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fighty
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2,0
Veröffentlicht am 10. Januar 2020
Wie die Filmstarts-Kritik schon richtig darstellte, ist nachdem die Tür erstmal offen ist, auch die Luft raus. Der Anfang des Films hat starke Ähnlichkeiten zu "10 Cloverfield Lane". Aber dann geht es nur bergab. Absolut kein Vergleich der Filme: Freaks flopt, wo CL einfach nur Spannung pur bietet. Leider nur 2 Sterne.
Story, Inszenierung und die meisten Darsteller sind echt gut. Die Synchronisation des Mädchens nervt allerdings in der ersten halben Stunde, bis der Film ins Rollen kommt. Kann man kucken!
Vorzugsweise sollte man "Freaks" ohne jegliche Vorkenntnisse sehen und das Lesen meines Kommentars hier abbrechen. Es lohnt sich!
Ich gehe mit der überwiegend negativen Bewertung auf Filmstarts! nicht konform, habe ich doch einen Film genießen dürfen, der aus der Masse heraussticht, innovativ und sehr kreativ mit einer nicht näher bezeichneten Thematik umgeht. Selbst eine Genrezuordnung verkneife ich mir, weil sehr kunstvoll verschiedene Genres miteinander verflochten werden ohne die zugegebenermaßen abgefahrene Story aus den Augen zu verlieren. Der inhaltliche Faden erschließt sich erst sukzessive, womit viel Spannung aufgebaut wird, wozu auch das starke Schauspiel der Akteure beiträgt. Ein Abdriften ins Absurde oder gar Groteske, wie in der Filmstarts!-Kritik bemängelt, konnte ich nicht so empfinden. Die Puzzleteile passen doch irgendwann sehr gut zusammen, was ich eher als intelligent, phantasievoll und kreativ bezeichnen würde. Sicher, einige Effekte hätten besser aussehen können, was mit Sicherheit dem begrenzten Budget zuzuschreiben ist. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Mich hat "Freaks" jedenfalls bestens unterhalten und ich empfehle ihn gerne weiter!
Freaks ist ein teilweise gelungener Science-Fiction Film. Die Handlung ist eher ab der Mitte spannend. Die schauspielerische Leistung ist gelungen. Der Film ist insgesamt durchschnittlich abschneidend.
Der Film ist in keinster Weise Science-Fiction, wie es in der Beschreibung steht, sondern ein Fantasy-Mystery-Film. Schade, dass man das nicht vor dem Film weiß, da kann man von den Effekten ebenso gut Harry Potter anschauen. Unabhängig davon fand ich den Film nach anfänglichen Stärken sehr lahm und sich wiederholend. Kann es nicht empfehlen, vor allem nicht, wenn man Science-Fiction erwartet.
„Freaks“ ist kein schlechter Film, hat aber große Probleme mit seiner Kontinuität und vor allem seiner Glaubwürdigkeit in der zweiten Hälfte. Im Grunde ist der Film ja in zwei Teile geteilt. In der ersten Hälfte ist „Freaks“ ein sehr stimmungsvolles und unangenehm schauriges Mystery-Drama, man weiß nicht so richtig worum es geht, der Vater verhält sich komisch, auch die Tochter ist irgendwie seltsam… Und was hat es mit dem Eismann da auf sich, will er das kleine Mädchen entführen? Das alles wird dann relativ schnell und ziemlich unspektakulär aufgeklärt, wenngleich Regisseur Zach Lipovsky die Spannungsschraube kurzzeitig nochmal gut anzieht.
In der zweiten Hälfte verliert sich der zu Beginn so schön atmosphärische Film dann aber in immer wilderen und völlig abstrusen Geschehnissen und Story-Twists, es fällt schwer dem ganzen Unsinn noch ein bisschen Glaubwürdigkeit abzukaufen. Das ist eigentlich ziemlich schade, da der Film viel besser hätte sein können, wenn man den Mystery-Aspekt aus der ersten Hälfte konsequent weiterverfolgt hätte, anstatt in so einem wirren Unsinn auszuufern.
Schauspielerisch hingegen wird einiges geboten. Die von der Kritik so hochgelobte Lexy Kolker in der Rolle der kleinen Chloe spielt sicherlich stark, aber nicht so überragend, wie es so oft angepriesen wird. Richtig toll fand ich aber Hollywood-Urgestein Bruce Dern, dessen Rolle lange Zeit unklar bleibt und der sich dann doch aber zur guten Seele des ganzen Wirrwarrs entwickelt. Emile Hirsch konnte mich nicht überzeugen, seine Darstellung des psychotischen Vaters in der ersten Hälfte, der sich dann aber schlagartig in einen ganz normalen Typen verwandelt, ist lahm und wenig nachvollziehbar. Nett fand ich das Widersehen mit Grace Park aus „Battlestar Galactica“, sie hat aber bei weitem nicht genug Charisma, um mit ihrer Figur einen dauerhaften Eindruck zu hinterlassen.
FAZIT: Einer stimmungsvollen und durchaus interessanten ersten Hälfte steht eine wirre, unausgegorene und letztendlich völlig bekloppte zweite Hälfte gegenüber. Insgesamt ergibt sich da kein vernünftiges, zusammenhängendes Gesamtbild, das nervt total und zieht den Film ordentlich runter. Man kann sich den Film ruhig anschauen, so wirklich schlecht ist er auch nicht, aber eine Empfehlung im engeren Sinne gibt’s von mir nicht.