A Real Pain
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3,2
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Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

169 Follower 582 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 14. Januar 2025
Wir erleben Jesse Eisenberg in einer Doppelfunktion als Hauptdarsteller und Regisseur. Dabei schickte er sich selbst sowie Kieran Culkin auf einen Trip durch Polen, bei dem sie die Vergangenheit ihrer Großmutter ehren wollen. Viel passiert dabei in den 89 Minuten Laufzeit auch nicht. Der Kern sind die Konflikte der ungleichen Hauptfiguren, wobei Jesse Eisenberg einen Stock im Hintern hat und Kieran Culkin als emotional überaus instabile Figur auftritt und zwischen guter und übler Laune stetig hin und her schwankt. Dabei gibt es ein paar witzige und ein paar emotionale Augenblicke, die allesamt als sehr solide daher kommen.

Fazit: Klein, harmlos und mit etwas Emotion
beco
beco

83 Follower 435 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 21. Januar 2025
Der Film ist ausgesprochen vielschichtig und man merkt wohl erst am Ende, dass es im Wesentlichen um die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern geht, die zusammengehören, deren Lebenswege sich aber getrennt haben. Die beiden Cousins haben nicht viel gemeinsam, aber eine polnische, jüdische Großmutter. Zu deren Wurzeln führt der Besuch in Polen inklusive der Begegnungen mit dem Holocaust, beides ist wichtig für das wieder Zueinanderfinden der beiden, das aber auf fragilen Grund steht. Schön wie in den Schlussszenen der Gegensatz der beiden noch einmal schmerzhaft deutlich wird, besonders in der Aufnahme von Benji am Flughafen.
sehenswert
Rob T.
Rob T.

7 Follower 357 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 20. Januar 2025
Es ist eine Reise in die familiäre Vergangenheit. David (Jesse Eisenberg) und sein Cousin Benji (Kieran Culkin) fliegen von New York nach Warschau. Dort ist ihre Großmutter aufgewachsen. Als nun in den USA lebende Juden wollen sie etwas über ihre Vergangenheit in Polen erfahren.
Sie schließen sich einer Reisegruppe an, besichtigen Orte, die für die jüdische Vergangenheit wichtig waren und sind.
Das ist herausfordernd und sorgt immer wieder für Emotionen. Aber nicht nur wegen der aufwühlenden Vergangenheit. Auch die Unterschiedlichkeiten zwischen David und Benji sorgen immer wieder für kritische Momente. David, der sein Lebens ehr strukturell führt - und Benji, der gern sagt, was Sache ist. Während des Trips brechen einige Dinge auf. Auch über den Umgang mit den verschiedenen Ereignissen in der vergangenen Zeit.

Ein echter Schmerz - "A real Pain" - plagt nicht nur die beiden Männer, die dort durch Polen reisen. Auch die Reisegruppe ist davon geplagt, jeder für sich - und auch durch Benjis einnehmende und direkte Art.
Aber nach und nach schauen wir hinter die Kulissen dieser Menschen und vor allem der beiden Cousins.
Denn Benji, der so lustige Typ, kann auch anders, es steckt eine dunkle Seite in ihm - und eines Abends bricht es aus David raus, als er im Gespräch mit den anderen aus der Reisegruppe ist.
Es sind immer wieder sehr starke Augenblicke in diesem Film - aus mehreren Gründen. Denn die Reise durch Polen ist wegen der Umstände und der Reisegruppe schon berührend und spannend. An einer Stelle besuchen sie das KZ Majdanek bei Lublin - es sind die stillsten Momente im Film.
Aber auch das Verhältnis unter den Cousins ist fesselnd - es ist von familiärer und freundschaftlicher Liebe geprägt, aber auch von Sorge und Zurückweisung, weil auch beide immer wieder Momente haben, in denen es ihnen sichtbar nicht gut geht.
Jesse Eisenberg (auch Drehbuch und Regie) und Kieran Culkin spielen das wahnsinnig gut, zwei zerbrechliche Typen, die einen spannenden Trip erleben - in ein fremdes Land, in die familiäre und geschichtliche Vergangenheit, in eine Zeit des Grauens des NS-Reiches - und auch zu sich selbst.
Ein filmisches Ereignis.
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