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obLIVion
13 Kritiken
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2,0
Veröffentlicht am 16. Mai 2025
Eigentlich ganz unterhaltsame Kost wurde hier mal wieder aus Spanien geliefert. Es gelingt gut, den Zuschauer in die Geschichte zu bringen und hält diesen "auch bei der Stange". Grade die Sache mit dem Zettel bzw der Nachricht war doch gut durchdacht und gemacht. Aber leider setzt da auch meine Kritik an; da ich nicht spoilern mag, kann ich hier nicht näher auf das eingehen, was mich am Film letztlich gestört hat... Nur so viel: am Ende hatte ich den Überblick verloren und fand das eigentlich schade. Aber vielleicht funktioniert The House At The End Of Time auch nur so, wie ich ihn hatte wahrnehmen können... Man kann ihn sich aber definitiv mal anschauen, gibt schlechteres.
Die Geschichte an sich ist eigentlich ziemlich intelligent und auch originell. Leider verstirbt der Film an einer in jeder Hinsicht mangelhaften Umsetzung. Die Figuren sind viel zu schemenhaft und oberflächlich ausgearbeitet. Die Schauspieler sind unfassbar schlecht besetzt, alle agieren hölzern und unglaubwürdig, “Berlin Tag und Nacht” hat mehr schauspielerisches Talent zu bieten, als dieser Film. Getoppt wird diese schauspielerische Katastrophe nur noch von den Kinderdarstellern, die dermaßen unnatürlich agieren und unglaubwürdig daherreden, dass es einfach nur grausam ist. Das passiert immer dann, wenn Erwachsene Kinderrollen schreiben und vergessen, dass es Kinder sind. Da sagen dann 8-jährige solche Sätze wie “Ich werde immer für dich da sein, das schwöre ich bei Gott” und andere Dinge, die, glaube ich, auch in Venezuela keine Kinder sagen würden.
Die Inszenierung ist komplett spannungsarm, wenngleich das Arrangement der unterschiedlichen Zeitebenen eigentlich recht clever ist. Aber wie man es dann schafft, aus einer solchen vielversprechenden Prämisse solch einen langweiligen Murks zu fabrizieren, das ist auch ein Talent. Selbst die Jumpscares zünden nicht. Und warum man für die Rolle der 30 (oder waren es 25? Egal) Jahre älteren Frau nicht einfach eine ältere Schauspielerin besetzt hat, die vielleicht ein bisschen Ähnlichkeit hat, weiß auch nur der Gully. Stattdessen klatscht man der Frau eine Maske drüber, die eher wie eine Karikatur wirkt, als wie eine alte Frau. Himmelherrgott! Alles, aber auch wirklich alles an diesem Film ist schlecht. Die eigentlich ganz coole Geschichte hätte bestimmt 1,5 oder 2 Punkte verdient, ich kann hier aber nur Null geben, alles andere würde diesem abgrundtief miesen Film nicht gerecht werden. Überflüssig zu erwähnen, dass die deutsche Synchronisation eine Katastrophe ist...