Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
PostalDude
1.043 Follower
1.093 Kritiken
User folgen
2,5
Veröffentlicht am 7. November 2021
Auf dem Fantasy Filmfest mit meinem besten Kumpel & nem anderem Kumpel gesehen:
Was hattten wir erwartet ?! Einen schön durchgeknallten taiwanischen Pandemiesplatter! Was haben wir bekommen ?! Ein Splatterdrama mit viel Leerlauf & das trotz einer Laufzeit von 99 min. ...
Die Atmosphäre war schon ungehaglich & realistisch gemacht, aber die Story um die 2, die ums Überleben kämpfen, kann nicht alles sein + eine Auflösung, die so lala war. Es wurde einfach sehr oft ausgebremst.. Die Effekte waren cool, aber manchmal wurde im Off getötet & grundsätzlich war es zu lasch. Oder wir sind mittlerweile so abgestumpft, ich weiß es nicht...
Auf einer Skala von 1-10? 5, mit der Tendenz eher zu 4 als zu 6.
Nach der euphorischen Kritik von Filmstarts ist zumindest mein Splatterherz etwas enttäuscht. Als Film selbst fand ich ihn ok bis gut, auch mit dem Ende war ich zufrieden. Mehr will ich nicht verraten, daher kurz zu meiner Enttäuschung:
Filmstarts schreibt etwas von „explizit auf die Spitze getrieben“. Das ist in den meisten Fällen aus meiner Sicht völlig übertrieben. Nach meiner Schätzung passiert 95% des Splatters im Off. Nur weil die Setdeko einfach mit Kunstblut vollgeschmiert wird ist es noch kein Splatter, man möchte ja gerne sehen wo das alles herkommt ;) Wer den Trailer oder diverse Fotos kennt, nur ein kleines Beispiel: Ein Foto aus den Pressebildern zeigt eine am Auge verletzte Frau mit Knochensäge in der Hand inmitten von Körperteilen stehen. juhu, könnte man meinen. Es wird aber nicht gezeigt wie das passiert ist, die Kamera fährt um die Ecke des Ganges, zeigt die Frau dort und das wars. Gleiches gilt für die „Orgie“ die in der Filmstarts Kritik zu lesen war. Gibt noch viele andere Beispiele. Nach den ganzen Kritiken dachte ich nach den ersten Szenen die haben uns ausversehen eine cut Version vorgesetzt :)
Fakt ist dass weder wirklich viel explizit zu sehen ist, noch dass es in der Menge mehr Splatter ist als in anderen Filmen. Da fand ich z.b. Halloween Kills expliziter.
Meine Einschätzung für die Ablehnung bei der FSK sind die verbalen Entgleisungen der Infizierten, wer mit alles f…. möchte :) Dazu die wenigen angedeuteten Sexszenen, die in dem Kontext des Films natürlich schon recht krank sind.
Atmosphäre, Bilder, Spannung war wie gesagt ok bis gut. Wer sich den Film nur aus Splatterfreund ansehen möchte und die weltweite Lobhudelei wie unfassbar krank und splatterig er sein soll, der wird zwangsläufig enttäuscht werden.
Habe ich den falschen Film gesehen? Das frage ich mich nach dem Lesen der Kritik von Björn Becher und dem Anschauen des Films auf dem FFF. Vorweg: Die Ankündigungen als ultrabutal etc. haben mich eher angesprochen als abgestossen. Daran liegt es also nicht, dass ich den Fim wirklich grottig finde. Zunächst einmal nervt die Musik kolossal. Sie ist absolut nervtötend. Nun im Einzelnen, ich beziehe mich der Einfachheit halber auf Zitate von Herrn Becher: "bis alle Gedärme herausgerissen und alles blutbesudelt ist" Nunja. Davon habe ich ehrlich gesagt wenig gesehen. Alles blutbesudelt ja, aber eben dies führt dazu, dass kaum Einzelheiten wie z.B. herausgerissene Gedärme zu sehen sind. "Nur eine Zombie-Sex-Orgie im Blutbad sorgt als herausstechend-grotesker Moment kurz für ein befreiendes Lachen, ist dann aber auch gleich wieder so intensiv, dass es einem direkt wieder im Halse stecken bleibt." Hierfür gilt dasselbe. Die Körper sind dermaßen von Blut besudelt, dass hier ebenfalls keine Einzelheiten zu erkenn sind. Stoßende Bewegungen eines Manns finde ich nicht besonders intensiv. Und das unterlegte Gestöhne und Gelächter. Hmmm. "Körperteilprothesen, die erst einmal abgeschlagen oder abgerissen gerne auch als Waffe zweckentfremdet werden." Einmal habe ich, so glaube ichj. in dem vielen Blut, ein abgetrenntes Körperteil gesehen. Dass Körperteile als Waffe gebraucht wurden, kam im Film definitiv nicht vor. Hätte ich ja gerne gesehen. "hält selbst bei einer Vergewaltigung in eine Augenhöhle (!) lange mit der Kamera drauf." Auch dies fand nicht statt!! Man sieht nur, wie der Killer das Augenpflaster entfernt und sich die Hose öffnet. Alles andere wird nicht im Ansatz gezeigt und man muß es sich beim unterlegten Gestöhne selbst vorstellen. "wie ein Fremdkörper wirkende Pressekonferenz des Präsidenten" Ja, das war absolut boring. Ebenso die ausufernden Erklärungen und Monologe des Virologen im Finale.
Es gibt also durchaus ein paar Schockelemente aber insgesamt ist der Film eine einzige mega-große Enttäuschend. Entsprechend auch die Reaktion des Publikums nach dem Film. Ein einzelnes Klatschen ansonsten Stille. Mir war nach lautem Buhen.