DogMan
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Kinobengel
Kinobengel

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4,0
Veröffentlicht am 13. September 2023
Lassie ++


Douglas (Caleb Landry Jones) wird von seinem Vater (Clemens Schick) schwer misshandelt. Eingesperrt im Hundezwinger, entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Mensch und Tier, die nach der Befreiung von Douglas bestehen bleibt.

„DogMan“ wurde als Eröffnungsfilm des 37. Fantasy Filmfests aufgeführt.

Filme von Luc Besson erregen Aufmerksamkeit durch bizarre Plots sowie aufwendige Vertonung und Visualisierung. Das Schrille muss nicht jedem gefallen. In puncto Gewaltdarstellung wird meist eine härtere Gangart gefahren, z.B. „Nikita“, „Léon: Der Profi“, „Lucy“, „Anna“. Aber besondere Kinoerlebnisse sind die Projekte des Franzosen, der gerne starke Frauen ins Spiel bringt, ohne Zweifel; neben den vorgenannten Filmen sind „Das fünfte Element“ und „Angel-A“ zu erwähnen.

Der aktuelle Thriller von Besson stellt einen Mann in den Fokus oder das, was von einem zerstörten Kind übriggeblieben ist, als Anführer einer Hunde-Armee, die ihm hörig ist. Ein besonderes Talent zum Theaterschauspiel zeichnet den im Rollstuhl sitzenden Douglas weiter aus. Dann ist es die überragende One-Man-Show des Caleb Landry Jones, der seiner Figur in deren grausiger Situation das durchgeknallte Etwas gibt. Nichts für schwache Nerven, einiges Ekliges wird in fesselnd aneinandergereihten Rückblenden gezeigt. Die kleine Portion Humor hat der Regisseur genauso passend untergehoben wie eine zum Scheitern verurteilte Liebelei. Ermittlerin Evelyn (Jojo T. Gibbs) gewinnt das Publikum durch Überblick im Umgang mit Douglas.

Ähnlichkeiten zu dem von Joaquin Phoenix verkörperten Joker im gleichnamigen Film (2019 von Todd Phillips) liegen nahe. Bessons Story ist aufgrund der fantastisch abgerichteten Hunde schräger, setzt jedoch weniger überfrachtend Horror- und Musikelemente ein. Der Joker wirkt ebenso als tragische Gestalt.

„DogMan“ überzeugt als einzigartiges Drama mit stimmiger Aufmachung und ausgezeichnet gespielten Szenen.
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