Tja, der Film ist schon irgendwie in ordnung, da ist nicht viel verkehrt dran. Irgendwer bei youtube hat bemängelt, dass dieser Film zu kurz wäre und so wirkt, als ob man einen (zurecht?) 2std Film brutal auf 90minuten gekürzt hätte.
Ich sehe das nicht so, dieser Film hat ein paar langweilige Szenen und hätte auch zehn Minuten kürzer sein können. Die Story ist halt etwas merkwürdig erzählt. Das Mutter-Sohn Verhältnis wird nicht erklärt, einen Vater gibt es nicht und der Umzug aus China nach NewYork spielt auch nur in den ersten zehn Minuten eine Rolle und ist ab dann unwichtig. Einiges wird unzureichend erklärt, also hätte der Film auch zehn Minuten länger sein können. Zehn Minuten kürzer oder länger, ich wünsche mir beides gleichzeitig.
Worum geht´s?
Der junge -und sehr talentierte- Kung-Fu Schüler Li Fong muss in NewYork ein neues Leben aufbauen, dann lernt er schnell eine Freundin kennen und kurz darauf ihren ex-Freund, bzw eher nicht. Eigentlich lernt nur sein Gesicht die Faust und später den Fuß des ex-Freundes kennen.
Li Fong trainiert Kung-Fu aber nur aus liebe zum Sport, er ist nicht gewalttätig.
Das "Gesicht meets Faust und meets Fuß"passiert am Anfang.
Dann kommt in der Mitte mal ein fight und ein bischen Handlung, die ich nicht verstanden habe. Wirklich relevant ist da nichts und einiges hätte besser ausgeleuchtet werden können.
Falls man das als Zuschauer so will. (so wie ich)
Und falls nicht, passiert in der Mitte des Films irgendwas, was einen schon irgendwie bei der Stange hält.
Am Anfang wird die Situation kurz erklärt, dann kommt Gesicht vs. Faust, in der Mitte passiert irgendwas, was ich als nicht relevant bezeichnen würde und am Ende, bzw nach 50minuten läuft es dann auf den finalen Kampf zwischen Li Fong und dem ex-Freund raus. Aber alles recht langsam. Besonders viele fights gibt es gar nicht, nur viel training.
Und weil es auch noch Gesicht vs. Fuß gab, weiss Li Fong, dass er besser werden muss. Da hat sein alter Kung-Fu Trainer eine Idee. Er holt seinen begabtesten Karate Schüler dazu und dann trainieren sie ihn beide, der eine in Kung-Fu und der andere in Karate beides gleichzeitig.
Li Fong muss also zwei verschiedene Kampfstile in sich vereinen.
Das klingt spannend, passiert aber erst in den letzten 30 Minuten. Und selbst da gibt es noch ein paar Szenen, die nicht wirklich wichtig sind.
Alles in allem ist der Film zu kurz und zu lang gleichzeitig.
Sein alter Kung-Fu Trainer, seine neue Freundin und alle anderen bekommen zuwenig, aber gerade eben genug screentime, so dass insgesamt eine gerade eben normale Handlung draus entsteht.
Ein recht guter Film, deutlich mit Schwächen, kann man sich trotzdem gut anschauen und "Cobra-Kai" kenne ich gar nicht und angeblich muss man die serie auch nicht kennen, um diesen Film gut anschauen zu können.