Spanien ist mittlerweile fast ausreichend als Empfehlung bei Thrillern und Horror. Man fühlt sich mittlerweile ebenso gut aufgehoben und unterhalten, wie bei den Franzosen und ihrer Paradedisziplin Komödie/Drama.
Das Konstrukt, das in der "Unsichtbare Gast" aufgebaut wird, ein Gespinst aus Lügen ist fragil, nicht ganz undurchsichtig - leider - aber unglaublich gut. Mal eben wegschauen ist nicht, konzentriert wird der zuschauer gezwungen, all seine gedanken auf den Film zu richten und dafür im letzten teil mehr als belohnt.
Mal wieder was Tolles aus Spanien. Es scheint, dass gerade aus Spanien vermehrt gerne mal Filme kommen, die einem klassischen Grundkonzept nachgehen und dies allemal angenehm modern aufhübschen. Für den unsichtbaren Gast wird als Vergleich Hitchcock herangezogen, was mir jedoch ein bisschen zu weit geht, denn hier wissen definitiv die Figuren mehr, als der Zuschauer, wenn auch nicht mehr als ihr jeweiliges Gegenüber. Dieses „Der Zuschauer weiß was, was du nicht weißt“ ist ja eines der liebsten Mittel Hichtcocks gewesen und das findet man im unsichtbaren Gast nicht wirklich deutlich vor. Das tut dem Film aber keinen Abbruch, denn er weiß auf andere Art die Spannung aufrecht zu erhalten. So hat man bei den beiden Protagonisten (einem des Mordes an seiner Geliebten verdächtigtem erfolgreichen Geschäftsmann und dessen Verteidigerin, eine Staranwältin, die nach diesem Fall eigentlich ihre Karriere beenden wollte) das Gefühl, dass in beiden ein bisschen von Jekyll und Hyde steckt. Dies liegt vor allem an der sehr guten idee, das ganze wie eine Art Kammerspiel aufzuziehen, das eigentlich wirklich nur in zwei Räumen spielt: dem Tatort Hotelzimmer und dem „Verhörraum“, in dem Angeklagter und Verteidiger miteinander reden. Alles Übrige, alle anderen Orte und auch Personen werden lediglich durch die Überlegungen, Beschreibungen, Vermutungen, etc. der beiden in Rückblenden dargestellt. Für mich ein Film, den man sich unbedingt zwei Mal anschauen sollte, denn neben der Auflösung ist vor allem interessant, wie es dazu kommt und da kann man grad beim zweiten Mal, wenn man nicht mehr so auf die Lösung hinfiebert, noch viel mehr spannende und gut gemachte Details in der Story erkennen.
Kleiner Fehler vorab – hier auf der Seite steht bei Inhaltsangabe und Details FSK ab 12 freigegeben. Laut Cover ist der Film ab 16 Jahren. Aber egal – vom gezeigten Filmmaterial könnte er ruhig ab 12 sein. Ich glaube aber eher, dass der Inhalt eher was für 16+ wäre, da der Film schon die ganze Aufmerksamkeit fordert und auf jeden Fall zum Miträtseln einlädt. Eine Szene ist mir gegen Ende des Films besonders im Gedächtnis geblieben und die werde ich mir nochmal ansehen müssen, weil da jemand zu neugierig ist und Spoiler liest anstatt den Film selbst zu schauen - nene – ich verrate hier nix, aber da meine Frau mich auf dieselbe Szene angesprochen hat, werden die bestimmt auch noch andere im Gedächtnis behalten und wissen welche ich meinte.
Obwohl wir nicht zu 100 Prozent den gleichen Filmgeschmack haben, hat mich und meine Frau dieser Film von der ersten bis zur letzten Minute wirklich gefesselt. Es ist tatsächlich so dass man manchmal vor lauter Spannung das Atmen vergisst :-) Obwohl ich etwa gegen Mitte des Filmes begann zu vermuten wie das Ganze ausgeht saß ich am Ende doch mit offenem Mund da - denn in letzter Konsequenz lag auch ich ein wenig daneben. Ein Film den man sich sicherlich öfter als einmal ansieht!
Ich wusste vorher schon, dass der spanische Film „Der unsichtbare Gast“ mich mit Plot-Twists überraschen würde. Aber das Ende des Films übertraf meine Erwartungen dann doch bei weitem! Mein Gott, was ist das für ein krasser Film? Mir fiel die Kinnlade fast herunter, als sich die Handlung des Film komplett entfaltet hatte. Wie bei ähnlichen Filmen (z.B. „Die üblichen Verdächtigen“, „The Prestige“ oder „The Sixth Sense“) passierte in den letzten paar Minuten etwas, was den bisherigen Film vollkommen umkrempelte. Wie sehr „Der unsichtbare Gast“ aus Lügen, Gossip und falschen Fährten bestand, begeistert mich noch heute. Dieser grandiose Film sollte in keiner Filmsammlung fehlen. Ein Meisterwerk!
Ich bin kein großer Kenner von Krimis, aber diese Art dieses Genres kann man getrost als langweilig bezeichnen. An sich ist die Story schon gut, weil ein wirklich unwirklicher Fall beleuchtet wird und versucht wird diesem auf den Grund zu gehen. Doch die Art und Weise mit den ständigen Rückblenden, die die Geschichte erzählen, erzeugt für meinen Geschmack zu wenig Spannung, denn dadurch wird der ganze Film nur eine Erzählung der Ereignisse, ohne jeden Spannungsbogen. Man kann zwar sehr gut miträtseln, ob sich wirklich alles so zugetragen hat, wie es erzählt wurde, jedoch sind die Möglichkeiten der Interpretation auch sehr eingeschränkt. Insgesamt ein guter, aber nur durchschnittlicher Krimi, der wahre Krimifans wahrscheinlich nicht hinterm Sofa hervorlockt.
Ich hatte der Beschreibung nach einen "Gerichtsthriller" erwartet, die ich liebe, aber es wurde dann ein unerwartet sehr starker Thriller, der viel mit Rückblenden arbeitet!
Die Erzählungen aus den vielen verschieden Blickwinkeln, ein Twist nach dem anderen, das ist ganz, ganz stark gemacht!
Immer, wenn man denkt, das isses, kommt was anderes auf den Tisch & man ist vollends verwirrt! Bis zum Ende ! ;)
Sehr klassisch inszenierter spanischer Krimi/Thriller, der in vielen Rückblenden eine wild konstruierte, phantasievolle Geschichte erzählt. Durchgehend spannend und ohne nennenswerte Schwächen präsentiert "Der unsichtbare Gast" ein fulminantes Gänshaut-Finale, das man so schnell nicht vergisst.
Spannender und gut aufgebauter Thriller, der einen eindrucksvoll lehrt immer verschiedene Quellen mit einzubeziehen, bevor man sich ein Urteil schafft...ein paar Holperchen in der Geschichte mag es zwar geben, diese sind aber nicht wesentlich.