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Tinyghost
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4,0
Veröffentlicht am 23. November 2016
Eine Mutter fährt mit ihrer kleinen Tochter spät abends durch eine ländliche Region, immer wieder prasselt der Regen auf die Scheiben. Beide reden kaum miteinander, zu viel ist vorgefallen. Streits. Alkohol. Enttäuschung. Die Mutter bringt ihre Tochter zu deren Vater, wohl für immer.
Doch als sie völlig überraschend auf einer schwach beleuchteten Strasse inmitten eines dichten Waldes mit einem Wolf kollidieren, beginnt für die beiden eine Tour de Force einer ganz anderen Art. Das Auto ist hinüber. Sie rufen einen Pannenhelfer. Der Tochter fällt auf, dass der tote Wolf nicht mehr dort ist. Doch die Mutter reagiert nicht darauf. Der Helfer versucht den Wagen derweil abschleppbereit zu machen. Doch plötzlich ist dieser wie vom Erdboden verschwunden...
So beginnt dieser kleine, aber feine Horrorfilm. Dabei glänzt er vor allem mit einer enorm dichten, hoch emotionalen Atmosphäre, ua. auch durch die in kurzen Rückblicken geschilderte Beziehung der Mutter mit ihrer Tochter. Doch die grosse Stärke liegt in der Kameraarbeit. Diese nutzt geschickt immer wieder die verschwommenen Bilder und Reflexionen, welche durch den nächtlichen Regen auf den Scheiben der Autos erzeugt werden. Man ist dicht bei den beiden Protagonisten, kann ihre Angst förmlich spüren. Was ist da draussen? Bald schon erfährt man auch den Grund für ihre Angst, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Der Film belässt es nicht bei blossen Andeutungen. Doch verliert er dabei nie die Spannung der Ungewissheit.
Diese grossartige Kamera, kombiniert mit unheimlicher, aber gleichsam unaufdringlicher Musik, die beiden sehr überzeugenden Darsteller und eine gekonnte Regie machen diesen Horrorfilm zu einem echten Geheimtipp. Denn er beweist einmal mehr, dass weder teure SFX-Orgien noch grosse Stars nötig sind, um einen überzeugenden Horrorfilm zu gestalten. Ein stimmiges Set und ein guter Geschichtenerzähler reichen da völlig aus.
"The Monster" zählt eindeutig zu den Highlights unter den Monsterschockern: kurzweilig, hoch spannend und emotional intensiv.
[... Hervorragend gespieltes Horror-Drama, das tiefgründiger ist, als es auf den ersten Blick scheint. Wer einen hektischen Horrorfilm mit deftigen Schocks erwartet, wird enttäuscht werden. THE MONSTER ist ein ruhig erzählter Gruselfilm mit psychologischem Einschlag, der mehr als nur eine Interpretation zulässt. ...]
Eine komplette Kritik gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER.