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Isabelle D.
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4,0
Veröffentlicht am 1. Mai 2025
"Dog Man: Wau gegen Miau" von Peter Hastings hat zwar einen himmelschreiend peinlichen deutschen Titel, ist aber ein herrlich lustiger Animationsfilm mit skurrilem Humor geworden. Dog Man ist halb Hund, halb Mensch - der Kopf von Polizeihund Greg wurde auf den Körper von seinem Polizisten-Herrchen transplantiert und so wurde der Supercop Dog Man erschaffen. Sehr zum Leidwesen von Schurken-Kater Petey, der Dog Man zu seinem Erzfeind erklärt und ihn vernichten will. Was ihm nie gelingt, sondern er wird jedesmal verhaftet und in den Knast gesteckt - aus dem er jedesmal wieder entkommt. Die Geschichte nimmt eine Wendung, als Petey sich klonen lassen will und die Klon-Maschine aber ein Baby-Exemplar von ihm ausspuckt. Und das kleine Katerchen ist so ganz anders als sein "Papa" - nämlich durch und durch gutherzig.
Die Handlung ist turbulent und missachtet so manches Gesetz der Physik, aber davon abgesehen ergibt die Geschichte doch halbwegs Sinn. Immerhin genug Sinn, dass es den Spaß nicht trübt. Und Klein-Petey ist einfach zu niedlich!
Ich habe diesen Film nicht gesehen, aber empfinde den Trailer stellenweise als Zumutung. Da wünscht sich selbst ein alt eingesessenes Filmniest mittelklassige Trailer wie den von „Duffy Duck“ zurück.
In einer Zeit, in der alle Welt abwertend die Redewendung „das ist doch für die Katz“ im Munde trägt, ist dieser Film für Katzenfans eine Beleidigung. Maximale Zuspitzung der in Realität harmlosen Kratzigkeit unserer gepfoteten Freunde, wird für billige Schockeffekte instrumentalisiert. Uh, diese Gummelkatze kratzt in die Luft mit tausenden bunten blitzen. Oh wow, ein riesiges Katzenmobil mit massiver Schleuder. Peinlich.
Der Plot hat tatsächlich Potentiale. Wird die Polizei nicht nur kopflos, sondern als hundverkopft vorgeführt, ist die ins Bild Setzung des Slogans ACAB schon ziemlich genial. Leider scheinen diese Ideen in flacher Banalität ertränkt. Die guten Ideen zappeln sterbend, ihre Lungen gefüllt mit nichtssagender Vagheit und albernem „Humor“.
Noch etwas: Frauen werden - mal wieder - als eigentliche Spielmacher, wie die zwei frech naiven Doktorinnen, permanent ins lächerliche gezogen. Männer sind - festgehalten, jetzt wirds innovativ - strenge Väter oder dumme Kinder. „Der Trailer kopiert die Realität doch recht gut“, würde eine beschränkte Feministin vielleicht formulieren.
„Running Gags“, nennen es Milde. Unerträgliche Redundanz nenne ich es. Wenn bereits in einem Trailer, der Witz eines Halbmenschen mit Hundekopf, der typische Hundesachen macht, fünfmal auftaucht, will ich den wirklich absolut nicht sehen. Leider nur 1 Stern.