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    Sicario
    Durchschnitts-Wertung
    4,1
    556 Wertungen
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    41 User-Kritiken

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    markus
    markus

    User folgen 4 Follower Lies die 32 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 21. Dezember 2015
    Ich verstehe die Welt nicht mehr ob der Kritiken.Am Anfang noch durchaus vielversprechend,verflacht die Handlung zunehmend.Die Dramaturgie am Anfang wird leider nicht aufrechterhalten.Emily Blunt mit ihrem ständig mitleidig-entsetztem-teils schon nervigen Gesichtsausdruck ist als FBI-Agentin total unglaubwürdig und untaff, und eine Fehlbesetzung noch dazu.Erst in der letzen halben Stunde kommt so etwas wie Spannung auf, und dass viel zu kurz.Das Ende ist unspektakulär.Hier hätte ich von Villeneuve mehr erwartet.
    mikeros
    mikeros

    User folgen 7 Follower Lies die 24 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 4. Oktober 2015
    Grundsätzlich (eigentlich) großartig!Ja... Sicario zu bewerten fällt extrem schwer.Vorab: Dennis Villeneuve entwickelt sich zunehmend zu einem meiner Favoriten der letzten Jahre und Sicario bestärkt nur, dass es sich nicht um ein One-Hit Wonder Regisseur handelt. Ich denke echte Spannung zu erzeugen ist heute nicht mehr ganz einfach aber Villeneuve gelingt es augenscheinlich mit einem einzigen Wimpernschlag. Der Film nimmt einen direkt ab Minute eins gefangen und inszeniert schon ohne Storygerüst einen erstaunlichen Sog. Die Actionszenen übertreffen inzwischen sogar die Arbeit von Paul Greengras und zwar ohne Tremor-Cam. Das hält zunächst auch an und selbst ruhige Szenen wirken wie die große Ruhe vor dem Sturm. Der düstere Soundtrack tut sein Übriges. Villeneuve lässt die Story bewusst erst mal hinter einem grauen Schleier. Das ist nicht ganz leicht, triggert aber die Aufmerksamkeit und unterstreicht die Gefühle der Hauptprotagonistin. Leider merkt man irgendwann, dass Villeneuve extrem ambitioniert mit Sicario umgeht und zwar so sehr, dass ihm tatsächlich die Zeit ausgeht. Es zeigt sich in Sicario regelrecht dramatisch, dass dieses Genre inzwischen als Mini-Serie bedeutend besser funktioniert. Ich sehnte mich regelrecht danach Sicario mit seinem großartigen Cast als Serie zu sehen und zog viele sehnsüchtige Vergleiche zu Netflix "Narcos". Mangels Zeit fehlt es irgendwann dezent an Übersicht und der "graue Schleier" muss schnell verfliegen und sorgfältig eingeführte Figuren werden regelrecht fallen gelassen. Villeneuve will uns nachdenklich hinterlassen und nicht jede Antwort auf die Leinwand knallen aber am Ende geht dann doch irgendwie alles zu schnell. Dies fällt besonders ins Gewicht, da Villeneuves Einzelsequenzen Kunstwerke sind und er sich in der ersten Hälfte trotz hohem Pacing viel Zeit nimm. Als Miniserie mit mehr Entfaltungsmöglichkeiten wäre Sicario eine regelrechte Offenbarung. So bleibt (leider nur) ein sehr guter Action-Thriller mit einem starken Cast. Dennoch ist der Film unbedingt Pflichtprogramm für jeden Fan des Genres.
    komet
    komet

    User folgen 45 Follower Lies die 179 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 2. Oktober 2015
    was für´n schrott. hätte man aus dem film einen normalen 90-minüter gemacht, wäre das ja noch halbwegs o.k., aber so hat der film viel zu viele szenen, welche die handlung nicht voran bringen und deswegen eigentlich überflüssig sind. die handlung wird in die länge gezogen durch zu viele szenen, in denen nichts passiert, was für die handlung relevant wäre. angenommen, man hat gerade vier wochen ohne pause durchgearbeitet und steht kurz vor dem burn-out, dann wäre dieser film die beste therapie.
    niman7
    niman7

    User folgen 494 Follower Lies die 616 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 5. Oktober 2015
    Mit dem Thriller "Sicario" liefert uns Regisseur Denis Villeneuve einen weiteren Film über den Drogenkrieg an der mexikanisch-amerikanischen Grenze. Dabei konzentriert sich die Handlung auf die junge FBI Agentin Kate Macer (Emily Blunt). Nach dem sie ein Haus in Phoenix mit 42 versteckten Leichen findet und dabei beinahe in die Luft gesprengt wird, beschließt ein Sonderkommando um Matt Graver (Josh Brolin) das Böse bei den Wurzeln zu packen...Mit der von der Partie ist der mysteriöse Alejandro (Benizio Del Toro). Ich war sehr gespannt auf den neuen Film des kanadischen Regisseurs. Mittlerweile bin ich nahezu ein Anhänger seiner Filme und Drehweise geworden. Auch Sicario wusste zu überzeugen. Hatte Prisoners noch einen richtig guten Mix aus packender Geschichte und wunderschönen Bildern, sind die Bilder bei Sicario deutlich stärker und die Handlung dafür umso schwächer. Dabei fängt Villeneuve richtig stark. Er redet nicht um den großen Brei herum. Eine SWAT Einheit stürmt ein Haus, ein Mann wird erschossen und der Fund der Leichen (eingetütet und verschweißt in der Wand). Der Zuschauer wird sofort mit krassen Bildern überladen und wir bekommen ein Bild davon, wie Macer´s Alltag aussieht. Nach dem man den Schock verdaut hat, fährt der Film etwas runter. Wir lernen die für mich jetzt schon Kultfiguren Graver und Alejandro kennen. Während Graver als Leister ganz gemütlich mit Flipflops im Büro sitzt und wichtige Besprechung hält, strömt er dabei eine wahrhaftige Coolnes, der ich nur ganz selten gesehen habe. Selbst bei den schwierigsten und ekelhaftesten Ereignissen, hat er noch einen witzigen Spruch auf Lager und ist einfach nicht von der Ruhe zu bringen. Auch Alejandro versprüht eine große Coolnes, aber in ganz anderer Form. Er wirkt müde, ruhig, gleichzeitig geladen und einfach diese mysteriöse aufregende und böse Aura. Man will unbedingt wissen wer Alejandro ist und wieso zum Teufel er für die Amerikaner als Kolumbianer arbeitet! Nun folgt die wohl mit beste und faszinierendste Szene die ich jemals sehen durfte. Die Einheit fährt mit mehreren Convoys durch die Drogenhauptstadt Juarez. Das ganze wird aus der Vogelperspektive aufgenommen und Villeneuve zeigt uns mit bahnbrechenden Bildern eindrucksvoll diese Stadt und in was für einer grausamen Welt wir doch leben. Ich will da nicht zu viel verraten. Aber! Das ist der Höhepunkt von Sicario und so unglaublich spannend wie "Heat" von Michael Mann! Wir werden in einem Sog aus Gewalt und Zerstörung hereingezogen. Die Spannung steigt ins unermessliche. Die Kacke ist am dampfen. Jeden Moment könnte der verunsicherten und unerfahrenen Kate Macer etwas zu stoßen. Ein weiterer Höhepunkt ist das letzte Drittel mit der Jagt, bewaffnet mit Nahsichtkamaras und schwerem Geschütz. Die ebenso immens spannend ist. Doch warum nur 4 Sterne trotz großer Begeisterung? Handlungstechnisch ist der Film nicht gut. Der Schwachpunkt ist leider Gottes Emily Blunt. Ich habe mich riesig über ihre Rolle gefreut und ich bekomme nicht genug von ihr. Leider wird sie im Film von Minute zu Minute immer unwichtiger. Sie wird von Hauptfigur zu Nebenfigur degradiert. Man weiß einfach nicht was sie will, wieso sie da ist, was ihre Ziele sind. Sie wird von Ort zu Ort als eine Art Praktikantin mitgeschleppt und darf schön brav im Dunkeln tappen während Graver mit seinen coolen Sprüchen jongliert. Gegen Ende ist sie so unwichtig, dass es nur noch um Alejandro geht. Überhaupt ist das Drehbuch recht dünn. Es braucht eine Ewigkeit bis man sich in der Handlung zurecht findet und eine Idee hat worum es da überhaupt geht. Einen Bösewicht suchen wir vergeblich. Wir kennen ihn namentlich, er wird uns als das personifizierte Böse verkauft und passiert einfach nichts. Ich kann euch an dieser Stelle noch nicht einmal seinen Namen nennen. So unwichtig war er. Die Soundtrack ist dagegen herausragend. Die dichte Atmosphäre wird brillant eingefangen und verleiht immer wieder einen kurzen Schocker.
    FAZIT: Villeneuve´s Film "Sicario" ist nicht das erhoffte Meisterwerk geworden auch wenn er grandios anfängt. Dagegen ist die Handlung zu dünn und verwirrend. Die Hauptdarstellerin versinkt mit zunehmender Zeit in die Unwichtigkeit und der Bösewicht ist viel mehr ein Mythos. Dagegen kriegen wir 2 herausragende Szenen zu Gesicht, für die allein es sich lohnt, den Film immer wieder zu schauen.
    Spawn
    Spawn

    User folgen 6 Follower Lies die 21 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 13. Oktober 2015
    ....Emily Blunt wirkt in diesem harten Kriminal-Thriller zunächst als Identifikationsfigur. Als Zuschauer ist man anfangs genau so ahnungslos wie sie und man weiß nicht so recht worauf man sich gerade eingelassen hat. Man wird mitgenommen, nimmt am Geschehen teil, aber der tiefere Sinn und Zweck der Operation bleibt einem lange verwehrt. ( „ Ich könnte dir erklären wie das Uhrwerk funktioniert, wichtig ist aber gerade nur wie spät es ist“ - Alejandro ) Nach und nach wird ihr klar, welche Rolle sie eigentlich zu spielen hat. spoiler: Die Protagonistin wird zur Nebenfigur degradiert und muss sich den Regeln der harten Realität stellen. Der Zuschauer wird desillusioniert. Das ist die eigentliche Botschaft des Films und zugleich seine große Schwäche.Macht wird zu Ohnmacht und letztlich spielt es keine Rolle mehr wie sie handelt, das Ende ist schon geschrieben und es wird ihr klar, dass sie nur ein kleines Zahnrad in einem großen Uhrwerk war. [/spoiler
    ]Darunter leidet vor allem in der zweiten Hälfte die Spannung...
    Kino:
    Anonymer User
    2,5
    Veröffentlicht am 15. Juli 2018
    Sicario wirkt sehr unausgewogen. Die ''Handlung'' kann man eigentlich gar nicht als solche bezeichnen, da der Großteil des Films daraus besteht, sich auf Kampfhandlungen vorzubereiten oder diese auszuführen. Erst zum Ende kommt überhaupt erst der Hauch einer Story auf, dann aber recht vorhersehbar und wenig überzeugend, so als wolle Villeneuve bewusst die Geradlinigkeit der ersten Stunde aufbrechen. Zudem wirken die Charaktere, wenngleich insbesondere Emily Blunt und Benicio DelToro überzeugend spielen, wie am Reißbrett entworfen: ''Sicario'' operiert massenhaft mit genreüblichen Klischees, wenngleich die vorgegebene Ernsthaftigkeit des Films dies oft vergessen lässt. Immerhin dies muss man aber dem Film zu Gute halten: er orientiert sich ganz klar an einer realistischen Machart, verzichtet weitgehend auf Ironisierung. Dennoch wirkt das fast bewundernde Zurschaustellen der Polizei und ihres Equipment bald albern, was umso schlimmer ist, als dass der Film diese Bewunderung verschleiert und mit halbgewalkten Gesellschaftskritik übertüncht. So verwendet der Film zum Beispiel ein paar Minuten, um kurz auf einen mexikanischen Polizisten einzugehen. Dieser kurze Abstecher soll wohl aufzeigen, dass der Drogenkrieg komplex ist und auf der anderen Seite auch Menschen stehen. Mit solchen Binsenweisheiten geht der Film gern hausieren, etwa auch, wenn er am Ende auf die verschiedenen Interessen einzelner Personen (Brolin, del Toro etc.) eingeht. Dieser Twist kommt allerdings wie aus dem Nichts, wirkt dramaturgisch überhaupt nicht notwendig und eher von einem gewitzten Drehbuchschreiber noch angeklippt, um dem Publikum zumindest einen Anschein an Story zu liefern. Und schließlich hat dieser Twist wie auch die Polizisten-Episode keineswegs das gesellschaftskritische Potenzial für das sich der Film rühmt.
    Kino:
    Anonymer User
    5,0
    Veröffentlicht am 6. Oktober 2015
    Grandios - ein Meisterwerk. Alles zusammen: Bilder, Musik, Schauspieler und Regiarbeit: Oscar für Emily Blunt und Villeneuve. Unbedingt anschauen
    -TheDon-
    -TheDon-

    User folgen 3 Follower Lies die 12 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 1. Oktober 2015
    Das erste, was meine Aufmerksamkeit an Sicario erweckte, war die Tatsache, dass der Film von Denis Villeneuve gedreht wurde. Dem Regisseur von Prisoners, der für mich einer der besten Thriller der letzten Jahre ist, vor allem wegen seiner unglaublich spannenden Geschichte, die einen bis zur letzten Sekunde fesselt. Selten habe ich in einem Film so sehr mitgefiebert, wer denn nun der Schuldige ist. Und auch die schauspielerischen Leistungen von Hugh Jackman und besonders von Jake Gyllenhaal waren herausragend. Somit waren meine Erwartungen an Sicario sehr hoch. Dass dann noch dazu Emily Blunt, Josh Brolin und Benicio del Toro die Hauprollen übernahmen trug auch noch einen großen Teil an Vorfreude bei. Im Großen und Ganzen kann man auch sagen, dass Villeneuve, was die Atmosphäre betrifft, sehr wohl an die Qualität von Prisoners anschließen kann. Dafür schwächelt der Film leider an einer anderen, nicht insignifikanten Stelle.
    Die Handlung des Films dreht sich um die FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt), die sich freiwillig für eine Task Force meldet, geleitet von Matt Graver (Josh Brolin) und dem geheimnisvollen Alejandro Gillick (Benicio del Toro), dessen Ziel es ist, einen Drogenbaron in Mexico ausfindig zu machen und die dabei, zu Macers großem Missfallen, auch nicht vor illegalen Methoden zurückschrecken. Und nach und nach beginnt sie, den eigentlichen Grund der Operation zu erfahren.
    Das hört sich eigentlich schon einmal nach einer interessanten Ausgangsituation an, und ist es anfangs auch. Wenn das Team dann zum ersten Mal im Konvoi die Grenze zu Mexico überquert, aufgenommen durch gewaltig wirkende Bilder aus einem Helikopter und sich vor dem Zuschauer nach und nach die Stadt Juárez auftut, dann wirkt das schon sehr bedrohlich. Der dezent aber immer im richtigen Moment eingesetzte Soundtrack trägt sein Übriges dazu bei und lässt alles noch einmal doppelt so einschüchternd wirken. Immer mehr steigt der Druck bis zur ersten Eskalation der Lage, man ist richtig froh, wenn der erste Abstecher nach Mexico dann endlich vorbei ist. Und solche Momente gibt es zur Genüge in Sicario. Den Puls des Zuschauers in die Höhe zu jagen scheint Villeneuve nicht schwer zu fallen. Auch der Nachteinsatz etwas später im Film, der mit seinen Nachtsichtaufnahmen und dem schwer bewaffneten Team stark an die Stürmung von Osama bin Ladens Haus in Zero Dark Thirty erinnert, stellt das eindrucksvoll unter Beweis. All das dargestellt in wirklich beeindruckenden Bildern. Ob aus der Luft oder durch ein Nachtsichtgerät – Kameramann Roger Deakins fängt die Atmosphäre perfekt ein.
    Das eigentliche Problem des Films findet sich woanders. Denn wo ein Prisoners auch mit einem spannenden Drehbuch auftrumpfen konnte, muss sich Sicario einige Schwächen eingestehen. Das beginnt schon mit der Hauptfigur, die beinahe keinen Einfluss auf die Geschehnisse der Handlung hat. Sie versucht es zwar immer wieder, bleibt jedoch erfolglos. Die eigentlichen Hauptakteure dieser Geschichte sind Graver und Gillick, von denen Graver allerding fast gänzlich unbeleuchtet bleibt und Gillick auch nicht die Aufmerksam zuteilwird, die er verdient hätte. So hat man immer diesen faden Beigeschmack, dass der Focus auf die falschen Personen gelegt wurde. Doch noch weniger Erwähnung findet ihr bis zum Schluss unsichtbarer Gegenspieler. Man weiß nur, dass es ein böser Drogenbaron ist, der beseitigt werden muss. Das ist alles. Und so kann man auch nicht so recht nachvollziehen, warum dieser Drogenbaron denn nun so wichtig ist. Ja, er ist halt böse und mächtig und so – das trifft aber auf die meisten Film-Bösewichte zu und lässt ihn ziemlich blass wirken. Und so verliert der Film einiges an Spannung. Es fehlt einfach ein starker Gegenspieler und im letzten Drittel hat man das Gefühl, dass die Hauptfigur plötzlich zu einem Nebencharakter degradiert wurde.
    So bleibt am Ende ein Film, der eine bemerkenswert beklemmende Atmosphäre kreiert durch seine unglaublichen Bilder und einen sparsam aber überlegt eingesetzten Soundtrack, ein Film, der einen tollen Cast bietet, aber leider auch ein Film, dessen Drehbuch einige Schwachstellen hat und ihm somit sehr viel seiner Spannung raubt. Nichtsdestotrotz ist Sicario einer der besten Filme der letzten Monate und einen Kinobesuch wert.
    Kinobengel
    Kinobengel

    User folgen 241 Follower Lies die 455 Kritiken

    4,0
    Veröffentlicht am 6. Oktober 2015
    Denis Villeneuve bringt nach „Prisoners“ und „Enemy“ mit „Sicario“ den nächsten Thriller in die Kinos.

    FBI-Agentin Kate Macer (Emily Blunt) meldet sich freiwillig zu einer Spezialeinheit für den Kampf gegen mexikanische Drogenkartelle. Matt Graver (Josh Brolin) leitet die Eingreiftruppe, während der undursichtige Alejandro (Benicio Del Toro) zur Unterstützung auftaucht. Sehr bald muss die engagierte und gesetzestreue Bundespolizistin feststellen, dass mit ihrer neuen Aufgabe Recht und Ordnung keine Gültigkeit mehr besitzen.

    Endlich wieder Villeneuve-Kino. Einen klassischen Action-Thriller präsentiert er den Kinogängern. Zu Beginn ein „Hook“, der das Publikum in die Story zieht: Wie ist die so drauf, diese Kate Macer, wenn der FBI-Einsatz alles von ihr fordert?
    Von der ersten Minute greift die Story nach Aufmerksamkeit und fesselt bis zur letzten. Oft ist die Kamera des erfahrenen Roger Deakins („Prisoners“, „Skyfall“, „True Grit“) bei Kate, sieht das, was sie sieht, bis der Zuschauer das fühlt, was Kate fühlt. Es ist nicht die beste Idee, dies immer wieder zu unterbrechen, aber dennoch ein besonderer Kniff, den Beobachter immer etwas mehr als Kate wissen zu lassen. Und diese ist als neues Mitglied der Spezialeinheit zwar die Hauptfigur des Films (wie Antonio Banderas als Ahmad Ibn Fadlān in „Der 13. Krieger“), aber nicht der wichtigste Player.
    Häufige Wechsel der Locations bringen den Storylauf nicht aus dem Fluss. Dieser Thriller ist einfach zu gut zusammengebaut und trotz diverser Ekelbilder weniger blutig als vermutet. Dazu rundet ein abwechslungsreicher, drängender Soundtrack die wuchtige Darbietung ab.
    In Kate tobt der Kampf zwischen dem Wunsch nach legaler Ausübung ihrer Tätigkeit und der Gewissheit, dass die hehren Ziele nur mit rücksichtsloser Gewalt erreichbar sind. Dies spitzt sich zu. Das Timing der Inszenierung ist perfekt und genau darauf abgestimmt. Graver bekommt immer weniger Leinwandpräsenz und Alejandro umso mehr. Das ist für Kate mal gut und mal schlecht.

    Emily Blunt ist weder zu sehr Barbie noch zu herb und bringt eine starke FBI-Agentin vor die Kamera. Wegen der beachtlichen Performance und der hervorragend eingefangenen Mimik lebt das Publikum ihren Konflikt mit. Doch Benicio Del Toro, der im Laufe der Story allmählich die Leinwandhoheit gewinnt, war noch nie so cool wie in diesem Film.

    Die Bilder bemühen sich zwar um Realitätsnähe, aber „Sicario“ bedient sich einiger daherkonstruierten Konfliktsituationen mit entsprechenden Konsequenzen und ist dann doch mehr Unterhaltung, jedoch verdammt gute Unterhaltung. Wer zum Thema Drogen und Mexiko mehr Wirklichkeit in der Darstellung haben und näher an den Leuten sein möchte, ist mit „Heli“ von Amat Escalante (Preis für beste Regie, Cannes 2013) besser bedient.

    „Sicario“ ist ein technisch und inszenatorisch nahezu einwandfrei gestalteter Action-Film, der nicht viele Wünsche offen lässt.
    Alex M
    Alex M

    User folgen 68 Follower Lies die 262 Kritiken

    4,5
    Veröffentlicht am 6. Oktober 2017
    Eindringlich und erschütternder Drogen-Thriller mit perfekter visuellen sowie akustischer Aufmachung der zusätzlich noch mit einer fantastischer Besetzung glänzt. 9/10
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