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Christoph K.
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4,5
Veröffentlicht am 9. Februar 2020
Bei Lobeshymnen bin ich ja sehr, sehr sparsam. Hier aber, sind solche wirklich angebracht. Was hier auf Leinwand gezaubert wurde, ist durch und durch ein grandioses Meisterwerk. Hier und da gibt es zwar Schwächen (daher den halben Punktabzug), diese fallen im Großen allerdings nicht so ins Gewicht. Besonders herausragend fand ich die Ausstattung und Detailtreue der Schlachtfelder. Selbst Meisterleistungen wie "Der Soldat James Ryan" kommen da bei weitem nicht mit. Zu keiner Minute langweilig bringt "1917" einen die Schrecken des Krieges nahe. Der Film wird sicherlich ein Highlight in 2020 sein.
Der Film entsprach nicht meinen Vorstellungen. Die Handlung ist merkwürdig, der Ablauf ist teilweise nicht nachvollziehbar. Kein Vergleich zu wirklichen Klassikern. Ich war enttäuscht.
Die hohen Erwartungen wurden leider etwas enttäuscht. Nach furiosem Beginn auf den Trümmerfeldern des ersten Welt, flaut die Handlung immer mal wieder etwas ab. Einige Stellen sind zu kitschig geraten (Mutter&Kind, Sänger der Kompanie). Die Kameraperspektive ist zwar teilweise überragend, man merkt aber die Schnitt doch recht deutlich, wodurch die Umsetzung etwas konstruiert wirkt.
Spektakulärer Aufwand für eine Story mit erwartbaren Ausgang und bekannnten Klischees: die "Hunnen" sind hinterhältig und böse: der verlassene Unterstand ist durch Stolperdraht gesichert, der gerettete Pilot ersticht seinen Retter. Was blieb ungeklärt: Wer hat die Kuh gemolken und den Eimer mit Milch stehen gelassen? (nur damit der Soldat für das Baby Milch hat - rührselige Szene?) Wie findet der Soldat in der zerstörten Stadt von Soldaten verfolgt den richtigen Weg zu seinem Ziel - einfach unglaubwürdig? Welcher reißender Gebirgsfluss befindet sich im Flachland - siehe Wasserkanal in einigen Szenen vorher, nur als Szenenfüller, weil sonst keine weiteren Einfälle vorhanden waren ? Frankreich war ja der Erbfeind der "Hunnen". Nie würden sie ein französiches Wort für die Latrine benutzen: "Toilette" hat das nie geheißen, eher "Abort", wo der Aufpasser für geschichtliche Authentizität?
Natürlich Gemäkel an Kleinigkeiten, aber es sollten nur perfekte Filme einen Oscar bekommen!
Bei meiner Vorstellung waren viele Schüler. Ständiges Schwätzen und Rein-Rauslaufen sind für mich auch ein Indiz, das man nicht so richtig durch Story und Darstellung gefesselt wurde.
Ich kann mit solch einem Film wenig anfangen. Krieg wird sicherlich nicht verherrlicht, irgendwie erscheinen die Akteure aber doch als Helden, die die Grauen des Krieges in Kauf nehmen (müssen), um ihre Kameraden zu retten. Manchmal werden die Kulissen als solche deutlich gemacht und einzelne Szenen erscheinen eher als Traumsequenzen, denn als realistisches Abbild des Geschehens, auch deshalb bleib der Film zwiespältig. Warum dieser Film zehn Oscar-Nominierungen erhalten hat, bleibt mir unverständlich.
Ein Meisterwerk und einer der besten Kriegsfilme aller Zeiten. Gerade in den wenigen stillen Momenten höchst ergreifend. Für die Filmmusik gehört Thomas Newman endlich mal der verdiente Oscar und die Kameraarbeit Muss mit einem Oscar belohnt werden. Ich habe ihn in IMax gesehen, was sicherlich noch intensiver war.
"1917" von Sam Mendes ist ein geradlinig erzählter, atemlos spannender (Anti-)Kriegsfilm. Die Prämisse ist simpel: Zwei britische Soldaten sollen schnellstmöglich eine Botschaft an ein anderes britisches Bataillon überbringen, damit diese nicht in einen deutschen Hinterhalt geraten. Das Problem: Sie müssen durch das Niemandsland, wo überall feindliche Soldaten und Fallen lauern können.
Diese Ausgangssituation wird konsequent durchgespielt und quasi in einer Einstellung gezeigt - sodass die permanente Anspannung und Rastlosigkeit der beiden Protagonisten hautnah spürbar wird. Hinzu kommt eine schonungslose Darstellung der Zerstörung, des allgegenwärtigen Todes während des Krieges. Und das geht ziemlich an die Nieren. Ein bisschen schade dabei ist, dass die Figurencharakterisierung ein wenig auf der Strecke bleibt. Ansonsten wäre es sicher noch fesselnder geworden - vielleicht aber auch zu fesselnd.
Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Film so gut gefallen würde. Eigentlich bin ich nur mitgekommen, um meinem Freund Gesellschaft zu leisten. Normalerweise finde ich Kriegsfilme schon aus Prinzip doof und wurde durch mein letztes Experiment in die Richtung - "Dunkirk" von Christopher Nolan - in meiner Meinung bestätigt. Aber "1917" ist wirklich stark.
Fazit: Lohnt sich! Ist aber nichts für schwache Nerven.
Nichts für schwache Nerven! Sam Mendes 1917 ist ohne Zweifel einer der besten Filme des Jahres. Der Kriegsfilm behandelt nicht, wie man aus dem Titel schließen könnte, ein gesamtes Kriegsjahr, tatsächlich vergehen im gesamten Film nur wenige Stunden. Diese Zeit verbringen die Protagonisten in ständiger Lebensgefahr - und das spürt man als Zuschauer. Ständig mit der unverklärten Brutalität des Ersten Weltkrieges konfrontiert zu werden ist definitiv kein Zuckerschlecken. Sowohl visuell, als auch thematisch ist der Film sehr belastend, worauf man sich vor dem Schauen schon einmal einstellen sollte.
Geniale Besetzung! Sam Mendes vergibt die beiden Hauptrollen des Filmes an George MacKay und Dean-Charles Chapman. Zwar sind die beiden keine Niemande, mit Benedict Cumberbatch, Andrew Scott und Mark Strong hat der Film in den Nebenrollen allerdings deutlich prominentere Vertreter. Das ist natürlich kein Zufall, während die beiden Fußsoldaten um die sich die Geschichte dreht für viele Zuschauer unbekannte Gesichter haben werden, sind die Schauspieler der Generäle den meisten wohl bekannt. Ob Weltbekannt, oder erst im Aufstreben, die schauspielerische Leistung durch die gesamte Besetzung hinweg beeindruckend.
Schnitt und Kamera machen den Film! Die geniale Leistung der Schauspieler wird eindeutig von der Schnitttechnik in den Schatten gestellt. Während der zwei Stunden Laufzeit gibt es keinen einzigen sichtbaren Schnitt.Trotzdem schafft es der weltberühmte Kameramann Roger Deakins in jeder Szene den perfekten Winkel zu finden. Von Feldern über Ruinen zu Schützengräben, der Film bietet unterschiedlichste Szenerien, die einem jedoch alle gleichermaßen den Atem rauben.
Der Film allgemein war richtig gut aber es gab 7 Punkte die mich am Film störten:
1. Wenn man genau hinschaut ist die Kamera an manchen Stellen verwackelt
2. Die Deutschen haben eh nichts und lassen Kirschbäume, Milch und Kühe zurück ohne eine Falle zu stellen? Irgendwie unglaubwürdig oder?
3. Filmfehler: Als der Gang einstürzte und dieses Seil gespannt war welches den Gang einstürzen ließ frage ich mich was der Auslöser für den Einsturz war: Der Sack fiel daneben und die Ratte war zu klein, außerdem lief sie nicht aufs Seil zu sondern davon. Haben Geister das Seil ausgelöst?
4. Statt zu schauen ob irgendwo Gefahren wären rennen die Schauspiel einfach durch als ob sie eine Schnitzeljagd machen würden. Ich frage mich von wem die ausgebildet wurden.
5.an manchen Stellen wo die Kamera gezogen wurde war das Bild verschwommen, das fand ich ziemlich nervig.
6. Filmfehler: Sie müssen kilometerweit bis zum Wald gehen aber die Strecke sieht aus als ob es nicht mal 2 Kilometer wären und am Ende schwimmt er ein Stückchen durch den Fluss und soll da beim Wald sein, alles klar.
7. Die Musik hätte man sich schenken können die passte teilweise einfach nicht perfekt zum Film weil denkt ihr wirklich es wurde beim Krieg damals Musik gehört?
Aber ich sage nochmal: Alles in allem ist der Film trotz der negativen Punkte sehr empfehlenswert weil der war bis auf diese Punkte fast perfekt und ich finde es eine Top Leistung wie der Schauplatz gefertigt wurde das muss einen Haufen Arbeit gemacht haben!
Trotz der Fehler bekommt der Film von mir 5/5 Sterne weil der Aufwand überragend war um sowas loszutreten!
Einer der besten Kriegsfilme, die ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Die Cuts, die nicht existent sind, weil der One-Shot-Ansatz einzigartig umgesetzt ist und einen glauben lässt, dass der Film in einer einzigen Einstellung gedreht worden ist. Aber nicht nur Cutter Lee Smith trägt zu dieser bemerkenswerter Verfilmung bei, auch der weltbekannte Kameramann Roger Deakins verleiht diesen Film etwas besonderes, was man selten zuvor gesehen hatte. Es lässt sich nur schwer in Worte fassen. Regisseur Sam Mendes hat mit "1917" alles richtig gemacht. Neben der schon genannten herausragenden Kamera- & Schnittleistung, überzeugt ebenfalls das aufwendige Szenenbild. Des Weiteren sorgen die Musik & der Tonschnitt für Nervenkitzel. Die Handlung möge simpel klingen, stimmt aber hervorragend mit allem überein. Die relativ unbekannten Hauptdarsteller George MacKay (Lance Corporal William Scofield) & Dean-Charles Chapman (Lance Corporal Tom Blake) rechtfertigen ihre Besetzung. In Sequenzen des Films erkennt man Sam Mendes' Liebe für Action, wenn man bedenkt, dass er bei 2 James Bond-Filmen Regie führte. Die symbolische Endszene ist auch nochmal etwas ganz spezielles. Eine spannungsgeladene, dramatische & moderne Kriegsverfilmung. 4,5 Sterne.