Sentimental Value
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Kinobengel
Kinobengel

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4,5
Veröffentlicht am 22. Juli 2025
LAMPENFIEBER


Überraschend für Nora und Agnes (Renate Reinsve, Inga Ibsdotter Lilleaas) erscheint Vater Gustav (Stellan Skarsgård) zur Beerdigung ihrer Mutter, nachdem der anmaßende Filmregisseur die Familie vor Jahren verlassen hat. Zudem bietet er Theaterschauspielerin Nora eine Rolle an, die dem Leben ihrer Großmutter, die Suizid beging, sehr ähnelt. Nach deren Ablehnung engagiert Gustav die berühmte US-amerikanische Hollywoodschauspielerin Rachel Kemp (Elle Fanning) und muss bald erkennen, dass sein Projekt nicht so läuft, wie er sich das vorgestellt hat.

Ich habe „Sentimental Value“ auf dem Münchner Filmfest 2025 gesehen. Stellan Skarsgård stand nach der Vorstellung für ein Q&A zur Verfügung.

Joachim Trier verbindet als Regisseur einiges an Zusammenarbeit mit Autor Eskil Vogt: „Louder than Bombs“ (2015), „Thelma“ (2017), „Der schlimmste Mensch der Welt“ (2021) sind unterschiedlichen Genres zuzuordnen. Die geniale fantastische Ebene von „Thelma“ möchte „Sentimental Value“ nicht bieten, aber das Haus, in dem Gustav, Nora und Agnes aufgewachsen sind, birgt einiges an Geheimnissen. Rückblenden in Verbindung mit der Situation in der Gegenwart üben einen gewissen Reiz aus, der dem Film eine Prägung sowie den Charakteren Tiefe verleiht.

In einer Szene wird der Ausdruck „Sentimental Value“ für sachliche Gegenstände verwendet, doch hinter dem Titel steckt einiges mehr. Skarsgård lässt als erfahrener Schauspieler den Regisseur in Gustav unverkennbar raushängen, es geht der Hauptfigur schließlich um etwas äußerst Persönliches. Die Beziehungen zwischen den Rollen sind stimmig intensiv ausgelegt. Eine besondere Atmosphäre schafft allein der Umstand, dass Schauspieler*innen als Schauspieler*innen oder Teile des Teams hinter der Kamera agieren müssen. Wer könnte besser wissen, wie das funktioniert?!! Weil Trier durch seine Erfahrung und Qualität als Regisseur diese Verknüpfungen zwingend aufwertet, bringt er das menschliche Miteinander blendend auf die Leinwand.

Auf dieser Basis bereitet es dem Publikum ein Vergnügen, Rachel verzweifelt beim Üben einer Fremdsprache zuzuschauen, während Gustav die bevorstehende Aussichtslosigkeit deutlich im Gesicht steht. So fein untermalt der Humor „Sentimental Value“, denn Triers Film ist keine typische Tragikomödie für einen Popcorn-Kinoabend, sondern vielmehr die hervorragende Analyse eines in die Jahre gekommenen Filmemachers. Ob die Selbstmordszene zum Ende der 132 Minuten Spielzeit in den Film passt, soll jede*r für sich entscheiden.
aufder LAUer_11
aufder LAUer_11

6 Follower 120 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 1. Februar 2026
Bedeutungsschweres um sich selbst drehen.
Figuren die nicht weiterkommen.
Ein überschätzter Film.
Eine Vater-Tochter Beziehung, beide haben Fehler gemacht, sie wollen wieder zusammen kommen und hier ein ach und da ein ach.
Ganz ehrlich: Dieser Film hat nicht viel zu sagen, der Zuschauer kann sich nichts daraus nehmen.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 607 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 6. April 2026
Filmische FAmilientherapie: ein Regisseur und seine zwei Töchter arbeiten die bittere Vergangenheit auf, dazu stößt eine junge Schauspielerin. Das Ergebnis ist der Inbegriff eines leise Schauspielfilms: ruige, lange Dialoge, tiefe Emotionen und ein ruhiges Schauspiel. Genau das, wonach der Trailer aussieht und genau das, was im Rahmen von Preisverleihungen gerne ranzitiert wird. Aber auch nicht zu Unrecht.

Fazit: Leise, berührend und stark gespielt!
Breite Masse im Hintergrund
Breite Masse im Hintergrund

12 Follower 89 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 11. Dezember 2025
Beim besten Willen...Sentimental Value hat mir nichts gegeben, was ich nicht in irgendeinem anderen Film in abgewandelter Form schon ähnlich gesehen habe. Ja, sicherlich ist der Film extrem vielschichtig und spricht diverse Themen facettenreich an, aber hat es mich unterhalten oder mich emotional berührt? Nein! Daher...ich habe ihn gesehen und abgehakt. Den Hype um den Film kann ich nicht nachvollziehen
Lemmiblog
Lemmiblog

2 Follower 312 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 4. Juli 2026
FILMVÄTER SIND MEISTENS MIES

Nora ist eine gefeierte Theaterschauspielerin, leidet aber unter Lampenfieber. Als ihre Mutter stirbt, taucht ihr Vater Gustav auf – der Mann, der die Familie im Stich gelassen hat. Inzwischen ist Gustav ein gefeierter Regisseur und bringt das perfekte Drehbuch mit. Nur Nora könne die Hauptrolle spielen. Die denkt gar nicht daran, für ihn zu arbeiten. Dadurch wittert Schauspielerin Rachel ihre große Chance, endlich ernst genommen zu werden.

Sentimental Value geht ca. 120 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier ein norwegisches Drama mit Stellan Skarsgård, Renate Reinsve und Elle Fanning in den Hauptrollen. Muss aber sagen: Für mich war das leider nichts und das hat einen ganz simplen Grund, das Drama der Figuren interessiert mich nicht.
Versteht mich nicht falsch, schlecht ist der Film keineswegs. Die Darsteller liefern ab, die Inszenierung ist ruhig und die Grundidee hat eigentlich alles, um einen emotional mitzunehmen. Zwei Töchter werden vom Vater verlassen, der Jahre später wieder auftaucht, sich aber nicht entschuldigt, sondern einen Job anbietet. Parallel kämpft eine Schauspielerin darum, mehr zu sein als nur ein hübsches Gesicht.
Für meinen Geschmack will der Film aber einfach zu viel. Es gibt zu viele Handlungsstränge, die sich die Luft nehmen. Statt einer Geschichte, die richtig tief geht, bekommt man mehrere, die alle nur ein Stück weit erzählt werden. Am Ende war mir deshalb jede Figur egal.
Der Vater bleibt emotional unterkühlt, Nora braucht vor jedem Auftritt erst ein Nümmerchen oder ne Backpfeife. Rachel rennt dem großen Drama hinterher, nur um festzustellen, dass ihr das Drama doch zu viel Drama ist.
Unterm Strich bleibt ein Film für alle, die Charakterdramen, leise Zwischentöne und zwischenmenschliche Konflikte lieben. Für mich war es schlicht nichts. Hätte man einen der Handlungsstränge gestrichen und sich stärker auf Vater und Tochter konzentriert, hätte mich das vielleicht mehr gepackt.

5,5/10 Punkten. Dass sich ganze Abschnitte ausschließlich um das Haus drehen, war für mich eher Geduldsprobe als Bereicherung. Manchmal ist ein Haus eben auch einfach nur ein Haus.
Ursula Prokop
Ursula Prokop

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3,0
Veröffentlicht am 20. Januar 2026
Ein an sich wunderschöner Film mit großartigen Schauspielern. Nur leider thematisch etwas überfrachtet, neben einer Haus- und Familiengeschichte, werden Vater- Tochter Konflikte, geschwisterliche Beziehungen, der Gegensatz Film- Theater, NS- Vergangenheit u. a. abgehandelt. Etwas weniger wäre besser gewesen, insbesondere gegen Ende zieht sich die Sache etwas, wobei der positive Schluss auch nicht überzeugend wirkt.
Jo Doe
Jo Doe

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5,0
Veröffentlicht am 2. März 2026
toller Film mit tollen Schauspielern. Die Geschichte entwickelt sich, die Personen mit ihr. Nur zu Empfehlen
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