Gladiator II
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Cursha
Cursha

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2,0
Veröffentlicht am 2. Dezember 2024
Nach 24 Jahren sollte man ja meinen, es wäre in der Zwischenzeit ein vernünftiges Skript, für ein Sequel des Oscargewinners „Gladiator“ von Ridley Scott entstanden. Die Idee dazu kursierte bereits länger und es kamen allerhand wilde Dinge zusammen, wie Maximus Kampf im Jenseits. Daraus wurde nichts, dennoch hatte Scott wohl nun die perfekte Vorlage auf dem Schreibtisch, um nun, natürlich nicht aus einem kapitalistischen Gedanken heraus, eine grandiose Fortsetzung zu drehen. Oder?
Nein! Scott kopiert einfach den alten Film nochmal. Eine neue Idee hatte er dabei aber doch. So innovativ der das „I“ in „Gladiator“ zu Beginn in zwei „II“ teilt, so spaltet er auch die Figuren von Maximus und Commodus einfach in Zwei. Zwar verpasst er den Rest Persönlichkeit mit neuen Ansätzen zu füllen, aber sei es drum...
Die Handlung braucht man nicht zusammen zu fassen, da der Film eigentlich eher ein Remake ist, im Sinne von „Das Erwachen der Macht“, „Jurassic World“ oder „Terminator Genesis“.
Dem Film krankt es dabei an vielen Stellen. Beginnend beim Handwerk. Die Musik von Lisa Gerrard und Hans Zimmer wird nie erreicht und soll, einzig in den emotionalen Momenten oder „epischen“ Momenten, die alten Gefühle erzeugen. Schafft dies aber nie, da der Film zwar stetig bemüht ist diese alten Gefühle zu rezipieren, es aber nie schafft.
Auch die Effekte wechseln ständig ab. Sehen die echten Sets und manche Einstellungen auf Rom, in ihren Straßen oder im Kolosseum super aus, drücken sich immer wieder offensichtliche digitale Welten ein und grausige CGI Tiere. Besonders die Affen und die Haie sahen grausig aus und die Szene mit dem Nashorn beweist, wieso die Szene es schon damals nicht in den Film geschafft hat. Ohnehin ist auch die Aktion wenig gut gelungen, da man ständig gegen CGI kämpft und nichts echt ist. Einzig der Zweikampf gegen den Nashornreiter wirkt mal mächtig. Auch die Schlacht zu Beginn wirkt wie aus „Königreich der Himmel“ kopiert.
Das größte Problem, neben dem kopierten Drehbuch sind dann die Figuren. Denzel Washington ist so dermaßen drüber, dass man auch hier nur vermuten kann, dass seine Rolle als Macrinus wohl den Part von Oliver Reeds Proximo aus Teil Eins übernimmt, aber danach so weitergeführt wird, wie wohl die alte Rolle, wäre Reed nicht während des Drehes verstorben. Trotzdem ist vieles in seiner Story schrecklich konstruiert und macht schon bald wenig Sinn, da die Handlung wie von einem Kind geschrieben wirkt.
Connie Nielsen als Rückkehrerin ist solide, aber darf kaum etwas machen, ebenso wie Derek Jacobi als Rückkehrer. Beide bekommen kaum Spielraum, ihre Geschichte dazwischen wird ignoriert und die Konflikte, die Spannend sein könnten, werden viel zu klein gehalten.
Joseph Quinn und Fred Hechinger hingegen erwischt es am schlimmsten. Unter einer Tonne schlechtem Make-Up mimen sie die Kaiser Geta und Caracalla. Beides spannende und interessante Kaiser, die man hätte großartig als Schurken aufbauen können. Aber Scott gibt ihnen keine Persönlichkeit. Sie dürfen laut schreien und wirken wie Karikaturen oder Marvelschurken. Der Konflikt unter den Brüdern wird nicht aufgebaut und sie dargestellt wie die letzten Trottel. Das kann leider in keinster Weise mit Commodus mithalten. Scott hat hier die Persönlichkeit des alten Kaisers gesplittet, aber vergessen die fehlenden 50% bei beiden aufzustocken.
Pedro Pascal wird zur einen Hälfte des Maximusersatzes. Als Tribun Acacius wäre seine Geschichte spannend, aber er geht vollkommen unter. Paul Mescal als Lucius spielt die alte Hälfte, die die gleiche Motivation wie sein Vater verfolgt. Die Trailer haben das ja bereits gespoilert, wenn gleich es auch viele Fragen aufwirft über die Motivation von Maximus in Teil Eins, aber auch wieso der Film daraus ein Geheimnis macht, auch wenn es schon von Beginn an offensichtlich ist. Natürlich darf er optisch auch seinen Vater zitieren, den „Traum von Rom“ zitieren, bis man es nach dem 15ten Mal nicht mehr hören kann und auch ansonsten wenig tun, außer seinem Vater alle Ehre entgegen zu bringen, seine Mutter, die er 13 Jahre kannte, aber zu verachten.
Dabei ist Lucius die große Schwäche es Films. Man hätte ihn streichen sollen, Acacius in den Mittelpunkt rücken können, die Kaiser ausbauen und den Film um die politischen Intrigen aufbauen sollen. Das wäre spannender gewesen, wenn auch ein großes Risiko. Man hätte sich weg vom Gladiator bewegen können, die Geschichte zwar fortsetzen können, aber den Teil vielleicht „Tribun“ nennen können. Aber die Marke „Gladiator“ bringt so halt mehr Geld ein. Was schade ist, den der Teil des Films hat mich bis zur Mitte noch einigermaßen Unterhalten. In der letzten dreiviertel Stunde bricht aber alles zusammen.
Und ich muss noch sagen, dass ich kein Problem damit habe, dass gewisse Sachen hier historisch Falsch sind. In einem solchen Film, der den Fokus anders legt, ist es für sich kein Ding, aber die Art wie Scott damit umgeht, ist wirklich gefährlich und von seiner Seite auch verwerflich. Haie gab es nicht im Kolosseum. Punkt! Scott behauptet dann aber in Interviews dass es ja doch so gewesen sein könnte. Sag doch einfach, dass es dem Spektakel dient, damit kann ich leben. Ebenso wie er Todernst den Affen zum Konsul ernennt durch Caracalla. Auch Caligula ernannte ein Pferd zum Konsul, aber nicht aus Ernst, sondern um den Senat zu verspotten. Scott meint das aber todernst. Das aber nur am Rande.
Der Film ist in weiten Teilen eine Katastrophe. Die Figuren haben kaum Persönlichkeit, die Handlung ist eine Kopie, die Effekte mäßig, die Musik zum vergessen. Man wollte hier klar kapital schlagen. Schade, den abseits vom Gladiator und Lucius steckt hier ein guter Film, aber dann hätte man Eier beweisen müssen...
Franziska Lüttich
Franziska Lüttich

2 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 1. Dezember 2024
Leider konnte ich nicht Null Punkte geben, aber selbst das wäre noch zuviel. Ich bin großer Fan von Gladiator 1, aber diese Fortsetzung ist komplett misslungen. Ein einziges widerliches Gemetzel und die schauspielerischen Leistungen sind bis auf die beiden Kaiser Geta und Caraculla sehr dürftig.

Rausgeschmissenes Geld für eine dämliche Geschichte, KI-Effekthascherei und hektoliterweise Theaterblut!
anj159
anj159

12 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 11. März 2025
Kurz um, wer Teil 1 mochte wird sich in Teil 2 genau so wohlfühlen. Der Film wurde von Kritiker teilweise zerrissen, diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Die CGI Szenen mit besagten Tiereinlagen sind kurz und im Kino haben sie sich zum eher weicherem, filmischen look, bemerkenswert gut integriert. Nicht zu vergleichen mit CBI Szenen von manch einem Marvel Film z.B. The flash. Ich war positiv überrascht, Ridley Scott hat bewusst das Rad nicht neu erfunden, aber Gefühl und Pathos kann er, wie kein anderer. Tolle 4,5/5 für das Gerne und dicke 4/5 Sternen insgesamt. Danke Scotty! Allen Gladiolen Fans und die es noch werden wollen sei gesagt, geht rein und lasst euch nicht von Kritikern beeinflussen, die selbst schon zu viele Filme geshen haben und wohl langsam, die Lust an Filmen verlieren. Für Ehre und Stärke!
Stephan Schär
Stephan Schär

2 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 25. November 2024
An dem Film stimmt absolut gar nichts. "Those About To Die" ist dagegen in allen Belangen ein Meisterwerk. Und das will was heißen. Lohnt auch nicht zu den einzelnen Punkten, Drehbuch, Kamera, Dialoge, Kampfszenen, CGI großartig was zu sagen. 0 Punkte in jeder Kategorie. Den Soundtrack von Hans Zimmer für den Film zu verwenden ist schon ne Frechheit.
oldschoolmovieaddict
oldschoolmovieaddict

1 Follower 5 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 25. November 2024
"Gladiator" aus dem Jahr 2000 zählt definitiv zu meinen Lieblingsfilmen und natürlich war ich gespannt, wie Ridley Scott die Geschichte mehr als 20 Jahre später fortsetzt. Wie es sich oft mit Fortsetzungen verhält, gibt es von allem mehr:
Mehr Action in der Arena, größere Schlachten, mehr Caesarenwahn. Trotzdem ist es am Ende doch weniger als im Original.

Das liegt meiner Meinung nach zum Teil am Hauptdarsteller, der zwar in den Kampfszenen eine gute Figur abgibt, dem aber das Charisma und der raubeinige Charme von Russell Crowe fehlen.
Außerdem kam für mich die Veränderung der Beziehung von Lucius zu seiner Mutter und ihrem Mann, Acacius, viel zu schnell und war kaum nachvollziehbar.
Die beiden römischen Kaiser sind zwar reichlich schräge Typen, kommen aber gegen das Schauspiel von Joaquin Phoenix als Commodus nicht an. Auf mich wirkten die beiden eher lächerlich als bedrohlich, während Phoenix in seiner Rolle die ihm verliehene Macht in Kombination mit der Egozentrik seiner Figur gefahrvoll durchscheinen ließ.
Tricktechnisch ist der Film perfekt, ein wahrer Augenschmaus wie man das antike Rom hat auferstehen lassen. Auch die Animation der Tiere in der Arena ist beeindruckend gelungen, insbesondere der Kampf mit dem Nashorn ist großartig in Szene gesetzt.
Sobald der Film aber die Kämpfe in der Arena oder auf See verlässt, konnte mich die Handlung nicht fesseln. Auch die Ansprachen von Lucius an seine Mitstreiter reissen nicht mit, das konnte William Wallace gute 1000 Jahre später deutlich besser.
Alles in allem ein unterhaltsamer Film mit ordentlichen Schauwerten - mehr ist es aber meiner Meinung nach nicht.
Rob T.
Rob T.

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4,0
Veröffentlicht am 21. November 2024
Es ist ein schwerer Schlag für Hanno (Paul Mescal). Er lebt an der nordafrikanischen Küste. Als seine numidische Heimat von römischen Legionen und dem General Marcus Acacius (Pedro Pascal) überfallen wird, kommt bei den Kämpfen Hanos Frau Arishat (Yuval Gonen) getötet.
Ganz klar: Hanno will Rache.
Unterdessen wird Hanno aber nach Rom verschleppt - er soll dort verkauft und zu einem Gladiator ausgebildet werden, der seinem Herrn ordentlich Geld einbringt.
Sein neuer Besitzer Macrinus (Denzel Washington) setzt ihn als Kämpfer ein - zur Unterhaltung der Massen.
Für Hanno ist aber klar, dass er weiter Rache am ganzen Imperium will - vor allem an General Acacius. Was er da noch nicht weiß: Der ist mit Lucilla (Connie Nielsen) verheiratet. Die ist seine Mutter - und Hanno ist in Wirklichkeit Lucius.

Fast ein Vierteljahrhundert dauerte es, bis "Gladiator II" ins Kino kam. Warum es so lange dauerte, ist zumindest laut Drehbuch durchaus schlüssig. Denn in Teil 1 spielte Lucius' Vater, damals gespielt von Russell Crowe eine Rolle. Der Vater ist lange tot, und Lucias (Hanno) erwachsen. Deshalb funktioniert die Story sehr gut.
Für Paul Mescal ist der Film sein erster großer Monumentalfilm. Bislang brillierte der Schauspieler aus Irland in kleineren Filmen und Serien und gilt als der Shootingstar der kommenden Jahre. Hier zeigt er sich von einer vollkommen anderen Seite und gibt seinem Helden eine interessante Note. Einerseits wütend, rachedurstig, aber auch nachdenklich und reflektiert ist sein Held in "Gladiator II".
Ridley Scott hat ein spannendes Abenteuer abgeliefert, mit diversen Kämpfen im Colosseum. Es geht auch brutal und blutig zur Sache.
Nicht so gelungen sind eigentlich nur die Momente, wenn die Männer gegen eine wütende Affen-Art kämpfen müssen, die ganz klar aus dem Computer kommt. Dass an anderer Stelle Haie im Colosseum schwimmen - das ist irgendwie, nun ja, merkwürdig.
Ansonsten aber ist dieser Film großartige und kurzweilige Unterhaltung für die riesige Leinwand.
Harald Oswald
Harald Oswald

1 Follower 21 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 20. November 2024
Nun, was soll man über Gladiator II sagen:
Primär fragt man sich, ob Hollywood einfach die Geschichten ausgehen, da versucht wird, Sequels zu basteln, wo es eigentlich gar keine geben sollte !
Sind die ersten Szenen von Emotionalität geprägt, nimmt diese mit Dauer des Filmes (leider) mehrheitlich ab.
Da die Schauspieler (selbst ein "Showstealer" wie Denzel Washington) die durchaus vorhandene emotionale Botschaft des Films nicht richtig zum Publikum übertragen können, happerts denn gewaltig.
So passiert es, dass der überraschende Twist im Film gar nicht richtig wahrgenommen wird und die (eigentlich gute) Story fast untergeht...
Ein Wort noch zu den Effekten: Bauten, Kostüme 1A, die CGI Effekte meiner Meinung nach völlig unnötig (Stichwort: Paviane, Nashorn, Haie) !
Da wäre weniger, definitiv mehr gewesen: Der erste Film hat's vorgemacht und ist halt in dieser Hinsicht (auch aufgrund des Soundtracks) für dieses Sequel unerreichbar.
Der Film ist solide, aber hat mich emotional nicht gepackt...
Google Kunde
Google Kunde

6 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 20. November 2024
Klassische Hollywood-Unterhaltung

Den Hauptdarsteller fand ich passend. Auch Geschichte und Dialoge waren sehr gut.
Einzig die explizit gezeigte Gewalt war zu viel.
The Dark Knight
The Dark Knight

2 Follower 120 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 18. November 2024
Wie erwartet war das nicht so der starke Film. Gladiator ist halt doch ein wahrlich legendärer Film und es war ja auch erwartbar, dass der 2. Teil nicht so gut wird. Der Film wird sicher seine Kosten wieder einspielen aber 2 x muss man sich den nicht anschauen. Doch sehr belanglos und fad. Lediglich Denzel weiß zu überzeugen.
Moviereaper
Moviereaper

3 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 11. Dezember 2024
Gladiator II – Gleich aber doch anders - Spoilerfrei

Ich kann jeden verstehen, der sagt Gladiator II ist einfach nochmal Gladiator, nur ohne einen so starken Russel Crowe als Maximus. Und bis zu einem gewissen Punkt gebe ich diesen Leuten sogar Recht. Wir haben wieder einen Charakter der seine Familie verloren hat, versklavt wurde und zum Gladiator wird.
Paul Mescal gibt’s sich durchaus Mühe, die zugegeben riesigen, Fußstapfen von Russel Crowe zu füllen. Leider gelingt ihm das nur so mittelmäßig. Gladiator 2 versucht anstatt über Charaktertiefe, über bildgewaltige Szenen zu beeindrucken. Das gelingt ihm häufig sehr gut, an einigen Stellen aber so überhaupt nicht. Stichwort: Affen
In der ersten halben Stunde, dachte ich wir bekommen wirklich einfach nochmal denselben Film. danach hat er dann aber doch irgendwo seinen eigenen Weg gefunden. Eine Sache die mir in Teil 1 gefehlt hat ist, dass das ganze politische Thema um den Kaiser tiefer beleuchtet wird. Das macht Gladiator II deutlich besser. Gerade die Darstellung des tyrannischen Kaisers durch Joseph Quinn als Geta (über seinen Bruder breiten wir lieber den Mantel des Schweigens) gefällt mir deutlich besser als Joaquin Phoenix‘ Commodus. Vor allem bekommt aber endlich das Volk Roms einen Charakter. Das hat mir zum Beispiel das ganze Ende von Teil 1 kaputt gemacht, weil die sich verlagernde Stimmung quasi nicht gezeigt wurde.
Von wem ich ebenfalls sehr enttäuscht wurde, ist Pedro Pascal. Und das liegt nicht an seiner Performance, sondern am Drehbuch. Man nimmt einen der gefragtesten Hollywooddarsteller und gibt ihm nichts zu tun. Das macht mich echt sauer.
Super hingegen war Denzel Washington. Seine Intrigen waren das beste am ganzen Film. Es macht jedes Mal ein spaß ihm dabei zuzusehen.

Gladiator und Gladiator II sind für mich wie die zwei Hälften von Ying und Yang. Das was Teil 1 so gut gemacht hat, macht Teil 2 schlechter und umgekehrt. Das beste aus beidem würde einen wirklich guten Film ergeben. So bleibe ich bei 6/10 Punkten für einen durchaus unterhaltsamen Popcornspaß.
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