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Filmliebhaber-Tom
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3,5
Veröffentlicht am 7. September 2016
[...] Hätte ALFRED HITCHCOCK den Okkult-Schocker ROSEMARIES BABY verfilmt, wäre vermutlich so etwas wie THE ONES BELOW entstanden. Der auf dem Fantasy Filmfest ausgestrahlte und vielgelobte Psychothriller ist nichts für Fans hektisch geschnittener Gewaltepen. Das minimalistische Psychodrama hat was von einem Kammerspiel und konzentriert sich auf Charakterentwicklung und Spannungsaufbau. Statt die Augen des Horrorfans mit Blut und Gewalt zu verwöhnen, kümmert sich Regieneuling DAVID FARR um die Hirne seines Publikums und vernebelt die mit astreinem Psycho-Terror. Das gebt den Film vom Einheitsbrei ab. Sehenswert! [...]
Eine komplette Kritik zum Film gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER.
Noch nie so ein schlechten Film gesehen. Da ist eigentlich eine 1 zu viel. Das ist einfach nur traurig. Unlogische Handlungen, schlechte Geschichte, da hätte man weitaus mehr daraus machen können. Alleine das Ende ist halt schon ein Rückspann wo man sieht, was alles falsch lief. Wie es so viele positive Bewertungen zu dem Film geben kann ist mir ein Rätsel. Aber wer Zeit verschwenden möchte ist hier genau richtig
Keine Ahnung, warum hier immer wieder “Rosemary’s Baby” zitiert wird, die Filme habe nichts gemeinsam – außer dass eine Schwangere mitspielt. Ansonsten bewegen die sich inhaltlich, stilistisch und inszenatorisch in komplett verschiedenen Fahrwassern. Was wir hier haben, ist ein sehr behutsam und langsam erzählter Thriller, der die meiste Zeit gut unterhält, aber leider sich selbst immer wieder ein Bein stellt.
((ACHTUNG! SPOILER!!))
Die Story wird intelligent und spannend aufgebaut, man spürt sofort die Spannung zwischen den beiden Paaren, ohne dass sie konkret auf den Tisch gepackt wird. Insbesondere Jon ist von Beginn an sehr unheimlich, es scheint auch in deren Beziehung irgendetwas nicht zu stimmen. Da ist der Film sehr atmosphärisch und auch ein bisschen unheimlich. Dann passiert der Zwischenfall und die Spannung macht sich endlich Luft, beide Paare werfen sich ungeheuerliche Sachen an den Kopf, am heftigsten ist wohl Teresa mit ihrem Ausspruch: “Das da in dir drin verdienst du gar nicht!”
Soweit so gut, dann vergeht aber etwas Zeit, irgendwann kommen Jon und Teresa wieder zurück, man verträgt sich wieder und es fällt Kate offenbar auch nicht schwer, einer wildfremden Person, die sie vor kurzem noch wüst beschimpft und beleidigt hat, ihr Neugeborenes anzuvertrauen... Das ist für mich der Punkt, wo der Plot ganz fies hakt. Natürlich ist für die weitere Geschichte wichtig, dass Kate ihr Baby immer wieder abgibt, aber, hey Leute, mal allen Ernstes! Wer würde denn so etwas tun?? Wie verantwortungslos, unglaubwürdig und bescheuert ist das denn??
((SPOILER ENDE))
Mal abgesehen von dieser Logiklücke funktioniert der Film aber auch weiterhin ziemlich gut, die Spannung steigt weiter und der Plot schlägt auch in der Folge noch einige unerwartete Haken. Die schauspielerischen Leistungen sind stabil, wenn auch nicht überragend. Dass Clémence Poésy als die Gute und Sympathische fungiert, ist von Anfang an klar, das kann sie aber auch gut tragen. Und dass David Morrissey natürlich sofort als der Schurke identifiziert wird, ist nicht nur den “Walking Dead”-Fans sofort klar, funktioniert aber auch ziemlich gut. Das Gegenstück zu Poésy ist jedoch Lara Birn, die mich hier nicht so ganz überzeugt, ihr Spiel ist oftmals eher etwas flach und wenig emotionsgetrieben.
Der finale Twist ist dann natürlich für Genrefans schon zwei Stunden im Voraus zu riechen, ist aber in seiner Konsequenz erstmal ziemlich krass. Für meinen Geschmack hat der aber nicht so ganz gut funktioniert, da er zu plötzlich kam und sich nicht organisch in die bisherige Handlung einfügt. Auch fand ich ihn etwas zu irre, um glaubhaft zu sein. Dadurch ergibt sich ein spürbares Downgrading für mich.
FAZIT: Intelligenter und sehr langsamer Thriller, der hauptsächlich von seiner intensiven und bedrohlichen Atmosphäre lebt. Ein für mich ziemlich blödes Logikloch und ein seltsamer, unpassender finaler Twist sorgen aber für eine Abwertung. Für Thrillerfans aber dennoch auf jeden Fall einen Blick wert.