Eigentlich gar nicht so schlecht und besser als die Kritiken erwarten lassen. Ron Perlmann ist leider unterfordert und hätte da viel größer aufspielen können, aber es ist immer eine Freude, wenn er in einem Film mitspielt. Dann gibt er dem Schurken wenigstens etwas Atmosphäre. Das gleiche gilt für Nicolas Cage, der ja immer leicht am Wahnsinn grenzt und das hätte man hier in diesem Film sogar noch wesentlich besser verarbeiten können. Da hätte er wirklich noch wahnsinniger aufspielen dürfen und den alten Special Forces Agenten noch versoffene und verrückter auftrumpfen lassen können. Und da sind wir schon beim Hauptproblem von diesem Film und das ist einfach, dass er handwerklich sehr schlecht gemacht ist. Das gilt schon für die wenigen Action Szenen, die selbst in einem billigen Fernsehfilm besser umgesetzt werden. Dazu noch schlechte Musikuntermalung. Von daher reißen es nur die Schauspieler raus, die ihre Sache gut machen. Vor allem die kleine Sara spielt wirklich glaubhaft auf . Die Story ist natürlich auch schon 200 mal besser verfilmt worden und ich frage mich, wenn man als Schauspieler so ein Skript bekommt, ob man da nicht denkt. Ach herrje, das ist doch völlig altbacken. Aber ok, für einen Filmabend schon ganz unterhaltsam.
Auf jeden Fall besser als die Kritiken und das Einspielergebniss erwarten ließen. Fiennes, Perlman und Cage wirken zwar allesamt ein ganz klein wenig unterfordert, haben aber ihre Momente. Und warum auch muss es immer die größte Story, die knalligsten Effekte und die irrsten Szenen sein?! Kann es nicht auch mal reichen, dass ein Film unterhält? Die Geschichte hat durchaus ihre Momente, steuert auf ein zwar absehbares, aber zufriedenstellendes Ende hin. Wirklich gut und souverän spielt cages Film- Enkelkind ihre Rolle herunter und ist die Entdeckung des Films. Ich habe mich jedenfalls für 1 1/2 Stunden ganz gut unterhalten ohne mich ärgern zu müssen und das will heutzutage schon etwas heißen.