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BrodiesFilmkritiken
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5.015 Kritiken
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3,0
Veröffentlicht am 27. Dezember 2023
Ich bekam in der PB mit, wie sich einige Leute vor dem Film unterhielten, die den Inhalt nicht kannten und sich über den Titel „Tütenkopf“ amüsierten. Recht schnell merkt man aber, daß der Film trotz des albernen Titels kein Stück zum Lachen ist. Es ist ein Sampler aus bekannten Versatzstücken gängiger Horrorfilme. Eine Frau erbst ein grusleiges Haus mit einem Monster drin. Dieses Monster besitzt eine besondere Gabe, die sich die junge Frau zu nutze machen möchte. Was Anfangs einfach erscheint, erweist sich mehr und mehr als problematisch und läuft auf ein fieses Finale hinaus. Dabei ist weniger mehr: der Film spiel komplett in dem benannten Haus, es gibt nur ganz wenige Darsteller und die Kargheit gehört zum Gesamtbild. Es werden zwar einige Klischees bemüht, über Jumpscares bis hin zu Alptraummomenten. Am Ende bleibt aber ein funktionierender Film, der alte Hasen nicht herausfordert, aber durchaus kurzweiligen Grusel abliefert.
Fazit: das heftige Finale macht so manche vorherige Leerlaufphase wett – effektiver Horror!
Ich fand den Film ziemlich klasse. Und ichb finde die Idee tatsächlich ziemlich originell. Nenn mir mal einer einen anderen (halbwegs ernsthaften) Film, in dem ein Dämon für eine bestimmte Zeitspanne die Gestalt von Toten annehmen kann und es dem Beschwörenden erlaubt, mit diesen zu kommunizieren.... Geile Idee finde ich Und dazu auch noch stimmig, überzeugend und streckenweise richtig gruselig umgesetzt. Als das Viech das erste mal aus dem Loch hervorkommt - das fand ich schon heftig! Okay, die Figuren sind platt: von Iris wissen wir nicht mehr als zwei, drei Eckdaten, von ihrer Freundin Katie noch weniger und von Kevin (hieß er so?) eigentlich auch nur, dass er reich ist. Aber mal ehrlich: So what? Die Stimmung macht's! In diesem Keller vor trister Berliner Atmosphäre wird schon ein ziemlich deftig gruseliges Ambiente herbeigezaubert, die Story funktioniert prima, auchb dramaturgisch gibt es keine Hänger, der Film hält das Tempo konsequent. Und dann mündet das Ganze noch in einem herrlich fiesen Showdown, der nochmal so ein, zwei überraschende Twists parat hält. Die Schauspieler acten solide bis gut, der Score ist passend, die Jumpscares sitzen, Kameraarbeit und Schnitt sind ebenfalls deutlich über dem Genre-Durchschhnitt.
FAZIT: Fies-derbe Horrorgeschichte mit origineller Prämisse, spannender Dramaturgie, guten Darstellen, herrlich-düsterer Atmosphäre und einem großartig gruseligem Dämon. Dazu ein richtig, richtig fieses Ende. Mein Herz ist jedenfalls in Wallung!