DÜMMSTE EINBRECHER ALLERZEITEN
Thomas lebt mit seiner Tochter im Zeugenschutzprogramm. Als er verirrte Einbrecher zur Strecke bringt, landet sein Gesicht jedoch in den Nachrichten und ruft damit alte Feinde auf den Plan. Nun muss er sich nicht nur vor der Polizei in Acht nehmen, die ihn als Mörder einstuft, sondern auch vor dem besten Killer Europas, der auf ihn angesetzt wird.
Eliminators (2016) läuft rund 90 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und bietet einen klassischen Action-Thriller mit Scott Adkins in der Hauptrolle. Man bekommt, was man erwartet, solide Action mit stark choreografierten Kämpfen, wenn auch mit einigen Abstrichen.
Schon der Auslöser der Handlung ist allerdings ein Witz. Der Plot startet, weil Einbrecher versehentlich an der falschen Haustür landen. Noch dümmer, einer zieht mitten beim Einbruch seine Maske ab und regt sich dann darüber auf, dass Thomas ihn gesehen hat. Was ein Rindfleischnebenprodukt.
Danach geht’s auf eine Hetzjagd durch die Stadt. Adkins prügelt sich im 15 Minuten Takt durch Gegnerhorden und Wade Barrett als eiskalter Killer macht dabei ordentlich Laune. Immerhin hat er einen moralischen Kodex, keine Frauen in Strapsen töten, schon sympathisch.
Die Story bietet abseits der Action wenig Abwechslung. Wenn einer von Thomas’ Freunden stirbt, ist das einem ziemlich egal, vielleicht erwarte ich da aber auch zu viel. Das Finale punktet immerhin mit einem herrlichen Kampf, bei dem sich Zeit gelassen wird und ordentlich Blut fließt. Dass Thomas’ Tochter danach vermutlich lebenslang Therapie braucht, versteht sich von selbst.
Unterm Strich bleibt ein kurzweiliger Actionfilm mit guten Kämpfen und Figuren, die nicht langweilen. Leider ist der Startpunkt der Handlung einfach nur dämlich, die Polizei ebenso und die Story ist so dünn, wie man es erwarten konnte.
6,5 von 10 Punkten.
Wenn jemand draußen an deine Gondel schreit, dass er dir gibt, wenn du den Mann darin tötest – ich hätte das ja als verrückt abgetan. Aber hey, manche müssen halt immer den Alpha Kevin geben.