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Kein_Gast
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4,0
Veröffentlicht am 12. Februar 2018
Kurzkritik: Schon die Exposition (Der Verlust eines Freundes und die damit in Verbindung stehende Schuldfrage) verbreitet Unbehagen, ehe man mit den Darstellern in die kalten Wäldern von Schweden verschwindet, wo das Thema der Schuld immer wieder geschickt aufgegriffen und auch stilistisch hervorragend in das unheimliche Setting der nordischen Landschaften einbaut wird. Auf dem Papier liest sich die Geschichte wie jeder zweite Horrorfilm: Eine einsame Gruppe, dunkle Wälder, eine Abkürzung, die obligatorische Holzhütte, mystische Symbole und eine unbekannte Bedrohung in der Dunkelheit. Die Umsetzung jedoch ist sowohl handwerklich, als auch storytechnisch einwandfrei. Wenn nach einer Stunde alle Karten auf den Tisch gelegt werden, nimmt dass dem Treiben leider etwas den Wind aus den Segeln - aber nur für wenige Minuten! Denn die letzte Viertelstunde wiederum hat es in sich und bietet eines der optisch beeindrucktesten (aus Spoliergründen nennen wir es) Bedrohungen der jüngsten Horrorfilmgeschichte.
Fazit: „The Ritual“ überzeugt auf (fast) allen Ebenen: Spannung, Effekte, Darsteller & Atmosphäre. Bis auf einen kleinen „Stielbruch“ nach rund 60 Minuten, welcher der Spannung einen kleinen Dämpfer gibt, wirklich gelungene Horrorkost.
Kurz gesagt, einfach ein wenig zu unspektakulär. Die Story ist gradlinig und vorhersehbar gestrickt und bietet auch nichts neues aus dem Genre. So wirklich Horror war das auch nicht.... :(