Baaghi - Der Rebell
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Zedda Zogenau
Zedda Zogenau

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3,5
Veröffentlicht am 2. Februar 2024
Indischer Action-Kracher mit Tiger Shroff

Am Anfang dieses Action-Thrillers von Sabbir Khan wird die bezaubernde Bollywood-Schauspielerin Sia (Shraddha Kapoor) von dem ultrafiesen Bandenboss Raghav (Sudheer Babu) nach Bangkok entführt. Sias Vater (Sunil Grover) ist ratlos...als letzten Ausweg sieht er lediglich, Sias verflossenen Lover Ranveer "Ronny" Singh um Hilfe zu bitten. In einer Rückblende erfahren wir die Vorgeschichte. Der rebellische Ronny möchte beim legendären Guruswamy (Shifuji Shourya Bhardwaj) in den Kampfkünsten unterrichtet werden. Das klappt auch nach diversen Anlaufschwierigkeiten. Dabei lernt der kampfgestählte Ronny auch seine große Liebe Sia kennen. Dumm nur, dass Guruswamy auch einen ungeliebten Sohn namens Raghav hat, der zwar ein überwältigendes Kampftalent, charakterlich aber eine völlige Fehlzündung ist.
Nach dem ersten Filmteil der Lehr- und Wanderjahre kommt es also in der zweiten Hälfte des Films zum großen Endkampf der beiden Widersacher. Ganz nach dem Vorbild von Martial-Arts-Stars wie Tony Jaa und Iko Uwais pflügt sich der prügelnde und knochenbrechende Ronny durch ein ganzes Hochhausgebäude in Bangkok, um seine Geliebte aus den Händen des üblen, aber eben auch kampferprobten Bösewichts zu befreien.

Man merkt schon, dass hier große Vorbilder (man denke auch an Jackie Chans Filme Ende der 1970er Jahre) abgekupfert werden. Der erste Teil des Films lehnt sich an den Telugu-Film "Varsham" (2004) an, der zweite Teil nimmt Anleihen vom Iko-Uwais-Kracher "The Raid" (2011) aus Indonesien. Geboten werden schöne Bilder, attraktive Hauptdarsteller und knackige Kampfszenen.
Der im Jahre 1980 geborene Sudheer Babu ist eigentlich Star des TeluguCinema und gibt hier sein Debüt in einem Hindi-Film. Als kraftstrotzender Antagonist macht er seine Sache sehr gut.
Die bezaubernde Shraddha Kapoor (*1987) verkörpert glaubhaft das Objekt der Begierde der beiden Widersacher. Sie hat aber auch heftige Kampfszenen zu absolvieren.
Tiger Shroff, der am heutigen 2. März seinen 32. Geburtstag feiert, wurde von Regisseur Sabbir Khan schon für "Heropanti" (2014) quasi als Hauptdarsteller "entdeckt". Auch für den Tanzfilm "Munna Michael"(2017) sollten beide wieder zusammenarbeiten. Mit seiner phantastischen Physis ist Tiger Shroff wie gemacht für Action- und Tanzszenen. Schauspielerisch vermag der Sohn von Schauspieler Jai Shroff (noch!?) weniger zu überzeugen.
Für das Box Office hat es aber mehr als gereicht: Weltweit wurden 17 Millionen USD mit dem in Indien und Thailand gedrehten Film eingespielt. Inzwischen gibt es bereits drei "Baaghi" - Filme. Der flotte Song "Get Ready To Fight" (die übrigen vier Songs sind bollywoodtypisch eher durchwachsen) ist dadurch zur Erkennungsmelodie von Tiger Shroffs "Baaghi" geworden. Im Making-Of erzählt der attraktive Schauspieler davon, im eigenen Leben selbst kein Rebell zu sein. Das glaubt man sofort. Eine rebellischere Attitüde als Schauspieler täte dem Spiel des Modellathleten durchaus gut.
Fazit: Gute Kampfszenen, tolle Bilder, aber der "Entwicklungsroman" des Helden im ersten Teil kann notfalls auch übersprungen werden.
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