Vader: Shards Of The Past
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Horridus
Horridus

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3,0
Veröffentlicht am 22. August 2026
The Shards ist eine Serie, die vor allem von ihrer Atmosphäre lebt. Die Geschichte spielt im Los Angeles der frühen 80er-Jahre und verbindet das Leben einer privilegierten Highschool-Clique mit der Bedrohung durch einen Serienmörder.

Für Serienkiller-Fans hat die Serie durchaus einiges zu bieten. Die Morde sind teilweise ausgesprochen fies und verstörend, allerdings geht The Shards dabei nicht unbedingt so weit, wie man angesichts der Thematik erwarten könnte. Vieles wird angedeutet oder nur kurz gezeigt. Wer auf explizite Morddarstellungen gehofft hat, dürfte deshalb etwas enttäuscht sein.

Dafür punktet die Serie mit ihrer ungewöhnlichen visuellen Atmosphäre. Das Bild ist allerdings extrem körnig – teilweise so stark, dass man unweigerlich an eine alte VHS-Kassette denkt. Das dürfte nicht jedermanns Geschmack sein. Gerade bei einer aktuellen Produktion wirkt der Look zunächst fast irritierend. Andere Kritiken beschreiben die Serie dagegen als ausgesprochen stilvoll und hochwertig inszeniert.

Mein persönliches Highlight ist deshalb weniger die Handlung als die Musik. Die zahlreichen Originalsongs aus den 80ern machen enorm viel Spaß und versetzen einen unmittelbar zurück in diese musikalische Ära. Songs von unter anderem The Cars, Ultravox, Duran Duran und The Stranglers werden sehr wirkungsvoll eingesetzt.

Und genau darin liegt für mich ein großer Teil des Reizes von The Shards: Man schaut die Serie nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch wegen des Gefühls, für einige Stunden in die frühen 80er zurückversetzt zu werden. Die Musik, die Mode, das Lebensgefühl und die gesamte Atmosphäre ergeben einen nostalgischen Ausflug in eine vergangene Zeit.

Fazit: The Shards ist kein perfekter Serienkiller-Thriller, aber eine atmosphärisch starke und unterhaltsame Serie. Die teilweise sehr heftigen Morde dürften Fans des Genres ansprechen, auch wenn die Kamera bei den entscheidenden Momenten erstaunlich zurückhaltend bleibt. Das extreme Bildkorn ist gewöhnungsbedürftig. Dafür entschädigt der hervorragende 80er-Soundtrack. **Allein dieser musikalische Zeitreise-Effekt macht die Serie für mich sehenswert.**