Manche Filme erfinden das Rad nicht neu und sind augenscheinlich ziemlich solide Kunst, die aber auch zu nicht mehr taugt. In die selbe Schiene könnte man auch „Clown In A Cornfield“ (super Titel) einordnen, der trotz seiner simplen Slasherstruktur irgendwas in mir ausgelöst hat. Den im Grunde bekommt man genau das was auf der Verpackung steht, einen Clown im Maisfeld.
Hier wird erst mal nichts neues gemacht. Wir haben eine diverse Gruppe an jungen Menschen und einen maskierten Killer, der Jugendliche abschlachtet. Die Formel kennt man doch aus vielen anderen Filmen und doch ist dieser Film, der irgendwie an „Halloween“ erinnert von seiner Umgebung, aber auch durch das Rätseln, wer der Killer ist an „Scream“ erinnert überraschend angenehm drüber. In den richtigen Momenten nimmt er sich ernst, aber in vielen Momenten ist das ganze wahnsinnig albern, auf die richtige Art. Man merkt dem Film das geringe Budget an, aber er macht aus seinen geringen Mitteln das Beste. Das alles fällt auch weniger ins Gewicht, da vor allem die Kills, Frando der Clown selbst, aber auch die Clique eine ganze Menge Spaß macht. Die Figuren sind zwar in erster Linie Abziehbilder, aber irgendwie sind sie es dann auch nicht. Die Figuren, vor allem Quinn, Cole, Arthur und Rust machen extrem viel Spaß und sind sogar in ihrem Szenario nachvollziehbar.
Ab hier SPOILER: Ich finde auch das Rätselraten macht eine Menge Spaß und spätestens wenn zur Mitte des Films herauskommt, dass es sogar über 10 Frandos gibt und diese sich stellenweise richtig dämlich anstellen, sorgt das doch für viel Heiterkeit, auch weil Logik keine Rolle spielt. Frando hebt mal eben einen Körper mühelos mit einer Mistgabel hoch, in einem Moment quietschen die Schuhe, im nächsten nicht mehr.
Und auch die Auflösung finde ich sogar für einen Slasher mal überraschend deep, auch wenn man nicht so viel draus macht, wie möglich wäre. Denn im Grunde ist dies ein Kampf der Generationen, da die Erwachsenen die Jugendlichen abschlachten, die an ein veraltetes Weltbild glauben, während die diverse Gruppe von jungen Menschen genau das Gegenteil will und einen vollkommen neuen Fokus hat.
Das der Film in konservativen Kreisen so schlecht wegkommt, ist dahingehend ein großen Kompliment für „Clown In A Cornfield“.
Da das ganze auf mehreren Roman basiert hoffe ich tatsächlich auf weitere Teile, den der Clown im Maisfeld hat auf eine Guilty Pleasure Art jetzt schon einen großen Platz in einem Herzen, auch wenn ich seine vielen Schwächen stehe, macht er doch extrem viel Spaß!