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Frriday
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1,5
Veröffentlicht am 22. November 2024
"Atlas" ist eine Science-Fiction/Action-Spielfilm aus dem Jahr 2024. Es handelt sich um eine ambitionierte Netflix-Produktion, die visuell durchaus ansprechend ist, aber leider mit Jennifer Lopez und anderen Schauspielern fehlbesetzt wurde. Auch dem Drehbuch mangelt es an Originalität, denn die Macher des Films scheinen sich einfach bei Avatar, Blade Runner, Altered Carbon (Serie), Terminator, Matrix und anderen Produktionen bedient zu haben. Herausgekommen ist nur ein Abklatsch. Jennifer Lopez und Sci-Fi, das passt einfach nicht zusammen. Sie ist besser in Romanzen und Komödien aufgehoben und in Filmen, in denen sie sich selbst parodiert. Das hat sie leider in Atlas getan, und das ist gehörig schief gegangen. Es hätte bessere und seriösere Schauspielerinnen für die Hauptrolle gegeben, aber wer spielt schon gerne in einer Kopie der Kopie von etwas Genialem mit? Ein weiteres Problem ist, dass sich die Besetzung hinter der Präsenz, dem Ego und der Haarspray-Mähne von J.LO kaum entfalten kann. Nebenbei: Welche hochdekorierte Wissenschaftlerin zieht gestylt in den Krieg auf einem fremden Planeten? Wenigstens hatte sie schöne Haare ;)
Auch der unbeholfene Abraham Popoola scheint von irgendeiner Seite in die Rolle eines Roboters à la Terminator durchgedrückt worden zu sein, dabei wäre er in der Rolle des Colonel Elias Banks besser aufgehoben gewesen, die wiederum von Sterling K. Brown besetzt wurde, den manch einer aus der schnulzigen Drama-Serie "This is us" kennen dürfte. Der Kanadier Simu Liu hat sicherlich noch das größte Potential der gesamten Besetzung, aber seine Rolle des Harlan Shepherd (Robot/Schurke) ist zu oberflächlich und bekommt als Gegenspieler von Lopez zu wenig Raum. Trotzdem wird der Film einigen gefallen, die goldene Himbeere ist Jennifer Lopez trotzdem schon mal sicher.
PS: Wer hat eigentlich die gute Kritik auf Filmstarts.de geschrieben? Eine KI oder Netflix selbst?)
Übrigens: Kritik von NutzerInnen, die andere schlechte Nutzerkritiken kritisieren und sie als frauenfeindlich deklarieren, sind hier völlig fehl am Platz und vollkommen intolerant. Solche Aufreger sind leider in Mode und erinnern an so viele unnötig geführte politische Debatten, in denen sich irgendeine Gruppe nicht genügend gewürdigt oder respektiert fühlt. Man darf nicht mehr sagen, dass eine Schauspielerin schlecht gespielt hat, ohne angefeindet zu werden. Andere Wahrnehmungen und Vorlieben bitte nicht unterdrücken.
Ich will Filmstarts nichts unterstellen und Meinungen sind subjektiv, aber 3,5 Sterne dafür? Hat die Kritik ein versierter Filmkritiker geschrieben, dessen Leidenschaft Filme sind? Das ist tatsächlich nicht böse gemeint, sondern drückt meine Verwunderung aus. Der Film ist ein typischer Netflix Film. Absolut generisch, wenig spannend, krasses Budget mit Materialschlacht. Fast als hätte chatgpt das Drehbuch geschrieben, wobei eine Szene im Finale leider doch zu fremdschäm artig ist, das kann dann wieder nur ein Mensch gewesen sein. JLo kann als einzige Hauptdarstellerin (Screentime 95% nur sie alleine) den Film nicht tragen. Als sci Fi Fan trägt man keine Hirnschäden davon, wenn man ihn zu Ende schaut, aber ein guter Film ist er nicht (sagt auch chatgpt anhand der meisten Kritiken)...ach und der Deal von Lopez Produktionsfirma mit Netflix, dass mehr weibliche Schauspielerinnen und Produzentinnen gefördert werden sollen - damit meint sie wohl sich selbst.
Der Film enthält tonnenweise Anteile, die ich so in anderen Filmen gesehen habe. Ist es also wieder so ein Netflix Fall, wo ich bekannte Versatzstücke in aufgewärmter Form neu vorgesetzt bekomme? Ja, ist es. Ich kann es dem Film aber nicht vorwerfen. Trotz einer Laufzeit von zwei Stunden ist er kurzweilig, Jennifer Lopez spielt eine neutrale Heldin die nicht nervt und technisch ist das alles soweit ordentlich gestaltet. Reicht doch schon,
Fazit: Sci Recycling bekannter Motive mit passablem Unterhaltungswert