Ein ungewöhnliches Biopic, brillant gespielt bis zur letzten Nebenrolle und höchst ungewöhnlich geschnitten. Man erlebt Aufstieg und Demontage des Vaters der Atombombe sozusagen gleichzeitig
Esa macht keinen Sinn, einen Christopher Nolan Film schlecht zu bezeichnen. Es gibt Fans, Verehrer, Jünger … die sprechen einem gleich die Expertise ab. Daher mache ichs knapp: ich sah ein drei Stunden langes Schnittgewitter aus Szenen die wild durch die Zeit springen, und Fetzen aus dem Leben des Erbauers der Atombombe zeigen. Über die Figur des Oppenheimer selbst erfahre ich dabei eigentlich nichts, außer daß Cilian Murphy und der Ast unglaublich gu spielen können. Der Film ist keine Biographie, sondern eher ein Gerichtsfilm, in dem eine endlose Meute an Figuren viel vor Ausschüssen sagt. Als Verkaufsargument gibt’s dann natürlich die Atombombenexplosion, die ein audiovisuelles Kinohighlight darstellt, danach folgt noch eine Stunde, in der eine Schnittmontage folgt, als würde man nochmal JFK schauen. Die Lauflänge von drei Stunden spürt man – allerdings fühlt sie sich wie fünf an.
Fazit: Nolan Verehrer bekommen hier ihren Film, den sie gegen alle anderen eifrig verteidigen werden – was der Film wirklich kann, bemerkt dabei keiner