The Running Man
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Kinobengel
Kinobengel

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3,5
Veröffentlicht am 15. November 2025
WO LAUFEN SIE DENN?

Der schnell aufbrausende Ben Richards (Glen Powell) ist mit seiner Familie in einer finanziellen Notsituation. Bei einem Spielshow-Casting schneidet er so gut ab, dass ihn Producer Dan Killian (Josh Brolin) für den „Running Man“ haben möchte. Im Wissen um die schlechten Überlebenschancen unterschreibt Ben den Vertrag widerwillig. Die Jagd beginnt.

„Wenn er’s nicht macht, dann hat er nicht gewollt oder er konnte nicht“, heißt es bei Loriot im Sketch an der Pferderennbahn. Edgar Wright („Shaun oft he Dead“, 2004) hat seinen Running Man vielschichtiger gestaltet als Paul Michael Glaser in der Verfilmung von 1987 mit Arnold Schwarzenegger und nimmt sich eine gute halbe Stunde mehr Leinwandzeit. Wer manipuliert wen in welcher Intensität, wer konnte oder wollte nicht oder war alles ganz anders? Das ist ein zentraler Punkt der aktuellen Version, die deutliche Kritik an den Medien übt, ihrer nahezu grenzenlosen Macht, darüber hinaus am sensationsgeilen, leicht zu täuschenden Konsumenten. Zwar erlebt das Publikum ein ziemlich rasantes wie theatralisch inszeniertes Action-Gewitter, das für viel Unterhaltung sorgt, der Ernst an der Sache ist jedoch kaum zu übersehen. Die Spannung wird nicht nur von der Verfolgung genährt: Ben ist sich nie im Klaren über seine Helfer.

Die Wright-Verfilmung basiert – wie schon 1987 für Glaser – auf der Romanvorlage „The Running Man“ (1982 von Stephen King). Gab es da nicht früher schon etwas? Aber ja doch, „Das Millionenspiel“, ein deutscher TV-Film von Tom Tölle aus dem Jahr 1970, dessen Handlung in einer weniger entfernten Zukunft spielt (Drehbuch: Wolfgang Menge nach der Vorlage von Robert Sheckley, "The Prize of Peril", 1958). Die hier gezeigte, ebenfalls als Medienspektakel umgesetzte Menschenjagd wirkt erheblich realer als bei den US-amerikanischen Produkten, die trotz eines gewissen kritischen Anspruchs vorzugsweise eine gewollte Unwirklichkeit zeigen. Den Moderator des moralisch verwerflichen Wettbewerbs macht - wer könnte es besser? - Dieter Thomas Heck. Einer der Killer wird von dem damals noch unbekannten Dieter Hallervorden gemimt (seine Kultblödel-Show „Nonstop Nonsens“ lief ab 1975). Tölle zeigt eindringlich, was in Deutschland erst später Gewicht bekommt, nämlich den Drang nach Einschaltquoten auf Kosten der Qualität des Inhalts. Nebenbei darf erwähnt werden, dass „Das Millionenspiel“ den höchsten IMDb-Wert der drei Filme aufweist. Hat nun Stephen King bei Robert Sheckley abgekupfert? Vielleicht.

Edgar Wright liefert mit „The Running Man“ vorwiegend große Schauwerte ab, tadellos aufgenommen von Kameramann Chung-hoon Chung, der schon einige Male mit Park Chan-wook gearbeitet hat. Ebenso punktet der US-Amerikaner in Komplexität und dem gut angeleiteten, ausdrucksstarken Glen Powell. Die größere Faszination versprüht schließlich die kleine TV-Produktion von Tölle, da sie die Leute vor den Bildschirmen effektiver beeinflusst.
Isabelle D.
Isabelle D.

330 Follower 512 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 23. November 2025
"The Running Man" von Edgar Wright ist eine gelungene Verfilmung des Romans von Richard Bachmann alias Stephen King. Die Handlung hält sich (anders als die Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger aus den 80ern) relativ nah an die Vorlage und ist temporeich und spannend inszeniert. Leider geht dem Film am Ende ein wenig die Puste aus und der Schluss wirkt etwas zerfranst. Wenn ich mich richtig erinnere, war das im Buch aber auch so. Die Schauspieler machen ihre Sache prima, insbesondere Glen Powell als Ben Richards, Josh Brolin als Produzent Dan Killian und Colman Domingo als Show-Moderator Bobby Thompson.

Allerdings fand ich nicht, dass die Funken besonders übersprühen zwischen Ben und Sheila (Jayme Lawson), die Chemie hat nicht so ganz gestimmt. Das ist aber vielleicht auch der Rolle von Sheila geschuldet, die in der Geschichte gemeinsam mit Tochter Cathy nur die Funktion eines Hitchcockschen McGuffins erfüllt und die Handlung des Protagonisten motivieren und in Gang bringen soll. Auch das ist im Buch aber genauso und tut der Spannung des Films keinen Abbruch. Es sagt allerdings etwas darüber aus, welche Rollen Frauenfiguren in Filmen und Büchern generell zugeschrieben werden, nämlich den Männern untergeordnete Funktionen, die die männlichen Protagonisten motivieren und charakterisieren, aber nicht für sich stehen. Das ist jetzt aber ein größeres Fass, das ich nicht weiter aufmachen möchte.

Fazit: Spannender Thriller, der am Ende etwas schwächelt, aber insgesamt trotzdem gelungen und sehenswert ist.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 584 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 15. November 2025
Große Enttäuschung: man hat zwar Edgar Wright auf dem Regiestuhl, der unterlässt aber komplett seine kreativen Kameratricks und Regiemätzchen, sondern liefert hier eine brave Auftragsarbeit ab. Der Held kommt charmant herüber, das liegt aber am Darsteller Glenn Powel und nicht an einer guten Schreibe oder einer guten Inszenierung. Mit 130 Minuten ist der Film dann auch deutlich zu lang und schafft es nicht, die Hetze und den Druck seiner Hauptfigur irgendwie an den Zuschauer weiter zu reichen. Ebenso wird diese utopische Welt nur mit Schlaglichtern beleuchtet, einen erklärenden und umfassenden Blick erhält man aber nicht. So hat man einen zu humorlosen, zu langen Film bei dem man sich an ein paar netten Actionszenen erfreuen kann, den man aber hinterher direkt wieder vergisst.

Fazit: Abgesehen von ein paar passablen Actionszenen bleibt ein emotionsarmer und lauer Thriller!
Michael K.
Michael K.

60 Follower 295 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 14. November 2025
"The Running Man" war eigentlich nur ein Verlegenheits-Kinobesuch - und der wurde zu einer echten positiven Überraschung. Ein dystopischer, manchmal fast schon frappierend simpel, aber enorm effektiv inszenierter Actionthriller, der sich wirklich überhaupt nicht verzettelt, sondern so viel politische "Message" wie irgend möglich herüberbringt. Den spoiler: wahrlich schweren Kampf des Protagonisten
fand ich enorm spannend und trotz der düsteren Szenerie sehr unterhaltsam. Und es gibt auch Stoff zum Nachdenken. Eine klare Empfehlung, ein unterschätztes Highlight!
Davki90
Davki90

49 Follower 339 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 28. November 2025
Nachdem ich das Original mit Arnold Schwarzenegger, gesehen und sehenswert, aber kein Meisterwerk fand. Habe ich mich sehr auf das Remake gefreut. Ist schliesslich von Edgar Wright, einem meiner Lieblingsregisseure. Leider bin ich sehr enttäuscht, nachdem ich ihn nun gesehen habe. Wenn man den Trailer sieht, verspricht es ein Actionspektakel zu werden. Am Anfang trifft dies auch zu aber die zweite Hälfte ist ziemlich langweilig und öde. Keine Szene, bleibt so wirklich in Erinnerung. Nach "Mickey 17", die zweite Enttäuschung vom Jahr 2025. Ich finde, Edgar Wright sollte wieder einen Film mit seinem Dreamteam: Simon Pegg & Nick Frost drehen. Eigene Ideen sind oft besser, als sich an einer Vorlage abzumühen.
Craftnight405
Craftnight405

5 Follower 138 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 4. Dezember 2025
Ben Richards lebt mit seiner Frau und Tochter in armen Verhältnissen. Er hat mehrmals seinen Job verloren und seine Frau arbeitet für die gesamte Familie. Als die Tochter schwerkrank wird, muss er schnell Geld auftreiben, weshalb er bei der gefährlichsten und beliebtesten Gameshow "The Running Man" mitmacht. Das Konzept ist er muss 30 Tage überleben, während das gesamte Land in jagt und fünf Hunters in Umbringen müssen.

Die Welt ist hier besser gestaltet als im Original mit Arnold Schwarzenegger. Der Film hier ist wohl näher dran an dem Stephen King Roman. Hier macht es mehr Sinn, wie die Kandidaten in die Spielshow landen. Am Anfang werden noch andere Shows gezeigt, was ich interessant fand und es offen macht für weitere Teile oder einer Serie. Colman Damingo als Moderator war okay, aber nichts besonderes und nicht so ikonisch wie Stanley Tucci in "Die Tribute von Panem". Der Film ist interessant, wie Ben sich verhält und wie er unerkannt bleiben möchte, um nicht getötet zu werden. Das Problem ist das die Zuschauer der Sendung ihre Meinung sehr schnell ändern, ohne dass es aufgebaut wird. Ich hätte mir mehr gewünscht, dass man die Veränderung miterlebt und wie die Zuschauer die Fake-News glauben oder kritisieren und wie sich ihre Meinung wandeln kann. Dies ist hier leider nicht der Fall. Die letzten 30 Minuten schätzungsweise (ab dem Moment wo die reiche Immobilienmaklerin ist, die Auto fährt) wird der Film blöd. Es wird viel gelabert und nichts ist irgendwie interessant oder richtig kritisch mit dem Thema, welches der Film aufmacht. Es gibt ein Gimmick, welches für die Jugend gedacht ist (Thema Videokassette), welches am Ende nur nervt und unangenehm ist). Der Film ist am Ende sehr langsam und langatmig, aber kurz vorm Ende merken die Macher anscheinend, dass sie noch den Film enden lassen müssen und raschen es dann durch. Die Message des Films ist auch eher kontraproduktiv: Die Regierung ist böse und gewalttätig, also müssen wir Gewalt anwenden und mit Molotowcocktails werfen. Vor allem zur heutigen Zeit, wo es sowas gibt, sehe ich das als problematisch an.

Ich habe das Original lange nicht mehr gesehen. Werde es definitiv noch einmal schauen, um es zu vergleichen. Am Ende ist dieses Remake, leider eher schwach und Action gibt es nur sehr wenig. Die Actionhighlights und generell die besten Szenen sind leider schon im Trailer zu sehen.


6,5/10
pinsel bube
pinsel bube

47 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 16. Dezember 2025
schade, dass mit so einem großen budget dann doch nur ein kleiner film entstanden ist. für die jagd "quer durchs land" ist sehr wenig land zu sehen. sind 3 tage vergangen, 10...18...? es dümpelt dahin. die gesellschaftskritik ist altbekannt, die bösewichte eindimensional und machen eigentlich auch nur ihren job. der held darf ab und zu mal freche ausdrücke benutzen, aber sonst ist alles sehr zeitgeistig angepasst. langweilige zukunft...genau so langweilig wie die jetztzeit.
PeterPan44
PeterPan44

33 Kritiken User folgen

1,5
Veröffentlicht am 23. November 2025
Die Idee, die Jagd auf ganz Amerika auszuweiten und jeden Smartphone-Besitzer zum Kopfgeldjäger zu machen, wirkt spannend und originell, wird aber kaum sinnvoll weiterverfolgt. Statt Dynamik und stetiger Bedrohung gibt es lange Pausen, die das Tempo bremsen und jede aufkommende Spannung im Keim ersticken. Dadurch entstehen insgesamt zu wenige echte Konfrontationen oder erinnerungswürdige Actionsequenzen – für einen Film dieses Genres ein deutliches Manko.

Auch das Finale endet mit einem klischeehaften moralischen Zeigefinger und die Konstellation einer schwarz-weißen Mischehe wirkt wie ein links-wokes Statement!
PT2 Filmfan
PT2 Filmfan

46 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 14. März 2026
Sehr starker Film, und sehr starke Schauspieler
Das Ende war dann für meinen Geschmack zu schnell und zu holprig
Lemmiblog
Lemmiblog

2 Follower 114 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 14. November 2025
KEIN VERGLEICH ZUM ORIGINAL FILM

Ben Richards muss bei The Running Man antreten, um das Leben seiner Familie zu retten. Drei Kandidaten, 30 Tage, eine Welt, die dich jagt und ein ganzes System, das manipuliert, frisiert und lügt. Schnell merkt Ben, dass hier nichts ist, wie es scheint, weder die Show, die Menschen, noch die Regeln.

The Running Man 2025 läuft ca. 135 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und wagt ein Remake des 87er-Klassikers, damals mit Schwarzenegger, heute mit Glen Powell. Und genauso viel, wie die beiden gemeinsam haben, haben auch die Filme miteinander zu tun, fast nichts.
Diesmal geht es um einen Familienvater, der aus noblen Gründen auf der schwarzen Liste landet und wortwörtlich um sein Leben rennen muss. Hunter, Drohnen, Zuschauer, alle wollen ihn tot sehen. Die Gesellschaftskritik trifft überraschend gut ins Schwarze mit Deepfakes, Medienmanipulation und sogar die Kadishians kriegen ihr Fett weg. Macht Spaß, tut weh, so gehört sich’s.
Die Action ist solide, besonders in der Fluchtphase. Nur in den direkten Kämpfen zeigt der Klassiker klar, wie’s richtig geht. Glen Powell ist ein charismatisches Arschloch mit Herz, aber eben kein Arnie, er ist keine wandelnde Panzerfaust, sondern jemand, der Hilfe braucht und das macht die Rolle frischer.
Josh Brolin als Bösewicht bleibt dagegen blass. Richard Dawson hatte Charme, Kalkül und eine unterschwellige Gefahr, Brolin wirkt dagegen eher wie ein müder Talkshow Moderator kurz vor der Rente.
Das Finale liefert die erwartete Eskalation, aber für mich persönlich war es der schwächste Part.
Unterm Strich bleibt ein kurzweiliger Actionstreifen, der moderne Kritikpunkte sauber einbaut, gute Action abliefert und die Figuren können was. Leider ist der Antagonist enttäuschend, die Hunter noch mehr und das gefühlt tausendmalige Erwähnen der Familie nervt irgendwann gewaltig. Ja, Ben, wir haben’s verstanden, du hast eine Familie.

7,5/10 Punkten. Arnies Cameo ist übrigens herrlich, kein Demolition-Man-Gedenkbibliotheks-Level, aber trotzdem ein schönes Augenzwinkern.
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