The Bikeriders
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Kinobengel
Kinobengel

506 Follower 607 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 23. Juni 2024
der Schwung ist göttlich


USA, 1960er: Kathy (Jodie Comer) schildert dem Journalisten Danny (Mike Faist) ihre Erfahrungen mit dem Bikerclub „Vandals“, dessen Anführer Johnny (Tom Hardy) und seiner rechten Hand Benny (Austin Butler), der kurz nach dem ersten Aufeinandertreffen der Ehemann von Kathy wird.

Regisseur Jeff Nichols hat bereits Leinwandstars wie Jessica Chastain vor der Kamera stehen gehabt, desgleichen Michael Shannon, der im aktuellen Film wieder zum Zug kommt. Er, Nichols, schreibt die Drehbücher vorwiegend selbst, ebenso für seinen neuen Film „The Bikeriders“, inspiriert durch den gleichnamigen Bestseller von Danny Lyon (2014).

James Dean (1931 - 1955) hat in nur drei Kinofilmen gespielt, nie stand er an der Seite von Marlon Brando, eigentlich schade. Nichols bringt dem Publikum zumindest etwas sehr gut Vergleichbares, nämlich Austin Butler, der seinem Cool-Posing kaum entfliehen kann (Ausnahmen bestätigen die Qualität der Rolle), und Tom Hardy mimt den erbarmungslos entscheidungsfreudigen Präsidenten, auch er die Kippe lässig im Mundwinkel. Die beiden agieren hingebungsvoll, das muss einfach Spaß gemacht haben. Benny spricht dabei durch eine auf etwa Motorleerlauf-Frequenz tiefergelegte Stimme, das Englisch klingt nicht zu verwildert. Darunter leidet sicherlich die Authentizität, welche in „Easy Rider“ (1969 von Dennis Hopper) stärker ausgeprägt ist. Was soll’s, wenn es rockerromantisch sein muss, genau dies steht zunächst im Vordergrund. Als Kathy das erste Mal auf dem Feuerstuhl hinter Benny sitzt und die Clubmitglieder lautstark vibrierend aufschließen, ist es um die Sofortverliebte, aber vorerst Abgeneigte endgültig geschehen. Die junge Frau spürt die nach ihr greifende Gemeinschaft, eine der vielen hervorragenden Szenen, festgehalten von Nichols Stamm-DOP Adam Stone.

Danny begleitet die Biker, interviewt jedoch hauptsächlich, chronologisch nach den erzählten Ereignissen liegend, eine offen auftretende, bewegte Kathy. Comer spielt diese Szenen brillant. Nicht nur deswegen beleben die zeitlichen Ausflüge den Fluss des Films, sie erhöhen sogar die Spannung, denn einiges soll verändert werden.

Klar, es geht mal hart zur Sache, nicht nur Verkehrsregeln werden gebrochen, Blut fließt, die Vandals sind nicht durchweg beliebt, eine Bar wird vernichtet, das alttestamentarische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ kommt hinzu, die zahlenmäßig unterlegene Polizei stellt sich hinten an. So ist das nun mal in einer solchen Familie. Dabei hat der legendäre unverrückbare Boss Frau und Kind daheimsitzen, die gar nichts mit der Gang zu tun haben. Der Regisseur hat nicht außer Acht gelassen, die Kehrseite zu erwähnen: Tom Hardy setzt schauspielerisch noch einen drauf, als Johnny seine Macht über den stetig wachsenden Club entgleiten sieht.

Jeff Nichols präsentiert ein stark gespieltes Drama, in dem die Schwärmerei den Realitätssinn etwas verdrängt. Trotzdem mitfahren!
challengesbya.d.2k
challengesbya.d.2k

24 Follower 337 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 23. Juni 2024
Überraschenderweise ein Meisterwerk. Die Handlung ist sehr faszinierend und die Umsetzung der Handlung ist sehr gelungen. Die Besetzung ist TOP! Ich habe den sehr genossen. Im Gesamtpacket liefert dieser Krimifilm sehr ab und bietet den Zuschauer eine sehr gute Story.
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 593 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 7. Juni 2024
Die Vergleiche mit der Serie „Sons of Anarchy“ liegen nahe. Der Film hat zwar keinerlei inhaltliche Verbindung dazu, aber die Thematik passt. Ein Journalist interviewt in den siebziger Jahren eine Frau und einige Mitglieder eines Motorradclubs. Dabei wird aufgezeigt, wie der Club entstand, wer die Mitglieder sind und wie sich eine gewisse Hirachie entwickelt hat. Im Zentrum steht der von Tom Hardy gespielte Bandführer Johnny und wie dieser versucht die Dinge zu regeln, dabei aber auch zu Grausamkeiten und Gewalt greift. Dazu gibt es Jody Comer und Austin Butler, die versuchen ihre Ehe und ihre Treue zum Club unter einen Hut zu bringen. Durch die Schilderung aus der Gegenwart und das wilde Herumzappen in den Erinnerungen entsteht kein richtiger Erzählfluss, sondern mehr ein ausgefeiltes Portrait der beteiligten Figuren und Umstände. Action gibt es dabei nahezu keine, der Film ist primär ein Drama. Mich stört lediglich Austin Butlers Figur, die allzu cool und over the top daherkommt, als das man es ernst nehmen kann. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
 
Fazit: Glaubhaftes Portrait eines Motoradclubs in den sechziger Jahren, komplett überstrahlt und dominiert von Tom Hardy
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