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    Minions 2: Auf der Suche nach dem Mini-Boss
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    3,6
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    FILMGENUSS
    FILMGENUSS

    User folgen 100 Follower Lies die 613 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 2. Juli 2022
    KUNG FU-KROKETTEN MIT HUNDESEELE
    von Michael Grünwald / filmgenuss.com

    Dieser Gru ist wirklich ein komischer Kauz. Spitznasig, staksig, immer mit Schal, seltsamem Akzent und was vor allem auffällt: mit einer Stimme, die nicht die eines Kindes ist. Dabei ist Gru gerade mal elfeinhalb Jahre alt – und besessen davon, ein Oberschurke zu werden. Dass er in diesem präpubertären Alter sich selbst bereits als unverbesserlich bezeichnet, ist ja fast schon weise Selbstreflexion. Doch es ist nun mal so: Gru ist ein Einzelgänger, hat weder Freunde noch eine Mutter, die sich sonderlich um ihn schert. Was macht so jemand? Er legt sich einen Hund zu. Stimmt, den hat er auch. Was aber jede treue Hundeseele in den Schatten stellt, das ist die Anhänglichkeit der gelben runden TicTacs mit Brille, blauen Latzhosen und internationalem Wortschatz irgendwo zwischen Spanisch, Italienisch und je nachdem, welche Synchronspur gerade mal über dem Film liegt. Diese Helferleins haben eine Vorliebe für Bananen, Musik und würden mit allem, was ein Baumarkt so hergibt, etwas anfangen können. Am Ende der Origin-Episode über die Herkunft der Minions konnten wir dem Einstand des kleinen Gru beiwohnen, der wiederum die Aufmerksamkeit der gelben Kerle auf sich zog – und diese nun an der Backe hat. Fehler ist das keiner – die Minions machen alles, was man ihnen sagt. Sie sind hilfsbereit und kreativ, vergessen aber auch nicht ihre eigenen Bedürfnisse und lassen sich überdies sehr leicht ablenken.

    Da passiert es, dass Gru eines Tages von den fiesen 6 – einer Siebziger-Räuberbande als Hommage an das Exploitation-Kino besagter Dekade – plötzlich zum Casting für ihren neuen Boss eingeladen wird, denn vom alten, auch bekannt als der Wilde Knöchelknacker, wurde die Gang ganz plötzlich überdrüssig. Natürlich reißt so ein juveniler Sonderling kein Leiberl bei Disco Donna, Jean Klaue, Skandinator und Co. Doch bevor sich dieser wieder verabschieden muss, lässt er ein wertvolles Amulett mitgehen – eine Aktion, welche die Superschurken so ziemlich erzürnt. Und da ist noch der geschasste Oberfiesling, ebenfalls gierig nach dem Amulett. Darüber hinaus muss dieser seiner verräterischen Meute noch gehörig die Leviten lesen. Zwischen all diesem hitzigen Crossover aus Superschurken, die einander so manches antun und wegnehmen wollen, irren die Minions Kevin, Stuart, Bob und Otto in diversen Outfits umher, um das Amulett zu beschützen und auch ihren geliebten Mini-Boss wiederzufinden. Eine Mission: Impossible für jeden anderen vielleicht. Für Improvisationstalente, wie diese vier Kroketten es sind, zwar nicht unbedingt ein leichtes, aber ein Abenteuer, dass den unbeirrbaren Willen dieser Wesen erneut mit herzhaft angerichtetem Slapstick feiert.

    Dabei sind die besten Szenen tatsächlich schon im Trailer zu sehen. Wer das nicht getan hat, wird den Willkommensbonus haben, wenn die Minions ein Flugzeug steuern. Richtig detailfreudig und liebevoll auch deren Genese zu fernöstlichen Haudraufs, die das Tier in sich entdecken. Die skurrile Situationskomik, mit der die Minions einfach allein schon durch ihre schlichte Anwesenheit, durch ihre Mimik und ihre heliuminhalierten Stimmchen punkten, ist immer wieder ein Gaudium. Und gerade in den kleinen Nebenszenen über die Tücken des Alltags erreichen die Kultfiguren ihre Höchstform. Da lässt das generische, aber formschön und exquisit animierte Getöse aus grotesken Vehikeln und phantastischem Kreaturenzauber den Minions kaum Luft, sich zu entfalten. Doch anders als beim Vorgänger ist die Story in Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss über Schurken und solche, die es wieder oder erstmalig werden wollen, tatsächlich überschaubar und straff konstruiert. Gerade die Figur des Wilden Knöchelknackers, stimmlich vertreten durch Thomas Gottschalk (was ihn auch noch einen Tick sympathischer macht) ist neben Gru die am besten entworfene im ganzen Universum von Illumination, und die Kooperation der beiden wird zur gemütlichen Komödie über Vater- und Sohnfiguren. Und irgendwann weiß man nicht mehr: Ist es ein Prequel zu Ich: Einfach unverbesserlich oder das Sequel zu den Minions?

    Der Titel macht uns sicher. Die gelben Engel sind aus der Popkultur einfach nicht mehr wegzudenken und werden trotz mancher Abenteuer, die ihnen über den Kopf wachsen und sie fast an den Rand drängen, noch lange nicht von der Kinoleinwand purzeln.
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    Riecks-Filmkritiken
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    User folgen 11 Follower Lies die 174 Kritiken

    3,5
    Veröffentlicht am 22. Juni 2022
    Es ist gerade einmal 12 Jahre her, dass das neu gegründete Filmproduktionsstudio Illumination seinen ersten Film mit dem Titel ICH – EINFACH UNVERBESSERLICH veröffentlichte und damit sofort einen absoluten Filmerfolg präsentierte. Mit dem hiesigen Werk erscheint nun bereits der fünfte Animationsstreifen der Reihe, der sowohl als Prequel, Sequel als auch als Spin-Off deklariert werden kann. Das Produktionsteam hat offenbar trotz der großen Einnahmen durch das erste Spin-Off erkannt, dass die Minions Sidekicks sind und bleiben sollten und als Hauptfiguren einfach nicht ordentlich funktionieren können. Glücklicherweise nehmen sie nun genau diese Rolle wieder ein und schaffen es dadurch, ihren albernen und doch irgendwie süßen Humor wieder vollends auszuspielen. In familienfreundlicher Länge sehen wir ein manchmal viel zu aufgedrehtes Abenteuer, welches wirklich großartige Gags bereithält und sowohl Alt als auch Jung mit tollen Anspielungen beglücken kann.

    Die Story selbst ist dabei absolut zweitrangig und macht nicht mehr, als sie müsste, auch wenn leider das große Finale viel zu überdreht ist und tragischerweise einen ziemlich schlechten Schatten auf das restliche Werk wirft. Diese Fortsetzung ist kurzweilig und unterhaltsam und erfüllt damit nahezu alle Erwartungen, auch wenn nicht außer acht gelassen werden sollte, dass hier Kindern ein Szenario der Unterdrückung präsentiert wird, welches auch nicht besser ausschaut nur weil die Minions sich selbst in die Sklaverei hineinwünschen. Ob dies also wirklich als lustig erachtet werden sollte, bleibt fraglich.


    Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/minions-2-auf-der-suche-nach-dem-mini-boss
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    5,0
    Veröffentlicht am 2. Juli 2022
    Ein Absolutes Meisterwerk!
    Der Film des Jahrhunderts ist dieser Film sicherlich!
    Kann nur empfehlen ihn im Anzug anzuschauen.
    BrodiesFilmkritiken
    BrodiesFilmkritiken

    User folgen 6.817 Follower Lies die 4.641 Kritiken

    2,0
    Veröffentlicht am 30. Juni 2022
    Das Thema Minions hat sich für mich lange erschöpft. Die „Ich – Einfach unverbesserlich“ Reihe war ein respektabler Erfolg für Illumination, die Minions ein stetiger und gut funktionierender Running Gag den man aber nicht bis ins unendliche dehnen kann. Und da dieser Film durch Corona nochmal zwei Jahre auf Halde lag wirk er noch etwas mehr aus der Zeit gefallen. Es überrascht daß es weniger ein Minions Film, sondern ein legtimes Prequel der Gru Geschichte in dem eine recht banale Story erzählt wird, Ahauptsache, die Handlungsstränge splitten sich auf so daß stetig zwischen dem Gru Plot und den Gags der Minions gezappt werden kann: Technisch kann man zwar über garnichts klagen,inhaltlich sind es aber wenige und meist laue Gags die sich oftmals auch wiederholen. Für Kinder und Jugendliche mag das funktionieren.

    Fazit: Immernoch mit putzigen Momenten, ansonsten ur das Aufwärmen bekannter Elemente
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