Der Film war gut, actionreich und brutal. Mich konnte der Film schon etwas überzeugen, allerdings nicht allzu sehr. Manche Szenen waren lau erstellt worden. Im Groben und Ganzen aber zum Teil gelungener Film.
Der hat mich nur teilweise überzeugen können. In einigen Aspekten war der Film sehr gelungen, aber in vielen Aspekten war der Film einfach nur langweilig und miserabel. Letzten Endes ist der Film nur durchschnittlich.
Dieses nicht eben dezente Gemetzel funktioniert eigentlich wie ein Comic Noir: hier wird nicht lang gefackelt; der Wortkarge, wütende Mann ist mehr als ein simples Stehauf-Männchen. Er könnte als eine Mischung aus Jesus und Hulk durchgehen, denn egal, was ihm widerfährt - er bleibt am Leben und schlägt mit größerer Wucht zu. Wer meinen Blog kennt, dürfte sich denken können, dass dies so gar nicht mein bevorzugtes Genre ist. Aber die Konsequenz, mit der dieses Gemetzel umgesetzt ist, hat mich beeindruckt und unterhalten. Merke: der Film ist genau das, was er sein will und zu sein verspricht, und das zu 150 Prozent - ein martialischer Gewaltfilm, in dem sich womöglich so manches testosterongeladenes Gemüt auf ungefährliche Art abreagieren kann.
Ich schreibe das nicht mit ironischer Distanz; der Film hat mich tatsächlich unterhalten, und ich staune nicht schlecht darüber.
Übrigens, wenn hier jemand schreibt, Hollywood verkaufe uns mal wieder den Bösen Deutschen, so bin ich entschieden gegen diese Rethorik, denn sie stellt in den Raum, dass an Nazideutschen im zweiten Weltkrieg irgendwas Gutes zu finden sei. Geht's noch?!
Ich habe mitbekommen, wie dieser Film beim Fantasy Filmfest abgefeiert wurde und auch sonstige Kritiken dazu sehr wohlwollend ausfielen. Daher saß ich da, als der Film begann, ich erwartete nun begeistert zu werden. Leider stellte sich der Effekt nicht ein. Allerdings Verständnis. Ich kapiere, warum dieser Film in der richtigen Umgebung und mit den richtigen "Mitguckern" so zum Partyfilm avancieren kann. Bei mir selber hat das halt nur nicht funktioniert. Dadurch, daß die Hauptfigur nahezu unsterblich ist kommt keinerlei Spannung aufg, nur eine endlose Reihe an mehr oder weniger kreativen Tötungsszenen. Ebenso verweigert der Film sowohl bei der Hauptfigur wie auch den sonstigen Charakteren jede weitere Information. Eigentlich ist es spannend, wenn ein Film keinerlei emotionalen ballast mitschleppt und sich aufs eigentliche reduziert, es nimmt einen aber nicht wirklich emotional mit.
Fazit: Effektive filmische Schlachtplatte mit hohem Blutanteil und großem Partyfaktor, aber unterkühlter Haltung zu den Figuren!
Der Zweite Weltkrieg geht dem Ende entgegen. Deutsche Soldaten treffen in Finnland auf einen alten Goldgräber (Jorma Tommila) und möchten ihn um seinen Arbeitserfolg bringen. Doch der kann sich unerwartet effektiv zur Wehr setzen.
„Sisu“ wurde vor dem Kinostart auf den Fantasy Filmfest Nights aufgeführt.
Die Verfolgungsjagd der Marke FSK 18 ist in Kapitel unterteilt. Vereinzelt tauchen Logikfehler sowie physikalische Besonderheiten zugunsten des scheinbar Unterlegenen auf. Irgendwann werden sie dermaßen offensichtlich, dass nur eine Schlussfolgerung bleibt: Es ist der Dichtungsart geschuldet. Ein Epos fesselt eben dank einiger darin enthaltenen Übertreibungen. Der Held soll demzufolge als solcher zu erkennen sein, siehe „The Revenant“, 2015 von Alexandro Gonzales Iñárritu. Regisseur und Autor Jalmari Helander („Big Game“, 2014) reicht dies als Richtschnur für „Sisu“. Aatami Korpi, so der Name des Goldgräbers, ist eine unsterbliche Tötungsmaschine.
So nimmt das Schicksal für die Nazis seinen Lauf. Sie geben sich nicht geschlagen, wollen unter Führung des Obersturmführers Helldorf (beeindruckend böse: Aksel Hennie) den Widersacher in die Knie zwingen. Die spektakulär wirkenden Szenenbilder werden mit dem atemberaubend schönen Lappland verwoben, fotografiert von Kjell Lagerroos. Manches davon stößt dabei blutgetränkt an die Grenze zum Slapstick und bekommt Applaus vom Filmfestpublikum.
Damit die Handlung nicht zu einseitig wird, sind bei allmählicher Steigerung bis zum Showdown einige Zwischentiefs verbaut. Na ja, das erinnert dann doch sehr an einen Standardplot, der das Publikum durch die unterschiedlichen Tötungsarten bei der Stange hält. Dennoch verfügt „Sisu“ über eine eigene Prägung, die das Gemetzel sehenswert macht.
Jalmari Helander gewinnt seine Fans durch einfache stilsicher bis in Ziel transportierte Unterhaltung.