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Isabelle D.
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3,5
Veröffentlicht am 3. Oktober 2026
"Coyote vs. ACME" von Dave Green ist eine gelungene Kombination aus Animations- und Realfilm und erinnert damit an den legendären Kultfilm "Falsches Spiel mit Roger Rabbit". Allerdings wird hier niemand ermordet und wir haben es nicht mit einem Krimi zu tun - wohl aber mit einem Gerichtsfilm, bei der Coyote gemeinsam mit seinem Anwalt gegen den alles dominierenden Großkonzern ACME vorgeht, weil dieser Cartoon-Figuren als Versuchsobjekte missbraucht und ihnen absichtlich für sie gefährliche Produkte andreht. Sowohl die entstehende Freundschaft zwischen Coyote und seinem Anwalt Kevin als auch die Beziehung von Coyote zu seinem ewigen Jagdziel, dem Roadrunner, ist dabei anrührend und liebenswert.
Fazit: Lohnt sich! Insbesondere für Fans der Looney Toons und von Gerichtsfilmen.
Er hat es versucht. Immer und immer und immer und immer wieder. Tag für Tag. Jahr für Jahr. Wile E. Coyote will den Road Runner fangen. Denn er ist lecker, glaubt Coyote. Aber alle Produkte der Acme-Corporation haben nicht funktioniert. Sie gingen nach hinten los, die explodierten oder sie machten, was sie wollen. Nie das, was sie sollten. Coyote war machtlos - aber das ist jetzt vorbei. Er nimmt sich einen Anwalt. Gemeinsam mit Kevin Avery (Will Forte) will er Acme herausfordern. Aber klar, die kämpfen mit allen Mitteln. Coyote aber auch.
Seit Jahrzehnten sorgen Coyote und Road Runner für sehr viel Spaß. Meep, meep! Der eine rennt, der andere jagt und scheitert. Jetzt gipfelt das in einem Film. Die Geschichte dahinter ist schon spannend. Warner ließ den Film schon 2023 fertigstellen. Aber erst wurde der Kinostart durch den vom Barbie-Film ersetzt, dann war klar, dass Warner den Film gar nicht mehr ins Kino bringen wollte. "Coyote vs Acme" wurde für eine Steuerabschreibung von rund 30 Millionen Dollar abgeschrieben. Zwei Jahre später erwarb die kleine Firma Ketchup Entertainment den Film, um ihn doch noch ins Kino zu bringen. Und das ist gut so, denn der Film macht Spaß! Coyote ist frech, und es ist witzig, wie hier durch den Kakao gezogen wird, dass die Acme-Produkte nicht funktionieren. Nebenher tauchen auch noch viele andere Figuren aus den Warner-Comics auf: Bugs Bunny ist dabei, Duffy Duck, Tweety und viele andere. Im Laufe der Handlung zeigt sich, dass Coyote den Road Runner zwar fressen will, irgendwie aber doch eine Art Freundschaft existiert. Da ist der Film fast schon rührend. Der Film lohnt sich definitiv, im Kino gesehen zu sehen - ein paar mehr klassische Jagdszenen hätten es aber schon noch sein können.
Wile E. Coyote hat die Schnauze voll. Nie kann er den Road Runner schnappen und daran ist ACME schuld. Dummerweise ist ACME das größte Unternehmen der Welt und niemand legt sich freiwillig mit denen an. Doch Kevin Avery wird unfreiwillig Coyotes Anwalt und soll das Unmögliche schaffen. Die Chancen stehen beschissen, aber Toons haben immer noch irgendeine Idee.
Acme vs. Coyote geht ca. 100 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Komödie, deren Entstehungsgeschichte selbst schon filmreif ist und mich in keiner Weise enttäuschte. Die Mischung aus Cartoon und Realfilm funktioniert ähnlich gut wie damals bei Mary Poppins. Die Cartoonfiguren fühlen sich noch so an wie früher im Samstagmorgenprogramm. Sie machen Klamauk, überleben Dinge, die selbst einen Terminator zerlegen würden, und sind sofort wiederzuerkennen. Gleichzeitig gibt man ihnen eine herrliche Prämisse mit Bezug zur echten Welt. Toons werden seit Jahrzehnten von ACME verletzt, verstümmelt und in die Luft gejagt, allen voran der arme Coyote. Dass mittlerweile kaum jemand ohne Produkte des Konzerns auskommt, macht den Prozess umso spaßiger. Das große Prunkstück ist der Einfallsreichtum. Selbst im Hintergrund verstecken sich Kleinigkeiten, die man schnell übersehen kann und bei denen offensichtlich jemand richtig Bock hatte. Der Humor passte für mich einwandfrei. Ich habe zwar nicht durchgehend gelacht, dafür permanent mit einem Grinsen vor der Leinwand gesessen. Unterm Strich bleibt ein Film, der für mich nahezu einwandfrei funktioniert. Figuren, Story, Humor und Einfallsreichtum passen zu dieser Art von Film und zeigen, dass man alte Charaktere nicht neu erfinden muss.
9/10 Punkten. Mit wie viel Liebe die Toons teilweise in die reale Welt integriert wurden, macht schon Spaß. Beim Finale musste ich dann allerdings tatsächlich eine kleine Toon-Träne verdrücken. Wäre sie auf den Boden gefallen, hätte sie ein coyoteförmiges Loch hinterlassen. In diesem Sinne Beep Beep.
Ich hatte gar nicht so hohe Erwartungen und war eher positiv überrascht. Das ganze ist gespickt mit herrlich schrägen Coyote-Roadrunner-Gags, die wirklich zünden (ein bischen Ahnung von der Charakteren schadet nicht) Ich wünsche dem Film auf jeden Fall viele Zuschauer, auch weil er eigentlich aufgrund kruder Abschreibungen von Warner Bros in der Tonne landen sollte. Umso mehr gönne ich dem dem unabhängigen Verleiher der die Rechte gekauft hat großen Erfolg!
Der Film hatte wirklich ein ziemliches Hin und Her hinter sich. Erst sollte er veröffentlicht werden, dann plötzlich doch nicht und schließlich wieder, weil das Studio selbst unsicher war. Am Ende hat der Film dann doch seinen Weg ins Kino gefunden. Ich bin überhaupt erst dadurch auf den Film aufmerksam geworden. Als dann die ersten sehr positiven Testberichte und Reaktionen ans Licht kamen, war ich umso gespannter darauf, wie gut er tatsächlich sein würde, wenn so viele für den Film gekämpft hatten.
Kurz gesagt: Es ist ein wirklich toller Looney Tunes-Film geworden. Man sollte natürlich nicht mit völlig falschen Erwartungen rangehen, am Ende sind es schließlich die Looney Tunes. Trotzdem hat der Film eine gute Balance zwischen Humor und Geschichte. Teilweise ist er sogar richtig spannend und emotional. Der Humor zündet meiner Meinung nach zudem fast jedes Mal.
Bei diesem Film liegt wohl die Entstehungsgeschichte mehr im Hintergrund als der Film selbst. Die Geschichte ist, dass der Film 2021 gedreht wurde und dann von Warner abgeschrieben wurde. Das heißt, der Film sollte in die Mülltonne wandern, die Aufwendungen als Verlust abgeschrieben werden und das Machwerk niemals dem Publikum zugänglich gemacht werden. Nun gelangt es aber dennoch ins Kino, und der Punkt, dass man hier einen Film sehen kann, der nicht veröffentlicht werden sollte, wiegt wohl etwas schwerer als der Film selbst. Dabei ist der Film gar nicht schlecht. Im Grunde haben wir hier ein ähnliches Szenario wie bei „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, und es wird mit einer Welt, in der reale Menschen und Comicfiguren existieren, eine neue Geschichte erzählt, die hauptsächlich vor Gericht spielt. Dabei werden endlos viele Looney Tunes in kleine oder große Rollen eingesetzt. Es gibt Hommagen, Anspielungen und sehr viel albernen Comic-Witz. Dabei hilft es wahrscheinlich, wenn man einen Bezug zu den Figuren hat. Ansonsten guckt man halt einen lauten und albernen Comicfilm, bei dem man die Referenzen nicht versteht. Spaß macht die Nummer durchweg. Einige der Comic-Witze funktionieren extrem gut, und technisch muss ich das Ding auch nicht verstecken. Er ist zwar sehr albern, aber kurzweilig, und man ist froh, dass er noch erschienen ist.