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Brodie1979 ..
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4,5
Veröffentlicht am 15. November 2016
Nicht ungewöhnlich: hier weicht mal wieder Werbung gezielt vom Inhalt ab. Ja, es geht um Außerirdische die auf die Erde kommen, ja, sie kommen in großen Raumschiffen die auf der Erde landen und ja, es gibt im Film eine größere Explosion – aber nein, es ist keine Variante von „Independence Day“. Hier geht es eben um die Situation der Kontaktaufnahme, wie ein Team Wissenschaftler versucht und versuchen muß mit eben einer außerirdischen Macht Kontakt herzustellen und einen Weg der Kommunikation zu finden. Natürlich sind dabei Science Fiction Elemente dabei und die Nummer stellt durchaus einen Science Fiction Film dar, aber eben einen solchen mit philosophischem Anstrich wie eben „Interstellar“ und Konsorten. Dabei liegt der Hauptfokuss auch nicht auf den Ereignissen der Welt, sondern auf Amy Adams Figur, deren Probleme und eben ihren Versuchen einen Kontakt herzustellen. Für das Resultat muß man dann eben etwas offen sein: ich kann jeden verstehen dem dieser Film zu langweilig daher kommt und bin auch selber der Meinung das Jeremy Renners Part relativ überschaubar ausfällt. Aber trotzdem: für denjenigen der Anspruchsvolle Unterhaltung sucht und sich mit einem redseligen Alienfilm anfreunden kann dürfte dieser ein absolutes Highlight darstellen. Zu Recht!
Fazit: Kaum Actionanteile; dafür intelligente Utopie mit bizzarem letzten Akt!
12 außerirdische Raumschiffe landen auf der Erde, verteilt auf verschiedenen Kontinenten. Die Besucher verhalten sich ruhig und ihre Motive sind unklar. Erst der Linguistin Dr. Banks (Amy Adams) gelingt es, mit ihnen direkt zu kommunizieren. Und als die Fremden das Wort "Waffe" verwenden, gerät die Welt in Angst und militarischem Aufruhr...
Arrival ist das neue Werk von Dennis Villneuve nach Sicario und Prisoners. Er präsentiert einen Science-Fiction Film, der anfangs in klassichen Mustern abläuft, aber je mehr die Handlung preisgibt, desto weniger weiß man, wo die Reise hingeht. Eingestreut in den gegenwärtigen Geschehnissen, erlebt man Flashbacks der Protagonistin, welche erst am Ende einen Sinn ergeben. Dann aber mit solch einer Wucht, die einen erst einmal staunend zurücklässt, sodass ich noch Stunden später die einzelnen Puzzelteile in meinem Kopf sortieren musste. Ein Mindfuck der Extraklasse.
Die Spezialeffekte sind top und der Score klasse gewählt. Adams spielt ihre verletzliche Wissenschaftlerin so glaubhaft, dass eine Oscar Nominierung sicher ist. Die anderen Darsteller (Jeremy Renner, Forrest Whitacker) fallen dagenen etwas ab.
Fazit: Visueller und philosophischer Trip, der einen nicht loslässt.
Arrival lebt davon, dass er im vergleich zu anderen Alienfilmen, die mit Invasionen spielen vollkommen auf die Gewalt und ein Effektgewitter verzichtet, dafür aber auf eine spannende und zugleich düstere Atmosphäre setzt. Inhaltlich ist der Film super geworden und wartet mit viel clevernis und Genialität auf, die eine dazu noch sehr wichtige Botschaft mit sich bringt und einen interessante Twist bereit hält. Darstellerisch ist es Amy Adams, die einfach eine wahnsinnige Performance hinlegt. Und auch optisch kann der Film mehr als überzeugen, den die Effekte werden nur da verwendet wo man sie braucht und so entsteht ein fantastisches Alienraumschiff, ebenso wie unglaublich realistisch aussehende Aliens selbst. Dennis Villeneuve kann es einfach und er untermauert seine Leistung hier ein weiteres mal. An "Blade Runner 2049" hab ich keine Zweifel mehr. Und was man ebenfalls hervorheben sollte ist zu meinen der unglaublich gute Score von Johann Johannson, der einfach Gänsehaut verursacht, sowie das Szenenbild und die Kameraarbeit. Kurz: Arrival ist in jeder Hinsicht ein wahres Meisterwerk.
Ein toller Film, welcher die Handlung angenehm langsam aufbaut und häppchenweise vorwärts kommt. Amy Adams spielt dabei genau wie Forrest Withaker gekonnt auf und kann auf ganzer Linie überzeugen. Der Twist des Films ist dann schließlich ersteinmal etwas überraschend aber schließlich sehr erfrischend für das "Alien Invasions"-Genre. Bild und Musik reihen sich ebenfalls in das gelungene Gesamtbild von Arrival.
Nach Prisoners und Sicario schafft Denis Villeneuve mit Arrival erneut einen großartigen Film und erntet zudem verdient mehrere Oscarnominierungen. Arrival ist allerdings kein typischer Alienfilm und hat mehr Parallelen zu Interstellar als beispielsweise zu Independence Day. Arrival ist viel ruhiger und actionärmer als es beispielsweise der Trailer vermuten lässt. Action ist aber gar nicht notwendig, da die Handlung sich zunehmend auf die von Amy Adams verkörperte Protagonistin Dr. Banks und die Entschlüsselung der Sprache konzentriert. Eine clevere Story mit unerwarteten Wendungen, eine starke Amy Adams und die kühlen atmosphärischen Bilder machen Arrival im mehrfachen Sinne zu einem von vorne bis hinten runden Film. Eine eindeutige Empfehlung für alle SciFi Fans, die gerne auch nach dem Film noch über die Handlung nachdenken wollen.
Dieser Film ist der absolute Gegenpol zu "Independence Day". Ruhig, intelligent, philosophisch und emotional. Ein Plädoyer für den Frieden durch Zuhören, Reden, Vertrauen und voneinander Lernen. Mit "The Revenant" fing das Jahr großartig an und mit "Arrival" wird es perfekt abgeschlossen.