn dadurch plausibel und damit realer. Wenn etwas passiert möchte der Mensch das "warum" erfahren, viel mehr als das "was" und "wie" es geschah. Ohne das "warum" zu erklären, begeistert man keinen Zuschauer, egal was ein Film sonst noch zu bieten hat.
Ich vermute mal die meisten Kritiker haben den Film gar nicht (bis zu Ende) gesehen ... selbst der filmstarts.de Kritiker spricht nur von der "metaphorische Bedeutung" des Monsters ohne diese benennen zu wollen ... imho um einer Diskussion über logische Widersprüche gleich mal aus dem Weg zu gehen.
Und wer mich nun belehren will, der Film sei ja vielleicht eher ein Drama gewesen und vielleicht hätte die "Metaphern und Allegorien" um die trauernde Mutter und ihre psychische Verfassung nicht verstanden ... dem kann ich nur eines antworten: Ich habe den Eintritt für einen Horrorfilm bezahlt ... aber keinen zu sehen bekommen! Buuuuhuuuhh !
"Der Babadook " hat mich sehr positiv überrascht und überaus gut unterhalten. Die Story handelt von einer alleinerziehenden Mutter die den Tod ihres Mannes nach 6 Jahren noch immer nicht überwunden hat. Ihr Sohn ist hyperaktiv und begeistert sich für Zaubertricks und baut sich seit geraumer Zeit Waffen um sie vor dem bösen zu beschützen. Da der kleine Nachts nicht mehr schlafen kann und ständig von Mister Babadook fantasiert ist die Mutter gezwungen einen Psychiater aufzusuchen . Als jedoch auch sie anfängt Nachts Geräusche zu hören und seltsame Schatten an den Wänden zu erkennen, stellt sie fest, dass ihr Sohn gar nicht mal so unrecht hat. Die Atmosphäre des Films ist überwältigend düster und katatonisch in Szene gesetzt und wird keine Sekunde langweilig. Die Schauspieler spielen überragend und liefern meisterhaftes. Einzig das Ende des Films hat meinen Geschmack nicht getroffen. Fazit: Ein Horrorfilm der stark an Pans Labyrinth erinnert und durch seine starken Schauspieler und absolut düsteren Atmosphäre punktet. TOP!
Hab mir den Film heute im Kino angeschaut, nach langer, hoffnungsvoller Wartezeit! ... Ich bin von Anfang bis Ende leider komplett enttäuscht über diesen ("vielmals von Kritikern für sehr gut etc...") beurteilten Kinofilm! ... Meine Vorfreude war zunächst riesig, nachdem ich nach etwas längerer Zeit, endlich wieder lesen durfte 》STEPHEN KING & HORRORFILM《, was "normalerweise" immer in's positive hinaus läuft! ... Sinnverlust des Filmablaufs, ebenfalls von der ersten bis zur letzten Sekunde! ... ..... ..... ..... ●○●Mein persönliches Fazit●○● {1.= nicht verständlich das FSK16} {2.= mehr Komödie, als Drama & Horror} {3.= ein wenig zu viel abgecovert, vom wesentlich besseren original dem ☆BOOGEYMAN☆}
Der Film geht los mit einer vielversprechenden Traumsequenz.
Das war's dann erstmal. Danach folgen holprige Dialoge, hektische Schnitte und Nahaufnahmen, die einem wie bei einem Werbefilm ins Auge springen. Horror? Bei mir eher Ausstieg.
Die Regisseurin verrät von Anfang an, wie sie uns das Gruseln lehren will und welcher Inspiraionsquellen sie sich bedient:
Sie arbeitet mit einer kunstvoll sterilen Beleuchtung, die Menschen wie Wachsfiguren aussehen lässt, in einer klassisch einsamen "Halloween"-Wohnumgebung, in einem Haus, das wie in "Shining" viele verwunschene Orte verspricht und desorientierende Kamerafahrten ermöglicht.
Ihre Hauptdarstellerin schaut in permanenten Nahaufnahmen zunehmend desorientiert in die Kamera. Ein sehr bemüht gespielter, aber wenig überzeugender Realitätsverlust, der wohl Polanskis genialer Darstellung in "Der Mieter" abgeguckt ist.
Das Kind kann wie in "The Sixth Sense" Dinge sehen und wird nicht von seiner Mutter verstanden. Das wirkte im Vorgänger echt und man wunderte sich darüber, wie ein Kind so authentisch spielen kann. Der junge Darsteller in diesem Film kann mich nicht wirklich überzeugen und als er bei einem epileptischen Anfall im Auto die Augen verdreht, muss ich schmunzeln.
Die Mutter wird beim dramaturgischen Höhepunkt des Films zum Babadook mit der Stimme von Linda Blair aus "Der Exorzist". Spätestens hier wird deutlich, das der Horror nicht funktioniert, denn im Publikum wird gelacht.
Naja, der Wille war da - Der Regisseurin ist ein etwas anderer Film gelungen, einer, der sich vom Hollywood-Mainstream unterscheidet und dafür wird sie von der Kritik geliebt. Sei's ihr gegönnt. Fast wirkt ihr Film ein wenig aus der Zeit gefallen, man fühlt sich ins 70er Jahre-Kino zurückversetzt, was sicher auch an der Kameraführung, der theatralisch steifen Darstellung und den immer wieder zur Unterstreichung des Realitätsverlustes eingefügten TV-Zitaten liegt.
Doch wenn man ehrlich ist, ist das genau der Grund, warum der Film nicht funktioniert. Alles schonmal dagewesen und nicht den heutigen Sehgewohnheiten entsprechend. Obwohl die Regisseurin in ihrer Geisterbahn-Inszenierung gegen Ende hin mächtig auffährt und einen durchaus spookigen Soundtrack hinzaubert, kann sie nicht mitreißen, denn man weiß alles schon vorher und fragt sich: warum dieser Aufwand ? Guter Horror funktioniert subtiler und das haben die wahren Meister immer wieder gezeigt.