Herrje, es gibt einfach keine guten deutschen Filme - eine Wahrheit, die dieser Film hier wieder mal bestätigt. Es gibt keine guten deutschen Schauspieler (außer Daniel Brühl) und ganz bestimmt keine guten deutschen Drehbuchautoren, von fähigen Regisseuren ganz zu schweigen.
Und so verstirbt dieser Film hier auch schon, bevor er richtig gelebt hat. Die Thematik ist an sich spannend und interessant, das zugrundeliegende autobiografische Buch hätte locker den Stoff für ein aufregendes Drogendrama hergegeben, wenn, ja, wenn es in die Hände eines talentierten Regisseurs geraten wäre. Damian John Harper fehlt es sowohl an Können, den handwerklichen Fertigkeiten und einer Vision für einen Film. Eric Stehfest hat selbst das Drehbuch (mit-)geschrieben, aber es gibt halt einen Unterschied zwischen einem autobiografischen Roman und einem Drehbuch für einen guten Film. Das sollte man dann vielleicht jemanden machen lassen, der da Ahnung von hat und entsprechende Ideen, wie man den Stoff spannend, unterhaltsam oder aufregend umsetzen kann.
Und dann der Cast, das beste, was das deutsche Filmschauspiel derzeit hergibt? Jannik Schümann ist sichtlich bemüht, hat aber ganz offensichtlich keinen Plan, was er mit der Figur des Eric Stehfest anfangen soll. Sein Schauspiel wirkt hölzern, uninspiriert und gekünstelt, die Rolle des abstürzenden Drogenkonsumenten nimmt man ihm zu keinem Zeitpunkt ab. Dann die unsägliche Heike Makatsch, die noch nie gut schauspielern konnte, Benno Fürmann, der lieber sich selbst als seine Rolle spielt, Martin Brambach, Jürgen Heinrich... was soll man dazu sagen???
FAZIT: Gnadenlos an die Wand gefahrene Umsetzung eines an sich interessanten autobiografischen Buches, komplett spannungsarm, unglaubwürdig, geradezu absurd schlechte schauspielerische Leistungen, alles in allem selbst fürs Fernsehen taugt der Film hier nix. Es bleibt dabei: Es gibt keine guten Filme aus Deutschland. Traurig. Aber wahr.