Bin ein wenig positiv überrascht. Hatte Sorge, dass das ganze Ding ein wenig langatmig wird, aber nein, nicht in geringsten. Die erste, teilweise „kammerspielartige“ Hälfte lebt ganz klar von der schauspielerischen Qualität von Anya Taylor-Joy und Miles Teller. Hat man sich als Zuschauer auf die „Romanze“ zwischen Ost und West nach und nach eingestellt (vermutlich sind die ersten Zuschauer schon abgesprungen), so kommt der Cut dann doch ziemlich plötzlich. Bis zur Mitte des Films weiß man nicht genau, was sich denn in der Schlucht verbirgt, hätte man natürlich auch geopolitisch aktueller gestalten können, aber die Macher wählten das Altbekannte: Nachkriegszeit, nie endende biologische Forschungen in Sachen Super-Soldaten usw., usw., kennt man ja aus zig anderen Filmen. Wenigstens sind die Siegermächte von 1945 weiterhin (in der Schlucht) vereint, aber natürlich ist ab da, jeglicher Bezug zur Realität flöten (oder doch nicht, wer weiß das schon?). Ab nun ist der Film, wie schon in der Filmstart-Kritik benannt, ein Genre-Mix aus Science-Fiction, Horror-Thriller und Romanze. Ist jetzt nicht so zwingend meins, aber ich bin nicht losgekommen, was vor allem den teilweise unglaublichen Szenenbildern geschuldet ist. Computertechnik hin oder her, ist mir egal, Daumen hoch.
Fazit: Ich habe nicht viel zu meckern, schauspielerisch top, Szenen- und Maskenbildner absolut top, auch die Musik passt, der Plot hat natürlich seine Ecken und Kanten, nicht alles macht Sinn, aber im Großen und Ganzen bin ich der Meinung, hätte der Film auch im Kino durchaus den einen oder anderen Taler eingespielt.