Kandahar
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3,1
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Flo
Flo

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1,0
Veröffentlicht am 23. August 2023
Leider eine langweilige Story. Mit viel Untertitel!
Selbst die spezielleffekt überzeugen nicht.
Leider eine Enttäuschung
UluKay
UluKay

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1,0
Veröffentlicht am 23. August 2023
Im Auftrag für die Nation, für den freien Westen und seine Werte: Der Film "Kandahar" ist ein Rambo für die Generation Schneeflocke. Doch zeigt er Wichtiges: Wahnsinn aus unmittelbarer Nähe.
Dies ist kein Actionfilm. Er wird zwar so beworben, und Gerard Butler spielt mit, aber die meiste Zeit des Films rennt Butler vor irgendetwas weg, anstatt zu etwas hin. Er rennt nach Kandahar. Denn "Wir müssen nach Kandahar." Das muss reichen.
Man weiß, was einen ansonsten erwartet, also erwartet man nichts Spektakuläres, sondern Explosionen und ein paar Orientalen, die "Allahu Akbar!!" schreien und dazu böse mit den Augen rollen. Dazu US-Amerikaner, die sie niedermetzeln, so ungefähr wie im Western die Indianer. Routinierter Dienst am Zuschauer.
Genauso ist es dann auch, obwohl Regisseur Waugh in seinen Charakteren bestimmte Nuancen herausarbeiten zu wollen scheint.
Peinlicher Versuch, den Bruch des Völkerrechts ein wenig aufzuhübschen
Die Eröffnungsszene, die als Einführung in die Charaktere dient, enttäuscht erst mal. Sie hat einen sehr herablassenden Ton gegenüber den "Bösewichten" des Films und sogar gegenüber dem Publikum. Es ist ein sehr typischer Fall, in dem der Held über eine unglaubliche Intelligenz, Gerissenheit und Gelassenheit verfügt, während die Gegner sich als dumme, dysfunktionale Kreaturen erweisen.
Nachdem er mal eben einen iranischen Atomreaktor erfolgreich in Grund und Boden gesprengt hat, beschließt der für den CIA arbeitende britische Agent Tom Harris (Gerard Butler), zu seiner Familie zurückzukehren. Harris lässt sich gerade scheiden und will seine Tochter im Teenageralter sehen.
Dass die Vereinigten Staaten überall auf der Welt illegale Handlungen begehen, ist für niemanden eine Überraschung. Auf der Kinoleinwand werden in einem peinlichen Versuch, den Bruch des Völkerrechts ein wenig aufzuhübschen, dann oft dazu und so auch hier die armen Soldaten gezeigt, die nur ihre Familien im Kopf haben, zu denen sie doch ja so gern zurückkehren wollen.
Nur leider ist da noch der Auftrag für die Nation, für den freien Westen und seine Werte. Phrasen wie "Ich bin ein Patriot" und dergleichen, sollen die Handlungen des Protagonisten darüberhinaus rechtfertigen.
Dass auch diejenigen, die das Pech hatten, vom Helden gerade in die Luft gejagt zu werden, Familien haben, dass da jetzt Menschen um die Toten trauern, wird natürlich nicht gezeigt. Würde man allerdings auch nicht sehen wollen.
So wenig wie diese plumpe US-Propaganda.
Paradebeispiel für das Scheitern des Westens
Dummerweise fliegt die Identität von Harris auf, darum muss er möglichst schnell nach Kandahar fliehen, also ausgerechnet in die spirituelle Hauptstadt der Taliban. Begleitet wird er von seinem Übersetzer Mohammad Doud (Navid Negahban).
Nun ist der Vielvölkerstaat Afghanistan das Paradebeispiel für das außenpolitische Scheitern des Westens während der letzten Dekaden. Man darf hier das Scheitern der Sowjetunion getrost dazu zählen: in einer Mischung aus Inkompetenz und Ignoranz.
20 Jahre westlicher Intervention haben eine demokratische, laizistische Zivilgesellschaft keineswegs gesichert, sondern die Verhältnisse noch weiter destabilisiert. Nun regieren wieder die religiös verblendeten, politisch aber effizient agierenden Taliban.
Alkoholgeschwängerte Weinerlichkeit
Im Grunde ist das Hauptproblem des Films als Film, dass er alles Mögliche beginnt, aber nichts endet. Regisseur Waugh führt tausendundein Thema ein, aber keines davon kommt zu einem Schluss: Wer ist gut und wer ist böse? Inwieweit sind Gewalthandlungen gerechtfertigt? Dient Krieg einem guten Zweck? Was macht uns zu Menschen? Alles interessante Fragen.
Regisseur Waugh scheint seine Metaebene durchaus ernst zu meinen. Und man muss auch nicht die Aufrichtigkeit des Drehbuchautors Mitchell LaFortune bezweifeln, der das Drehbuch lose auf seinen eigenen Erfahrungen als ehemaliger Geheimdienstoffizier zurückführt und sehr offen seine zwiespältige Haltung gegenüber dem Schaden darlegt, den der Westen seinen östlichen Verbündeten zufügt.
Aber die Art und Weise, wie diese Gräueltaten in den Film eingebaut werden – in einer Szene als spätabendliches Eingeständnis am Lagerfeuer – wirkt obligatorisch und eher wie ein Anfall von alkoholgeschwängerter Weinerlichkeit als von Selbsterkenntnis:
"Ja, wir pflügen schon durch arabische Bazaare, richten dort nur Chaos an und jagen Menschen in die Luft, aber glauben Sie nicht, dass wir darüber sehr erfreut sind!"
Der Bass dröhnt unaufhörlich, während griesgrämige Männer mit gerunzelter Stirn sehr ernsthafte Gedanken über äußerst ernste Angelegenheiten flüstern.
Am Ende erscheint Regisseur Waugh eher wie die Mischung aus einem Billig-Coach – der am Schluss seiner Lektionen sagt: "Denken Sie darüber nach" – und einem hyperaktiven Jugendlichen, der sich nicht fünf Minuten auf ein Thema konzentrieren kann.
Und man hat trotz der vielen Actionszenen immer den Eindruck, dass es gar keine gibt. Der Film ist halbherzig. Immer wieder wird das unvermeidliche Rennen, Prügeln, Ballern von kaum erträglichem Emotionskitsch gebrochen.
FILMGENUSS
FILMGENUSS

998 Follower 942 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 23. August 2023
DER FEIND MEINES FEINDES IST MEIN FEIND

Egal ob er, getarnt als Cable Guy, nahe eines iranischen Atomkraftwerks so tut, als würde er nur das Internet aufbrezeln, während das staatliche Militär bereits argwöhnt. Egal, ob er, eigentlich ein Leih-Agent vom MI6, mitten in Afghanistan steckt und gerade enttarnt wurde, sodass alle Welt es sehen kann. Es ist auch ganz egal, ob sein Wagen, indem er sitzt, von einer Rakete getroffen oder er, an einer Wand gekettet, gerade von den Taliban aufgeknüpft wird: Dieser Mann hat immer den gleichen Blick. Hat immer die gleiche Regung, eine konstante Halbmotivation und irritierende Gelassenheit, die man bei Jason Statham vielleicht verzeihen würde, weil er Jason Statham ist. Butler hingegen hat schon auch mal, wir erinnern uns anno 2006, lauthals und voller Blutdurst „Wir sind Sparta“ brüllen dürfen, um sich dann den Persern in den Weg zu stellen. In Greenland, als das Leben auf der Erde ungemütlich wurde, sah man in Butlers Antlitz die Kümmernis und Sorge ob seiner Familie. Denn schauspielern, das kann er wohl – wenn er nur will. Auf dem Weg nach Kandahar ist der bärbeißige Brite Opfer seiner Pflicht – seiner Schauspielpflicht. Er tut, was immer Ric Roman Waugh ihm anweist. Nur nicht mehr.

Die Familie daheim, der Schulabschluss seiner einzigen Tochter – nichts davon empfindet er. Gar so abgehärtet, so dermaßen desillusioniert? Vielleicht ja, vielleicht ist Butlers Figur des Tom Harris einfach nur schon müde von all dem Ganzen. Wenn dem so wäre, hätte er den Job von Auftraggeber Roman (endlich mal ein Wiedersehen mit Ragnar Lodbrok Travis Fimmel) schließlich nicht annehmen müssen. Doch er hat es – obwohl sein letzter Einsatz sicherlich so einige Wellen schlagen wird. Denn der iranische Geheimdienst schläft nicht. Auch nicht der I.S.I. – Pakistans Agenten. Da der Flug nachhause in die Staaten ohnehin Verspätung hat, und noch einige Tage hin sind, bis Töchterlein ihre große Party schmeißt, geht sich ein kleiner Einsatz, der obendrein gutes Geld bringt, sicher noch aus. In Herat angekommen, trifft unser Held auf den Übersetzer Mohammed, kurz Mo (Navid Negahban). Mit ihm muss er bald, nach Bekanntwerden seiner Identität, das Weite suchen, und zwar Richtung Kandahar, denn dort wäre vom MI6 der entsprechende Extraktionspunkt – sofern der 400 Meilen-Weg dorthin von beiden überlebt wird.

Und jetzt stelle man sich vor, wie es aussieht, wenn alle möglichen Parteien, die sich in Afghanistan behaupten wollen, zum Halali blasen. Es ist ja nicht so, als würde das in gefühlt tausend Scherben zerbrochene Machtgefüge eines eigentlich von Gott verlassenen Landes an einem Strang ziehen. Jeder will in eine andere Richtung, doch jeder hat das gleiche Ziel. Somit ist der Feind des Feindes des anderen sicher kein Freund. Durch dieses Gewirr an Häschern, Truppen und einsamen Jägern bahnt sich Butler stoisch und gefühlsarm seinen Weg, baut kaum eine tiefergehende Verbindung zu seinem Partner auf, reflektiert selbst nicht mal seine eigene Wahrnehmung der Dinge. Das schafft Distanz zu einem Film, der gewisse Ähnlichkeiten mit Guy Ritchies eben erst auf amazon prime erschienenen Escape-Afghanistan-Thriller Der Pakt aufweist. In diesem allerdings lassen sich Jake Gyllenhaal und Dar Salim aufeinander ein – das hat Wirkung. Kandahar ist dagegen eine Fahr- und Wandergemeinschaft; ein kurzer Streifzug durch diverse militante Interessensgruppen eines Landes, das ich mein Leben lang nie besuchen werde – trotz der gezeigten, atemberaubenden Landschaften, die klarerweise ganz woanders zu besichtigen sind.

Auch in Kandahar wummert und kracht es – ein Gerard Butler-Vehikel wie dieses wirbelt ordentlich Staub auf, es flattern allerlei Fahnen im Fahrtwind der Kleinpanzer, die Kutten und Turbane sitzen tief, und auch der um jeden Preis durchzusetzende Willen, die Balance der Gerechtigkeit zu halten, pflegt so manchen feuchten Wunschtraum westlicher Mächte. Würde der Film hundert Jahre früher spielen, säßen alle auf Pferden und hätte Gerad Butler vielleicht gar in die Rolle des Lawrence von Arabien schlüpfen können – nur Omar Sharif gäbe es dann leider keinen mehr.
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Frank I
Frank I

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2,5
Veröffentlicht am 22. August 2023
+: Inszenierung, Athmosphäre
-: klischeehaft (wie immer ist der Held geschieden und buhlt um die Anerkennung der Tochter); konventionell
= : Durchschnitt.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 14. August 2023
Der Film traut mir was zu und ich bin so blöd. Denn die Handlung eines Agenten, der im Mittleren osten gejagt wird hetzt der Hauptfigur tonnenweise Gegner auf den Hals und ich soll auseinanderpflücken, wer da zum IS, zum Iran zu den Taliban und zu einem fiesen Warlord gehört. Leider überfordert mich dieses Szenario komplett und so bleibt ein langsamer, langweiliger Actionfilm ürig in dem ein stoischer Held sich durchkloppt. Butler ist dabei so solide wie immer, aber ebeno frei von Überraschungen.

Fazit: Actionarmer Thriller der schnell verwirrt und überfordert
Dummy Load
Dummy Load

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4,0
Veröffentlicht am 13. August 2023
:) sagen wirs mal so ich fand ihn besser als PLANE. Lies sich fuer mich gut schauen und zu lang fand ich ihn auch nicht
Gerard Butler macht das ganz gut
das Odeon
das Odeon

14 Follower 140 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 10. August 2023
ein film, der leicht anzuschauen (wenn man einen spionage/action film haben möchte), aber nur schwer zu beurteilen ist.
der film wechselt die ganze zeit zwischen CIA-spionage und ordentlicher ballerei hin und her.
manchmal ballert es ordentlich, manchmal gibt es eine ordentliche verfolgungsjagd und manchmal geht es um eine info/identität.
wer ist loyal, wer arbeitet für die gegenseite, wem kann man trauen? das zieht sich wie ein roter faden durch den ganzen film.
nicht wie ein nasses handtuch ins gesicht geklatscht, es schwebt halt immer irgendwo im raum. was das problem dieses films ist.
ich habe irgendwann den überblick verloren bei den ganzen leuten, wer jetzt für welche regierung und wer jetzt für welche terrorgruppe arbeitet,
und wer jetzt was will und warum wer was macht.
trotzdem habe ich den film genossen und mich an der komplexität des films nicht gestört, sondern diese genossen.
endlich mal wieder ein film, dessen handlung sich im laufe der zeit aufbaut, so dass man als zuschauer mitdenken kann.
leider ist der film trotzdem zu lang, so dass es einige momente gibt, die eher ausbremsen.
sagen wir mal so, es gibt mehrere stellen, wo man ganz entspannt auf klo oder neue popcorn holen gehen kann, ohne was zu verpassen.
trotzdem schafft dieser film es irgendwie, immer eine gewisse spannung aufrechtzuerhalten. eine szene mit spannung (vielleicht gleich noch eine danach),
eine ruhige szene, und dann wieder eine szene mit spannung. und nochmal von vorn.
für meinen geschmack etwas zu lang, drei/vier ruhige szenen zu viel, aber das ist jammern auf hohem niveau.
irgendwie passen die ruhigen szenen auch mit rein, so insgesamt gesehen (subjektiv) macht der film schon alles richtig.
wer vorher wissen will, worauf man sich einlassen muss, braucht sich nur die beschreibung durchzulesen,
bzw sich den trailer anzusehen von "der mann der niemals lebte" und "zero dark thirty".
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