Yesterday
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Isabelle D.
Isabelle D.

330 Follower 519 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 14. Juli 2019
"Yesterday" von Danny Boyle ist ein origineller Gute-Laune-Film und eine sympathische Hommage an die Beatles. Die Dialoge sind (sofern es nicht gerade um die Liebesgeschichte geht) urkomisch und pointiert, die Figuren sind liebenswert (sogar die Arschloch-Musikproduzentin auf ihre Weise, mit hingebungsvoller Rotzigkeit gespielt von einer bestens aufgelegten Kate McKinnon) und die Schauspieler harmonieren wunderbar miteinander.

Die Cover-Versionen der Beatles-Songs sind klasse und machen einfach Spaß - ich für meinen Teil kannte auch noch nicht alle Lieder, die in dem Film vorkommen. Und dabei waren noch nicht einmal alle meine Lieblings-Beatles-Songs enthalten - "For No One" zum Beispiel hat meines Erachtens gefehlt.

Einziges Manko: die Liebesgeschichte. Die fand ich konstruiert, unnötig kompliziert und - ehrlich gesagt - bescheuert. Ich habe den Konflikt einfach nicht verstanden. Warum hat Ellie nicht einfach den ersten Schritt gemacht und gesagt, dass sie mehr will als nur Freundschaft? Was wartet die dumme Nuss denn so lange? Sie hat doch gemerkt, dass der Trottel Jack nicht peilt, dass sie in ihn verknallt ist und nicht nur freundschaftlich interessiert. Woher soll er das auch verdammt noch mal wissen? Ich wäre da auch nicht drauf gekommen so ohne irgendeinen Ton. Und wir leben im 21. Jahrhundert, da muss ja wohl die Frau nicht warten bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, bis der Mann, mit dem sie sich vorstellen kann, zusammen zu sein, ebendies schnallt - und einfach mal nen Piep sagen. Ist doch nicht so schwer. Hab ich auch gemacht. Und vor allem ist es finde ich ziemlich passiv-aggressiv, es dem Mann, den man liebt, dann zum Vorwurf zu machen, dass er auch nie was gesagt hat und dann irgendeinen Scheiß zu faseln, dass man von ihm in die falsche Rubrik gesteckt wurde. Hä? Wer will denn in eine Rubrik oder Schublade gesteckt werden, und dann auch noch von dem Menschen, den man am liebsten mag?

Na ja. Da habe ich mich ein wenig in Rage geschrieben. Unnötig komplizierte Liebeswirrungen, die sich ganz leicht lösen ließen, indem man einfach mal sagt, was man möchte, regen mich immer auf. So.

Fazit: Macht Spaß und lohnt sich. Die Liebesgeschichte ist unnötig doof, aber das ist auch der einzige Wermutstropfen.
Johannes G.
Johannes G.

192 Follower 312 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 14. Juli 2019
Ich bin zwiegespalten.
Die Grundidee ist erfrischend unkonventionell und führt zu Szenen mit brillianten (Running-)Gags, die so lustig sind, dass sie allein schon den Filmbesuch rechtfertigen. Und auch, wie die Mechanismen des Showgeschäfts in ans Zynische grenzender Überspitzung bloßgestellt werden, sorgt für irren Spaß.
Schade aber, dass man sich etwas ähnlich Innovatives bei der Story nicht getraut hat: Die Handlung, vor allem die Romanze, könnte konventioneller nicht sein, mit einer arg unglaubwürdig konstruierten Entweder-Oder-Entscheidung zwischen Liebe und Karriere als zentralem Motiv spoiler: , was sich aber am Ende wieder problemlos aus dem Weg räumen lässt
und Geschlechterrollen aus der Mottenkiste ("10 Jahre habe ich gewartet, dass du den ersten Schritt machst"). Und zu oft wurde das relativ simple Stilmittel verwendet, dass ein eigentlich beabsichtigtes Aussprechen zwischen den Hauptfiguren daran scheitert, dass ein Handy klingt oder eine hinzukommende Person die Vertraulichkeit des Gesprächs stört.
Olaf N.
Olaf N.

15 Follower 61 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 13. Juli 2019
Neben der tollen Musik, die solide interpretiert wird, lebt Yesterday von den guten Darstellern und spritzigen Dialogen. Noch etwas längere Musikpassagen und etwas weniger Längen und ich hätte sogar einen 5. Stern vergeben.
sommer
sommer

18 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 13. Juli 2019
Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, an die Beatles zu erinnern, daran, dass mit ihnen eine musikalische Revolution begann, die z.B. bis zu jenem Ed Sheeran führt, der in dieser wunderbaren filmischen Hommage an die Beatles als der größte lebende Songschreiber gefeiert wird. Die Wahl des Hauptdarstellers, das Drehbuch (von dem immer noch großartige Dialoge schreibenden Richard Curtis), die Regie u.v.m. - überall richtige Entscheidungen, die ein kluges und gefühlvolles Melodram entstehen lassen, das am Ende eine herrliche Pointe bereithält. Großes Lob!
Christoph K.
Christoph K.

172 Follower 322 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 4. Juli 2019
Die Idee hinter dem Film ist toll: Was wäre, wenn einige der wichtigsten Dinge des täglichen Lebens (wie bedeutende Künstler der Musikgeschichte) einfach nicht statt gefunden hätten - bzw. sich nur einige Wenige an deren Existenz erinnern können. Dies sorgt wirklich für einige sehr lustige Momente. Leider trägt diese nette Idee nicht bis zum Ende des Film. Sonst ist "Yesterday" einfach nur eine normale Liebesgeschichte. Die Hauptdarsteller grinsen um die Wette und am Ende.... wer hätte daaaass gedacht.......
Nunja. Einige Längen hatte der Film hatte der Film auch. Nichts desto trotz, fand ich den Film O.K. Ist halt 08/15.
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